Über die Liebe, Teil 1

Kürzlich las ich einen inspirierenden Kommentar zu einem anderen Artikel, in dem ich fragte, ob wir für das neue Zeitalter bereit seien. Die Kommentatorin antwortete, in ihrem Inneren sei ganz deutlich dieser Satz aufgetaucht: „Ja. Und es gibt … unendlich viel Liebe in Europa, auf der ganzen Welt. … Und es wird immer mehr. Weil immer mehr Menschen beginnen, zu erwachen. Ich glaube, wir kriegen das alles hin, als Kollektiv – eben dadurch, dass wir, jeder für sich, die Liebe in uns selbst wiederentdecken. Stück für Stück, Mensch für Mensch, Generation für Generation.“

Das hat mich sehr beeindruckt und mir kam spontan der Gedanke, dass ich vielleicht ein winziges kleines bisschen dazu beitragen könnte, und zwar, indem ich das Kapitel „Liebe“ aus dem ersten Band der „Suche nach Gott“-Bücher hier wiedergebe. Das gibt mir Stoff für diese und für die nächste Woche gleich mit 😉 . Und weil ich die Übersetzerrechte an den Büchern nie abgegeben habe, darf ich Auszüge daraus auch wiedergeben, ohne jemandem auf die Füße zu treten 🙂 …

Diese Bücher (es gibt zwei) basieren vollständig auf spirituellen Readings von Edgar Cayce und sind wunderbare Wegweiser für unsere persönliche Weiterentwicklung. Der Text ist sehr christlich geprägt, aber er richtet sich an alle Menschen, die für die Botschaft offen und bereit sind.

Einführung

Liebe ist Gott. Das ganze Gesetz ist in diesen drei Worten erfüllt. Die Menschheit wird eindringlich aufgefordert, diese Eigenschaft zu beachten und zu pflegen, denn durch die Liebe wird das physische Leben vervollkommnet und der Fortbestand des Lebens verwirklicht. Leben ist die wirkende Schöpferische Kraft und Ausdruck der Liebe.

Liebe, göttliche Liebe, ist allumfassend. Wir finden sie im Lächeln eines Babys, das wirklich reine Liebe ist, in der Schönheit eines Liedes und in der Seele, die sich im Lob des Lichtspenders emporhebt. Liebe offenbart sich in der Erfüllung von Pflichten, wenn nicht an persönlichen Gewinn gedacht wird, in ermutigenden Worten an jene, die nach Verständnis suchen und in den Handlungen derer, die aus ihren Talenten das Beste herausholen. Liebe finden wir in einem zufriedenen Herzen, das bereit ist zu warten, bis sich die Zeit erfüllt und das Ideal realisiert werden kann. Liebe, die alles Verstehen übersteigt, finden wir in Seinem Bewusstsein.

Offenbarte Liebe

Es ist das Vorrecht jeder Seele, Freude am vertraulichen Gespräch mit Gott in der Natur zu haben; denn jedes Geschöpf ist eine vollkommene Einheit, in der sich die Schöpferische Kraft ausdrückt.

Christus offenbarte vollkommen die Liebe des Schöpfers. Sein Leben und Seine Lehren sind die Inspiration zur Erneuerung der gesamten Menschheit. Als Kinder Gottes können wir die Liebe Gottes offenbaren, wenn wir Seinem Willen in unserem Leben Platz einräumen. Freude kommt durch Dienen, auch in Schmerz und Leid. Reine, unbefleckte Liebe ist so machtvoll, dass Menschen ihr Leben für andere hingeben. Das Selbst ist vergessen.

Kommt denn, ihr meine Kinder! Hört auf das, was euer Selbst erworben hat, sodass ihr die Rüstung anlegen und fruchtbar in Seiner Liebe sein könnt, der ruft, damit jeder hört, weiß und versteht, dass Gott überall ist und Seine Liebe auch jene umfängt, die ihr Herz verhärten – und dass Er keinen zugrunde gehen lässt; sondern dass jeder sich in der Liebe, die sich auf den täglichen Wegen, in den täglichen Taten jeder Seele offenbart, gedrängt fühlt, das ganze Selbst hinzugeben als Offenbarung von Ihm, dem Meister, der zu dir gesprochen hat! (262-44)

Die Macht der Liebe

Liebe ist die Kraft, welche die Menschheit emporhebt und inspiriert. Kinder verhungern ohne sie. Männer und Frauen welken dahin und verfallen, wenn sie fehlt. Sie kostet nichts, und doch kann ihr Wert nicht mit materiellen Maßstäben gemessen werden. Sie kann einen unglücklichen Menschen aus dem Sumpf der Verzweiflung ziehen und seinen Fuß auf den festen Felsen der Anerkennung und des Dienens setzen.

Liebe ist jene unerklärliche Kraft, durch die Jesus auf die Erde kam, damit die Menschenkinder durch Ihn den Weg zurück zum Vater deutlicher sehen. Durch sie gab der Vater den Sohn hin, damit jeder, der glaubt, das ewige Leben hat. Liebe ist jene dynamische Kraft, in der sich alles offenbart. Sie ist die heilende Kraft, die reinigende Kraft und die Kraft, die alle Dinge segnet, die wir berühren. Wenn unser Herz mit Liebe erfüllt ist, sehen wir in jedem und allem nur Gutes und Reines. Im Anfang schaute die Liebe auf die Erde, sah, dass sie gut war und segnete sie.

Weil die Liebe Gott ist, ist sie unsere unerschöpfliche Quelle. Fehlt sie uns? Lieben wir? Lassen wir es zu, dass uns die Umstände daran hindern, die Gegenwart Gottes zu erkennen? Wenn dies so ist, wie können wir dann überfließende Fülle erwarten, wenn wir den Kanal durch unsere Gedanken und Haltungen blockieren? Wir stehen unserem eigenen Erfolg im Wege. Es mögen sich Umstände ergeben, die scheinbar schwer zu ertragen sind, aber wenn wir erkennen würden, dass wir Mitarbeiter Gottes sind, und dass jeder Umstand in unserem Leben vielleicht ein Problem ist, dem wir uns stellen und das wir überwinden müssen, dann könnten wir innehalten und unsere Segnungen, nicht unsere Sorgen zählen. Nur wenn unser Herz von Liebe erfüllt ist – Liebe zu den Verhältnissen, Liebe zu den Menschen, Liebe zu Gott – dann können wir dies ganz erkennen. Liebe ist Wachstum. Wir können niemals an Wissen und Verständnis wachsen und wahrhaftig Segnungen weitergeben, solange wir nicht in uns selbst jene Dinge ertragen und überwunden haben, bei deren Überwindung wir anderen helfen wollen. Liebe lässt dem Hass keinen Raum und erkennt nichts Böses an, sondern sieht, wie alle Dinge für das Gute zusammenwirken. Die Macht der Liebe ist grenzenlos. Wir allein können Schranken und Grenzen setzen. Wir können sie konstruktiv oder selbstsüchtig anwenden. Wir können entweder unsere Mitmenschen emporheben oder Ideale zerschmettern, Revolutionen entfachen und die Zivilisation zerstören. Alles hängt davon ab, ob wir uns selbst lieben oder bereit sind, unser Leben für andere hinzugeben.

Die Prüfung der Liebe

„Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig … sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.“ Können wir aufrichtig sagen: „Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe, noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“? Der Meister sagte: „Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“ „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ „Liebt eure Feinde … damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn Er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute, und Er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Wer seinen schlimmsten Feind nicht liebt, hat seine Entwicklung noch nicht einmal begonnen. Die Liebe des Vaters ist der goldene Faden, der sich durch die gesamte Schrift hindurchzieht, der sich erweitert und ausbreitet, bis das Gesetz ganz erfüllt ist: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ Die Erfüllung des Gesetzes der Liebe bedeutet mehr, als nur jene zu lieben, die uns lieben, denn wenn wir dies tun, haben wir nicht einmal das Geringste von der göttlichen Liebe verstanden.

Liebe heißt, das Beste in uns zu geben. Wenn uns dann Kränkungen, Verleumdungen oder sogar Verdächtigungen treffen, kann die Liebe nicht die Bedeutung haben, die sie in unseren Erfahrungen haben sollte. Der Meister verlangt, Ihn zu lieben und Seine Gebote zu halten, damit Er immer bei uns bleiben kann, so wie Er immer beim Vater bleibt. Wir alle glauben, wissen und verstehen, dass die Dinge, die uns behindern, durch Selbstsucht verursacht werden. Diese verschließt uns auch den kleinsten Schimmer der Erkenntnis, was Liebe für uns bedeuten sollte. Wenige von uns haben die Liebe gefunden, die uns wahrhaftig frei macht, die uns keine unfreundlichen Bemerkungen machen lässt und verhindert, dass wir durch Dinge, Menschen und Gegebenheiten enttäuscht werden. Wie viel sind wir bereit zu ertragen, zu gehen und zu leiden, damit anderen die Liebe des Vaters bewusst wird?

Fortsetzung folgt

Advertisements

Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

2 Kommentare zu „Über die Liebe, Teil 1“

Wie denkst Du darüber?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s