Was hat Edgar Cayce über 2012 gesagt?

Der folgende (in der Übersetzung gekürzte) Artikel erschien am 21. Dezember 2009 im Blog der 1931 von Edgar gegründeten A.R.E. (siehe What did Edgar Cayce say about 2012?), aber ich finde, dass er heute eigentlich noch aktueller ist als damals, denn immer wieder bekomme ich Anfragen, was Edgar Cayce über 2012 gesagt hat. Aber geht es wirklich hauptsächlich um physische Veränderungen? Was ist, wenn vor allem eine – langsame, nicht plötzliche – Bewusstseinsänderung stattfindet? Ich bin überzeugt, dass wir uns bereits mitten im Wechsel zu einem neuen Zeitalter befinden. Ist das Jahr 2012 vielleicht nur ein Höhepunkt im global empfundenen Zeitfluss? Eins ist klar: Der Wechsel wird sich nicht von einem auf den anderen Tag vollziehen (wie sollte unser Bewusstsein das auch verkraften können?), sondern mit viel innerem und äußerem Aufruhr einhergehen. Bis alle Menschen begriffen haben, dass wir mit unserer bisherigen Denk- und Handlungsweise einfach nicht weitermachen können, werden vermutlich noch etliche aufreibende Jahre vergehen. Kevin Todeschi, der Direktor der A.R.E., hat das Wichtigste für diese Zeit auf den Punkt gebracht. Auch wenn es eine individuelle Deutung der Aussagen in den Readings ist und ich nicht mit allen Erklärungen übereinstimme, lohnt es sich, darüber nachzudenken.

Von Kevin J. Todeschi

Was genau hat Edgar Cayce über das Thema gesagt? Unterm Strich gesehen wird das tatsächliche Datum „2012“ in den Readings nicht erwähnt. Doch die Readings bieten durchaus Informationen über unseren Weg in das Wassermannzeitalter und darüber, worum es bei diesem Übergang zwischen den Zeitaltern geht.

In den Readings heißt es, dass ein Kennzeichen dieses neuen Zeitalters einfach als „Reinheit“ beschrieben werden könnte (Reading 1602-3). Man muss jedoch darauf hinweisen, dass wir nicht am 22. Dezember 2012 aufwachen und denken werden: „Donnerwetter – wir sind in ein Zeitalter der Reinheit eingetreten!“ Stattdessen wird es einen schrittweisen Übergang zwischen den Zeitaltern geben. Es ist durchaus möglich, dass die Menschheit in ein oder zwei Generationen zurückblickt und sagt: „Weißt du, es scheint, dass die wahre Wandlung tatsächlich gegen Ende 2012 begonnen hat …“.

Ein weiterer wichtiger, zu berücksichtigender Faktor ist, dass der Dezember 2012 aller Wahrscheinlichkeit nach kommen und gehen wird und viele Menschen überzeugt sein werden, dass „nichts passiert ist“. Die Welt sieht am 22. Dezember vermutlich ähnlich aus wie am 21. Dezember. Doch in den Readings wird eine ganz andere Möglichkeit erwähnt. Tatsächlich erklärte Edgar in Trance, dass nur jene, die wirklich die Verantwortung für dieses neue Zeitalter annehmen und beginnen, sie anzuwenden, „wirklich gewahr werden, was um sie herum vorgeht!“ (Reading 1602-3).

Neben der Reinheit erwähnen die Readings, dass das Zeitalter des Wassermanns hinsichtlich des Verständnisses, dass jeder Mensch für jeden anderen Menschen verantwortlich ist, schließlich ein Zeitalter der (wahren) Globalisierung sein wird. Es wird eine Zeit in unserer gemeinsamen Geschichte kommen, in der wir diese Tatsache erkennen werden. Die Nationen werden ihre Verantwortung gegenüber allen anderen Nationen und den Menschen, die in ihnen leben, erkennen. Eines der in den Readings enthaltenen Konzepte ist, dass schließlich jeder auf der Erde ein Bruder oder eine Schwester sein wird. Und eine bewusste Erkennung dieser Tatsache ist ein Teil der Verheißung für das nächste Zeitalter.

Nicht nur (wahre) Globalisierung und Reinheit sind ein Thema. Das spirituelle Bewusstsein, so heißt es in den Readings, wird während dieses Zeitraums einen solchen Entwicklungsstand erreichen, dass schließlich jeder Einzelne direkt mit dem Göttlichen kommunizieren können wird.

Diese Verheißungen für die Zukunft können noch auf sich warten lassen. Da es eine Übergangszeit zwischen den Zeitaltern gibt, können wir nicht erwarten, dass Frieden auf Erden und guter Wille sehr bald überall vorherrschen werden. Es muss uns bewusst sein, dass es zu Rückschlägen kommen wird. Es wird weiterhin Probleme zwischen Nationen und Menschen geben, doch diese Dinge werden sich schrittweise ändern. Denn die Verheißungen eines Wassermannzeitalters, das für Reinheit, (wahre) Globalisierung und unsere direkte Verbindung zum Göttlichen steht, sind unser gemeinsames Schicksal. […]

Was die in den Readings empfohlene „Anwendung“ betrifft, so lässt sich aus dem Cayce-Material schließen, dass die gesamte Menschheit, ungeachtet ihres religiösen Hintergrunds oder ihrer spirituellen Neigungen, ein gemeinsames Ideal haben kann, und dass dieses Ideal einfach darin besteht, dass wir nach bestem Vermögen und Verständnis Gott, einander und uns selbst lieben können (Reading 3976-8). Was die praktische Anwendung dieses Ideals in unserem Alltag angeht, so denke ich, dass Edgar einfach die Früchte des Geistes nennen würde – Glaube, Zuversicht, Geduld, Güte, Langmut und Liebe. […]

Ich danke Kevin für die Erlaubnis, diesen Artikel zu übersetzen und stelle die Frage in den Raum: Sind wir für ein neues Zeitalter, wie es oben beschrieben wird, bereit?

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

5 Kommentare zu „Was hat Edgar Cayce über 2012 gesagt?“

  1. Ihr alle denkt zu viel mit dem Ego, der Schöpfer ist sein in Aktion, was heisst das, sein ist allgegenwärtige Wort für ich bin du bist er ist usw. es beinhaltet alles ohne denken es ist alles im fluss der inneren Wahrheit ohne zu denken, fliessend ohne Zeitgefühl von herzen, wie ist es wenn Ihr euch verliebt, geht dann die Zeit nicht zu schnell vorbei, würdet Ihr nicht wünschen die Zeit könnte stillstehen, dieses Gefühl der absoluten Zeitlosigkeit und nur des inneren seins ist beim schöpfer allgegewärtigkeit, ich bitte euch erinnert euch, diese Demonen der Zersörung und der Zersetztung ist nur eine Illusion der Erfahrung, gebt der Liebe und des Mitgefühl mehr Raum und eine Bewusste Umsetzung, sagt ich möcht ins Goldene Zeitalter Jetzt, so sei es,

  2. Natürlich ist es grotesk, dass viele meinen, eine Katastrophe für den 21. Dezember 2012 herbeireden zu müssen und viele es glauben. Scheinbar liegt es aber in der Natur der Menschen, solche Stichtage zu suchen, auf die man „hinarbeiten“ kann. Erstaunlich ist jedenfalls, dass die Maya den Tag als Ende des Zyklus erkannt haben, an dem das Zentrum der Galaxis irgendwie mit Sonne und Erde auf einer Ebene liegt (oder so ähnlich), was ja Astronomen erst vor kurzen Zeit bestätgen konnten. Das ist wohl kein Zufall, sondern Ausdruck eines Wissens, das nicht von den Maya alleine stammen kann.
    Der Tag wird somit ein Wendepunkt sein, nicht mehr und nicht weniger, genau so wie jeder 1.1. halt ein Stichtag ist. Was vorher geschah, ist in der Chronik des Vorjahres, was danach geschieht in der Chronik des nächsten Jahres.
    Erkennen wird man Dogmenwechseln wie immer erst im nachhinein, wie man auch die meisten Epochen erst im Nachhinein benannte.

    1. Ich glaube auch, dass wir Menschen gewisse Stichtage brauchen und warum auch nicht? Was mich eher erstaunt ist die Panikmache, das Schüren von Sorgen, von Ängsten um Verlust materiellen Besitzes. Ich weiß noch, dass in den achtziger und neunziger Jahren etliche Bücher und Fernsehbeiträge zum Jahr 1999 erschienen. Auch damals gab es „viel Lärm um nichts“. Das Buch „Weltuntergang 1999“ von Charles Berlitz habe ich damals gelesen, weil auch einiges von Edgar Cayce drin stand. Berlitz nannte so ziemlich die gleichen Reading-Auszüge für 1999, die seit Jahren im Internet für 2012 herangezogen werden.
      Nein, das Wissen um derartige Dinge wie das Ende eines Zyklus kann nicht von den Maya allein stammen, das sehe ich genauso. Und was auch immer nach dem Wendepunkt (nicht mehr und nicht weniger, wie Du so schön sagst) geschieht, wir werden hautnah dabei sein und – hoffentlich zum Positiven – aktiv daran mitwirken.
      Wie wird man wohl diese Epoche einst benennen?

  3. Eine gute Frage, die du da in den Raum stellst. Ich sinne gerade darüber nach. Ich glaube: Ja. Weißt du, gestern, da habe ich eine Doku im TV gesehen, in der hat ein Mann drohend gesagt: „…und es gibt VERDAMMT viel Wut und Hass in Europa.“ Und in Bruchteilen von Sekunden tauchte in meinem Inneren SO deutlich dieser Satz auf: „Ja. Und es gibt auch unendlich viel Liebe in Europa, auf der ganzen Welt.“
    Und es wird immer mehr. Weil immer mehr Menschen beginnen, zu erwachen. Ich glaube, wir kriegen das alles hin, als Kollektiv – eben dadurch, dass wir, jeder für sich, die Liebe in uns selbst wiederentdecken. Stück für Stück, Mensch für Mensch, Generation für Generation.
    Ich weiß noch, wie ich Anfang des neuen Jahrhunderts in Channelings über die bevorstehenden Veränderungen bis 2012 und darüber hinaus las, und dass ich es mir nicht vorstellen konnte, dass all das wirklich so sehr merklich geschehen würde. Und jetzt haben wir 2012 und es ist da diese unglaubliche Veränderung überall auf der Welt. Im Moment mag es wie Chaos scheinen, vielleicht, ganz sicher sogar, ist es das auch irgendwie – aber ich denke, wir bekommen das hin. Ich WILL dran glauben. Ich hoffe es. Einfach, weil es ein unheimlich schöner, natürlicher und heilsamer Gedanke ist, dass es eine Zeit geben wird, in der wirklich jeder ein Bruder oder eine Schwester ist.
    Liebe Grüße an dich – und vielen Dank fürs Teilen dieses schönen Artikels!
    Meike

    1. Hmmm … Deine Begründung für Dein „Ja“ auf meine Frage gefällt mir: „wir kriegen das alles hin … dadurch, dass wir … die Liebe in uns selbst wiederentdecken.“ Ja, genau, genau darum geht es und ich glaube wie Du, dass immer mehr Menschen beginnen, zu erwachen. Ich sehe und erlebe es in meiner TaiChi-Schule, in vielen Blogs, in Gesprächen mit Bekannten, in tollen Filmen, aber auch bei vielen Menschen, die mir einfach so begegnen. Und es ist wunderbar zu wissen, dass es überall Weggefährten gibt, ob ich sie nun kenne oder nicht. Das macht Mut, weiterzugehen, sich inspirieren zu lassen, sich auszutauschen.
      Ich sehe und höre aber auch so viel anderes, und dann beginne ich wieder zu zweifeln. Aber das ist wahrscheinlich eher der Verstand …
      Danke für Deinen schönen Beitrag. Dir auch liebe Grüße,
      Stefanie

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