Wege zur „Neuen Ordnung“

Schon viele Menschen haben die neue Ordnung vorhergesagt und es gibt viele Vorstellungen, wie diese wohl aussehen könnte. Auch Edgar Cayce äußerte sich mehrfach dazu, dass „eine neue Ordnung der Verhältnisse entstehen muss“.

Wieder einmal stelle ich hier ein vollständiges Reading ein, das zu einer Zeit gegeben wurde, die von Umbrüchen geprägt war. Umso faszinierender scheint mir, dass Edgar gerade in dieser Zeit das Entstehen einer neuen Ordnung sieht, die auf einem „Miteinander“ und „höheren Idealen“ basiert.

Mich persönlich beschäftigen besonders zwei Aussagen:

„Nur jene, die ihr Ideal in Ihn gesetzt haben und es in ihrem Umgang mit ihren Mitmenschen praktizieren, können erwarten, dem Grimm des Herrn zu entkommen.“

Da ich weiß, dass Edgar gerne Paraphrasen aus der Bibel verwendet hat, und da ich an das Wirken der Universellen Gesetze glaube, die Edgar ebenfalls sehr ausführlich behandelt hat, widerstrebt es mir, den „Grimm des Herrn“ wörtlich zu nehmen. Aber was könnte es bedeuten?

Und hier kommt der zweite Satz, der mir zu denken gibt:

„Niemand ist an der Macht, der nicht die Gelegenheit durch den Willen des Vaters erhalten hat – von dem alle Macht ausgeht.“

Wenn ich an so manche Mächtige und das, was sie so tun, denke, neige ich dazu, diese Aussage anzufechten – aber ich sehe die Dinge ja nur von meinem kleinen menschlichen Standpunkt aus …

Lest selbst und sagt mir, was Ihr von dem Reading haltet. Ich warte gespannt auf Eure Kommentare!

TEXT VON READING 3976-18

Dieses Trance-Reading wurde von Edgar Cayce in seinem Haus am Arctic Crescent, Virginia Beach, Virginia, an diesem 20. Tag im Juni 1938, gemäß der Anfrage durch den Direktor der Association for Research and Enlightenment, Inc. (Gesellschaft für Forschung und Erleuchtung), Hugh Lynn Cayce, gegeben.

ANWESEND

Edgar Cayce (EC); Gertrude Cayce (GC), Leiterin; Gladys Davis (GD), Steno. Hugh Lynn Cayce (HLC) und Edgar Evans Cayce (EEC).

READING

Zeit des Readings 17:20 bis 17:45 Standardzeit im Osten der USA

1. GC: Du hast vor dir das Werk der Association for Research and Enlightenment zur Erforschung und Veranschaulichung des seherischen Werkes von Edgar Cayce. Es wird gewünscht, für den siebten jährlichen Kongress am Montag abend, den 27. Juni, bezüglich des nationalen und internationalen Geschehens durch diesen Kanal vorgestelltes Material vorzulegen, das den Idealen und Absichten des von der Association in die Hand genommenen Werkes entspricht. Du wirst den Typus der anwesenden Zuhörerschaft sowie die Notwendigkeit aufschlussreicher Informationen, die nicht spektakulär oder sensationell, jedoch konstruktiv sein werden, berücksichtigen. Gib uns auch einen Rat bezüglich der Art der Präsentation. Du wirst den ersten Vortrag zu diesem Thema halten.

2. EC: Ja, wir haben das Werk der Association for Research and Enlightenment, und die Politik und Ideale und Absichten derselben; wir beziehen uns auf das nationale und internationale Geschehen, das nicht spektakulär, sondern konstruktiv ist – und den Idealen entspricht.

3. Wie von vielen verstanden wurde und wird, werden Änderungen sowohl in der Nation als auch in den Beziehungen zu anderen Nationen stattfinden.

4. All diese können aus dem einen Winkel betrachtet werden.

5. Es gilt auch als von einigen verstanden, dass eine neue Ordnung der Verhältnisse entstehen wird; dass sowohl an hohen als auch niedrigen Stellen eine Vielzahl an Reinigungen erforderlich ist; dass jedes Individuum mehr zu berücksichtigen ist, denn jede Seele ist ihres Bruders Hüter.

6. Es werden also jene Ereignisse in den politischen, wirtschaftlichen und in allen Beziehungen stattfinden, in denen eine Egalisierung erfolgt – oder ein besseres Verständnis von dieser Notwendigkeit.

7. Denn da die Zeit oder der Zeitraum für jene Änderungen, die mit der neuen Ordnung einhergehen, näherrückt, obliegt es all jenen, die ein Ideal haben – sowohl als Individuen als auch als Gruppen oder Gesellschaften oder Organisationen – dieses in ihrer Erfahrung und in ihren Beziehungen zu anderen zu praktizieren, anzuwenden.

8. Denn wenn diese nicht handeln, dann muss es in der Tat eine neue Ordnung in IHREN Beziehungen und Aktivitäten geben!

9. Seine Wege werden also weiterhelfen. Denn wie Er sagte: „Der Himmel und die Erde werden vergehen, Meine Worte aber werden NICHT vergehen.“

10. Viel zu oft wurde diese Botschaft auf den Kanzeln und in den Organisationen vergessen, nicht nur in den nationalen Beziehungen, sondern auch in den internationalen Beziehungen.

11. Und so, wie unser Umgang miteinander ist, muss er versagen, wenn er nicht diesen Lehren entspricht; denn alle Mächte im Himmel und auf der Erde wurden in Seine Hände gegeben.

12. Wenn wir also alle Phasen der menschlichen Beziehungen betrachten, müssen diese berücksichtigt werden.

13. Und es kann NICHT eine Messlatte für den Arbeiter auf dem Feld und den Mann hinter der Theke geben und eine andere für den Mann hinter den Geldwechslern. ALLE sind gleich – nicht nur nach dem materiellen Gesetz, sondern nach dem SPIRITUELLEN.

14. Und SEINE Gesetze, SEIN Wille, werden nicht zunichte gemacht!

15. Obwohl jene Zeiten kommen mögen, in denen es große Belastungen gibt, in denen der Bruder sich gegen den Bruder erhebt, in denen sich eine Gruppe oder Sekte oder Rasse gegen Rasse erhebt – muss doch die Egalisierung erfolgen.

16. Und NUR jene, die ihr Ideal in Ihn gesetzt haben und es in ihrem Umgang mit ihren Mitmenschen praktizieren, können erwarten, dem Grimm des Herrn zu entkommen.

17. In eurem Umgang also – ob Zuhause, in eurem Umgang mit staatlichen oder nationalen Situationen oder mit dem internationalen Geschehen – muss ALLES unter diese Absicht, dieses Bestreben fallen.

18. Und dann sollten, dann WERDEN jene an die Macht kommen, welche die Bedürfnisse erfüllen können. Denn niemand ist an der Macht, der nicht die Gelegenheit durch den Willen des Vaters erhalten hat – von dem alle Macht ausgeht.

19. Daher werden alle ehrlich der Absicht entsprechen: „Mein Wort wird NICHT vergehen!“

20. Die Darlegung dessen – nun, sie sollte als Auszug erfolgen, oder aus jenen Quellen stammen, die von den Anwesenden als zur Verwendung geeignet betrachtet werden.

21. Für dieses Mal sind wir durch.

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

6 Kommentare zu „Wege zur „Neuen Ordnung““

  1. Erst mal lieben Dank für das Einstellen eines kompletten Readings!

    Ich kann mich dem Fabio ohne weiteres anschließen (würde nur statt „Gottesfurcht“ Gottesliebe wählen), trage aber gerne noch ein paar Gedanken bei:

    Den Ausdruck „Grimm des Herrn“ sehe ich in Zusammenhang mit den Gesetzen von Ursache und Wirkung. Wir können im Außen nur das erwarten, was wir persönlich auch zu geben bereit sind und was wir selber leben. Wenn wir Unheilsames säen, dann werden wir Unheilsames ernten.
    „Niemand ist an der Macht, der nicht die Gelegenheit durch den Willen des Vaters erhalten hat …“, denn dem spirituellen Gesetz nach findet im Universum immer ein Ausgleich statt. Die Außenwelt ist ja auch ein Spiegel des Menschheitskollektivs. Wenn die Menschheit als Kollektiv eigensüchtig handelt, ob im kleinen oder im großen Stil, dann spiegelt sich das in der Machtverteilung der Welt wieder. So erkläre ich mir diese Aussagen aus dem Reading.

    Das Bewusstsein und Handeln von vielen Menschen muß sich grundsätzlich verändern, damit das Kollektiv sich verändern kann und die Menschen an die „Macht“ kommen können, die wirklich verantwortungsvoll sind. Für mich ist das die Grundaussage in diesem Reading.

    Ich bin gespannt auf weitere Beiträge!

    1. Gern geschehen, Barbara! Du hast schon recht, der Begriff „Gottesliebe“ schließt so ziemlich alles ein, was wir in unsere Beziehung zu dieser universellen Allmacht investieren können.

      Auf die Idee mit dem Zusammenhang mit den Gesetzen von Ursache und Wirkung bin ich inzwischen auch gekommen, aber Du hast das sehr schön ausgedrückt: „was wir persönlich … zu geben bereit sind und was wir selber leben.“

      Deine Erklärung mit der Macht ist einleuchtend, auch die Sache mit dem „Bewusstsein und Handeln von vielen Menschen“. Danke dafür! Weißt Du, ich finde es toll, das man über die Kommentarfunktion so viele wertvolle Inspirationen erhalten und weitergeben kann und stelle immer wieder fest, dass die Idee mit dem Blog goldrichtig war 🙂

  2. Ach so, und zur neuen Ordnung, da lass ich mich überraschen. Ich denke die wird durch vermehrtes Bewusstsein über die Abhängigkeiten von- und zueinander entstehen.

    1. Ja, absolute Zustimmung. Je mehr Menschen dieses vermehrte Bewusstsein bekommen, desto näher rückt die „neue Ordnung“. Irgendwie finde ich es aufregend, mitten drin in einem solchen Wandel zu sein!
      LG
      Stefanie

  3. Hallo. Ich weiß gar nicht, ob ich hierzu eine spezielle Meinung habe. Aber es ist auf jeden Fall auch ein interessantes Thema und ich muss schon alleine einen Kommentar schreiben, um die folgenden Kommentare zu abonnieren 🙂 oder gibt es da eine andere Funktion?

    Zu den beiden Aussagen, von denen du sagst, dass sie dich am meisten beschäftigen:

    Zuerst mal zur ersten „Niemand ist an der Macht, der nicht die Gelegenheit durch den Willen des Vaters erhalten hat – von dem alle Macht ausgeht.“. Klar könnte man das erst mal anzweifeln wenn man so in die Welt hinausblickt 🙂 wenn man das Wort „Gelegenheit“ außer Acht lässt. Es erinnert natürlich auch stark an die Worte Jesu an Pontius Pilatus. Und Cayce hatte doch auch mal darauf hingewiesen (du kennst es vielleicht sogar als Zitat), dass die Gruppe von Seelen, die er in seiner Gegenwart oder näheren Zukunft inkarnieren sah, vor einer ähnlichen Aufgabe/Entscheidung stünden wie damals in Atlantis? Dazu sagte auch, dass sie die Gelegenheit hätten die selben Fehler zu wiederholen oder es diesmal besser zu machen, wenn ich mich richtig erinnere.
    Von daher passt doch das, was wir in der Welt sehen sehr gut in den oben zitierten Satz aus dem Reading. Und der Aufruf zum Handeln „ob Zuhause, in eurem Umgang mit staatlichen oder nationalen Situationen oder mit dem internationalen Geschehen“ schließt meiner Meinung nach auch Menschen ohne Macht und Position mit ein.

    Zum ersten Auszug: „Nur jene, die ihr Ideal in Ihn gesetzt haben und es in ihrem Umgang mit ihren Mitmenschen praktizieren, können erwarten, dem Grimm des Herrn zu entkommen.“
    Das kann natürlich wirklich an der Bibelsprache liegen. Ginge man jetzt vom Buddhismus aus, dann würde man ja auch sagen, dass jene, die das Ideal nicht erreichen dem ewigen Rad des Leidens nicht entkommen werden oder so ähnlich.
    Ich seh das nicht so drastisch, auch wenn ich nichts verharmlosen will. Gottesfurcht – wenn man diesen Begriff wählen will – oder ständiges Streben sollte eben, wie ich es in vielen Readigs verstehe, dazugehören.

    1. Vielen Dank für Deine inspirierenden Worte, Fabio!
      Erstmal zur Kommentarfunktion: Ich habe noch nicht herausgefunden, ob man, wenn man einmal das Häkchen beim Kommentar gesetzt hat, alle neuen Kommentare zu allen Artikeln zugemailt bekommt. Aber man kann die Kommentare mit der Funktion „Kommentare als RSS“ abonnieren. Die Funktion befindet sich links unten bei „META“.
      Ja, an Edgars Aussage über die Seelen erinnere ich mich, kann jetzt aber nicht auf Anhieb sagen, wo ich sie gelesen habe. Wenn ich es mir recht überlege, glaube ich, dass Du recht hast und dass das Zauberwort tatsächlich „Gelegenheit“ ist. Ja wirklich, egal, in welcher Position wir uns befinden: Jeder einzelne von uns hat stets die Wahl, die Dinge zum Wohl oder zum Schaden zu lenken und auch dieselben Fehler immer wieder neu zu machen. In den Lebens-Readings heißt es ja oft: „… in dieser Inkarnation stieg und fiel die Wesenheit …“
      „Grimm des Herrn“ oder „Zorn Gottes“ klingt für mich immer extrem negativ, weil ich nicht an einen „strafenden“ Gott glauben kann. Gott hat uns aus sich erschaffen – allein das ist für mich schon ein Wunder und Grund genug, ihm/ihr „Ehrfurcht“ und Liebe entgegenzubringen – und weil wir aus Gott geschaffen sind, haben wir eben immer die Wahl. Nur glaube ich, dass wir öfters an die Konsequenzen unserer Gedanken, Worte und Taten denken sollten, denn „was wir säen, das werden wir ernten“ – und die Ernte kann ganz schön mies ausfallen (vielleicht ist das mit „Grimm des Herrn“ gemeint?). „Ständiges Streben“, wie Du schreibst, gefällt mir in diesem Zusammenhang sehr gut; erkennen, woher wir kommen, wohin wir gehen, können wir, glaube ich, nur durch ständiges Streben gewinnen. Dann wird auch die Ernte gut sein …

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