Atlantis

Vielbeschrieben, vielbesungen, vielbedichtet – eine Hochkultur, tragischerweise untergegangen in den Tiefen des Meeres. Das sagenumwobene Atlantis hat die Phantasie zahlloser Generationen angeregt.

Edgar Cayce erwähnte Atlantis als selbstverständliche Tatsache in fast 700 Sitzungen (meist in so genannten Lebens-Readings), in denen die Inkarnationen der Fragenden aufgezählt wurden. In Reading 364-3 gab Edgar auch den genauen Standort an: „zwischen dem Golf von Mexiko einerseits und dem Mittelmeer andererseits.“ Im gleichen Reading heißt es: „Nachweise für diese verlorene Zivilisation sind zu finden in den Pyrenäen und in Marokko einerseits, in Britisch-Honduras, Yucatan und Amerika andererseits. Es gibt einige herausragende Teile hierin, die irgendwann einmal ein Teil dieses großen Kontinents gewesen sein müssen. Die Britisch-Westindischen Inseln oder die Bahamas, und ein Teil derselben können in der Gegenwart gesehen werden – wenn geologische Untersuchungen in einigen von diesen vorgenommen würden – insbesondere oder besonders in Bimini und im durch diese nähere Umgebung fließenden Golfstrom; diese werden möglicherweise noch ermittelt.“

In den Readings heißt es auch, Atlantis sei eine technisch hochstehende Kultur gewesen, mit allem, was sich eine moderne Zivilisation wünschen könnte, und noch vielen Dingen mehr, die wir uns heute gar nicht träumen lassen. Durch Missbrauch der technischen Möglichkeiten hätten die Atlanter ihren endgültigen Untergang selbst herbeigeführt. Edgar spricht von Kämpfen zwischen den Kindern vom Gesetz des Einen und den Söhnen des Belial (in den Readings drückte er sich immer sehr poetisch aus 😉 ). Der Untergang habe in drei Schüben stattgefunden; der letzte Teil von Atlantis sei zwischen 10.700 und 10.000 vor Christus gesunken. Überlebende Atlanter seien in andere Teile der Welt geflohen und hätten den dort lebenden Völkern mit ihrem Wissen geholfen.

Ich persönlich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Atlantis gegeben hat und dass es eine Hochkultur mit nahezu unglaublichen technischen Möglichkeiten war. Keiner zwingt mich, die Theorie der Evolution so anzunehmen, wie es die traditionelle Wissenschaft gerne hätte. Ich finde es auch nicht erstaunlich, dass es Generationen von Forschern und Abenteurern nicht gelungen ist, „stichhaltige“ Beweise für die Existenz von Atlantis zu finden. Denn je technisch fortgeschrittener eine Zivilisation ist, umso leichter ist es, sie zu zerstören. Wenn der letzte Teil von Atlantis wirklich, wie wir in den Readings lesen, ca. 10.000 Jahre vor Christus versunken ist, wäre es angesichts der ständigen Bewegung der Erdoberfläche (auch und gerade auf dem Meeresboden) erstaunlich, wenn man unanfechtbare Beweise finden würde. Die Erde ist ständig in Bewegung, in 12.000 Jahren kann sich so unendlich viel tun, und was wissen wir schon Genaues von den Vorgängen am Meeresboden? Wieviele Leute wissen z.B., dass das längste Hochgebirge der Welt heute mitten im Atlantik liegt?

Laut Edgar Cayce sollten sich frühere Atlanter in unserer heutigen Zeit – gerechnet ab seiner Lebenszeit – wieder inkarnieren. Auch wurde erklärt, dass man erwarten könnte, Teile des versunkenen Kontinents in den späten sechziger Jahren wieder aufsteigen zu sehen (Reading 958-3). Das mit den früheren Atlantern können wir nicht wirklich überprüfen. Und ob das „Aufsteigen“ wörtlich zu nehmen ist, weiß man auch nicht. Aufgrund der Erdbewegungen wäre das nicht auszuschließen. Aber vor Bimini wurden in den sechziger Jahren seltsame Steinformationen entdeckt, von denen die einen sagen, sie seien von Menschenhand, die anderen erklären, sie seien natürlichen Ursprungs. Hmmm …

Ich muss gestehen, dass ich mich selber bisher nicht intensiv mit der Atlantisforschung beschäftigt habe. Denn um ganz ehrlich zu sein: Mir persönlich ist es egal, ob man jemals Beweise für die Existenz von Atlantis finden wird oder nicht. Für mich ist von Belang, was Edgar in Atlantis-Reading 364-1, Absatz 6 gesagt hat:

„Ob wir dies also als Fakt oder Fiktion annehmen sollen, mag wahrhaft davon abhängen, welchen Wert für die Menschenfamilie das Wissen über solche Völker in den Angelegenheiten von Einzelnen heute hätte. Welche Hilfestellung würden Informationen dem Verstand Einzelner bezüglich des besseren oder näheren Wissens um die oder Verstehens der Beziehungen zu den Schöpferischen Kräften geben? Oder, um es anders zu sagen, was würden Informationen dieser Art für meine SEELE heute bedeuten?”

In den Beschreibungen der Readings sehe ich jedoch durchaus Parallelen zu unserer Zeit. Laut Cayce hatten die „Söhne des Belial“ spirituelle Dinge zur materiellen Befriedigung ausgenutzt und das „Gesetz des Einen“ missachtet. Die „Kinder des Gesetzes des Einen“ hatten versucht, dies zu unterbinden. In den dadurch entstandenen Spannungen kam es zu Krisen und schließlich zum Untergang.

Auch bei uns wird immer mehr polarisiert. Da gibt es die einen, die nur nach materieller Befriedigung streben, und dann die anderen, die sich aus Idealismus bemühen, der Welt etwas Besonderes zu geben. Und dann gibt es die, die sich selbst als Spielball zwischen den Mächten sehen.

Wir haben heute alle Möglichkeiten, die Welt zu einem sauberen, friedlichen Ort zu machen. Aber wir haben auch, wie die Atlanter, die Macht, uns selbst zu zerstören. Wenn dies geschieht, was wird man dann nach 12.000 Jahren von uns finden? Wird sich die Geschichte wiederholen?

Nützliche Links zur Atlantisforschung:
Atlantis-Update 2011 A.R.E.
Atlantisforschung

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

4 Kommentare zu „Atlantis“

  1. Hi Stefanie!
    Oh, ein interessanter Artikel – ebenso wie der über ausserirdisches Leben. Atlantis ist ein spannendes Thema und es macht mir große Freude, die Parallelen zwischen verschiedenen Channelings herauszufiltern und einfach zu schauen, was sich im Bezug hierauf für mich stimmig anfühlt. Auch den Artikel über ausserirdisches Leben finde ich klasse. Komisch ist nur, dass dein Blog in meinem WP-Reader auf einmal gar nicht mehr angezeigt wird, deshalb habe ich von den beiden Postings auch gar nichts mitbekommen – erst als ich auf „abonnierte Blogs – Liste bearbeiten“ gegangen bin und direkt auf deinen Blog klickte, entdeckte ich die neuen Einträge. Aber na ja, manchmal spinnt WP halt ein bissl… 🙂
    Also…lieben Dank für die schönen Artikel und LG, Meike

    1. Wie schön, dass Dir die beiden letzten Artikel gefallen! Ja, die Themen sind auf jeden Fall spannend, und was Atlantis anbetrifft, kommt bestimmt noch mehr. Ganz sicher können wir „Heutigen“ aus den Informationen darüber noch ganz viel lernen. Über außerirdisches Leben habe ich leider nicht so viel in meiner Cayce-Kiste 😉 Aber wenn Du Gespräche mit Gott liest, kommst Du bestimmt auch bald zum dritten Buch „Kosmische Weisheit“. Da steht noch so einiges drin …
      Ich finde es auch toll, dass Du vergleichst und schaust, was sich für Dich stimmig anfühlt. Ich glaube, dass das ganz wichtig ist: nicht einfach nur annehmen, sondern mit Gefühl und Verstand prüfen, ob sich etwas für einen ganz persönlich gut und richtig anfühlt.
      Ja, komisch, dass mein Blog bei Dir gar nicht mehr angezeigt wurde! Hoffen wir, dass das Problem jetzt wieder behoben ist!
      Danke für Deinen Kommentar!
      LG
      Stefanie

  2. Für mich wäre es schon ein bedeutsames Ereignis, wenn die Zivilisation von Atlantis stichhaltig bewiesen werden könnte, da es viele falsche Annahmen über die Geschichte belegen könnte. Da ich selbst auch den Theorien v. Dänikens abgewinnen kann, daß außerirdidsche Zivilisationen auf der Erde „mitgeholfen“ haben, würde mich interessieren, ob es dazu Readings gibt?
    Angeblich gab es ja lange vor Atlantis bereits zwei weitere Zivilisationen, Lemuria und eine, deren Namen ich nicht weiß. Halte das für sehr glaubwürdig.

    1. Das wäre auf jeden Fall ein bedeutsames Ereignis, keine Frage! Auch wenn man nach über 12.000 Jahren keine von Menschenhand geschaffenen Bauwerke mehr finden würde, wäre der Beweis für die Existenz eines versunkenen Kontinents durchaus etwas Besonderes. Die Frage ist, was bringt uns ein Beweis um des Beweises willen außer neuen Erkenntnissen? Trägt er zu unserer spirituellen und geistigen Weiterentwicklung bei?

      Laut Edgar soll Lemuria bzw. Mu um 80.000 vor Christus untergegangen sein, soll also zumindest zeitweise zeitgleich mit Atlantis existiert haben. Für den Atlantis-Untergang gibt Edgar drei (ungefähre) Daten: 50.000 B.C., 28.000 B.C. und 10.000 B.C. Zu Lemuria findest Du Infos auch hier:
      Atlantisforschung

      Was unsere Erdgeschichte anbetrifft, halte ich so ziemlich alles für möglich, allerdings bin ich bezüglich der Hilfe durch außerirdische Zivilisationen sehr skeptisch. Ich zweifle nicht daran, dass es welche gibt und dass viele von ihnen geistig, spirituell und materiell sehr viel weiterentwickelt sind als wir, aber ich habe viel Zutrauen in uns Menschen und glaube nicht, dass wir „Hilfe von außen“ brauchten. Aber das ist auch wieder eine Glaubenssache. Es gibt ein Reading, in dem Edgar in einem Nebensatz über „jene, die von anderen Welten oder Planeten zu Besuch kamen“ sprach. In Reading 1616-1 heißt es (sorry, nicht übersetzt): „The entity was among the priestesses of the Mayan experience. It was just before that period when those as from the east had come, and there were the beginnings of the unfoldments of the understanding that there were other portions of the same land, or those that were visiting from other worlds or planets.“
      LG,
      Stefanie

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