Über die Liebe Teil 2

Liebe ist Geben

Das Gesetz der Liebe ersetzt keine anderen Gesetze, sondern macht das Gesetz der Belohnung, des Glaubens, der Wirkung irdischer Kräfte – nicht unwirksam, sondern wirksam. Liebe ist jene Eigenschaft der Seele, die uns geben lässt und keine Gegenleistung verlangt. Christus verdeutlichte das in Seinem Leben, Seinem Tode und in Seiner letzten Verheißung nach Seiner Auferstehung: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Wenn die Menschen eine Vorstellung davon erlangen könnten, was es bedeutet zu lieben, wie Er liebt, welcher Frieden würde auf der Erde herrschen!

Wollen wir für einen anderen das Beste, bevor unsere eigenen Wünsche und Sehnsüchte gestillt sind? Können wir in allen, denen wir begegnen, etwas Gutes sehen? Dies ist die Art Christi, Liebe zu zeigen. Wir sind schwach, doch Er will uns Sympathie, Trost und Stärke geben. In Seinem Namen ist Kraft. Wenn wir uns auf Seinen Namen berufen, wenn wir bei Seinen Lehren bleiben, dann wird die Gerechtigkeit (rechtes Denken und Handeln) in uns so stark leuchten, dass alle, die im Dunkeln leben, ein helles Licht sehen werden.

Wir wollen Halt in den Dingen des Geistes suchen, denn sie allein sind ewig. „Die Kinder des Lichtes werden auch jetzt zum Dienst aufgerufen, damit Sein Tag früher komme und nicht viele versagen.“ Erinnern wir uns nicht der vielen Jahre des Dienstes in unserer Familie, bei unseren Freunden, wo jede Tat so von Liebe erfüllt war, dass wir nicht an Erschöpfung dachten? Wenn wir die besten Jahre für sie gegeben haben und nicht mehr gebraucht oder scheinbar nicht mehr gewürdigt werden, füllt dann Traurigkeit unsere Herzen? Wir wollen nicht vergessen, dass ein solcher Dienst niemals vergeblich ist, denn liebevoll wurde er in die Seelen jener eingepflanzt, für die wir arbeiteten. Er wird weiter leuchten, im Leben vieler, die noch ungeboren sind. Die Liebe stirbt nie, sie ist ewig.

Göttliche Liebe übersteigt das Verstehen

Der Grund dafür, dass die Menschheit den Weg zurück zum Vater, den Christus vollendete, nicht ganz anerkennt, liegt zweifellos darin, dass eine so große Liebe, wie sie der Vater für Seine Kinder zeigt, unser Verständnis weit übersteigt. Gott, der Vater, die Erste Ursache in den Erscheinungen Seines Selbst, ließ die Welt, wie wir sie um uns herum sehen, durch Liebe entstehen. Er gab dem Menschen, Seinem Geschöpf, die Fähigkeit, eins mit Ihm zu werden. Diesen Weg zeigte uns Christus, der Fürsprecher beim Vater. Dadurch erkennen wir, dass Gott die Welt so sehr liebte, dass Er Seinen eingeborenen Sohn hingab, damit wir durch Ihn das Leben erhalten – Gott im Überfluss.

… Ihr, die ihr mich gekannt habt, kennt auch meinen Vater, denn ich bin in Ihm, und ihr in mir sollt erkennen, dass die Liebe das Leben wie eine glühende Kohle in einer dunklen und nicht erweckten Welt brennen lässt. Denn zu mir müssen alle kommen, die den Weg finden wollen. Ich bin der Weg. Ihr seid meine Kinder. Ihr werdet im Fleisch durch die in der Welt offenbarte Liebe geboren. Also bleibt Tag für Tag in dem Geiste und Verstand, durch die ihr das Verständnis und Bewusstsein Seiner offenbarten Liebe gefunden habt. (262-44)

Persönliche Erfahrungen

[…] „Ich habe festgestellt, dass das Aussenden von Gedanken der Liebe an alle Menschen und Dinge die gesamte Umwelt verändern kann. Eines Abends war meine Tochter äußerst schwierig. Sie wollte weder lernen, noch irgendeine meiner Bitten befolgen. Ich begann sie anzusehen und ihr Gedanken der Liebe zu senden. Sie schien sehr schnell zu empfangen, denn auf ihrem Gesicht erschien ein Lächeln, und ohne weitere Beschwerden kam sie zum Tisch und begann zu lernen. Augenblicklich änderte sich ihre ganze Einstellung, und sie wurde gehorsam. Nicht ein Wort wurde gesprochen; die Liebe allein hatte gesiegt.“

„Das Gesetz, durch das die Welt entstand, ist das gleiche, das uns zu Freunden aller Geschöpfe Gottes macht. Meine Kinder liebten Haustiere sehr und adoptierten bereitwilligst alle, die ohne Heim oder Freunde waren. Mein Erlebnis handelt von einer herrenlosen Katze, die hin und wieder in unserem Hinterhof erschien. Sie war so verwildert, dass sie sofort weglief, wenn sich irgendjemand näherte. Wir stellten ihr etwas zum Fressen hin, aber sie war so ängstlich, dass sie es nicht wagte, zu fressen, wenn wir sie beobachteten.

Durch unsere beständige Freundlichkeit in unserer Sorge für sie und unsere Liebesbeweise – denn wir hatten begonnen sie zu lieben und zu bemitleiden – legte sie schließlich ihre Furcht ab und gestattete uns, sie zu streicheln und wenn wir es erlaubten, dann kam sie sogar ins Haus. Wir brauchten zwei Jahre, um dies zu erreichen, aber wir hatten Erfolg. Ja wirklich, ‚die Liebe vertreibt die Furcht.’“

Die Kraft der Liebe kann im Leben des Einzelnen in materieller wie in spiritueller Hinsicht wirken, wie die folgende Erfahrung zeigt.

„Jemand, den ich sehr liebte, benötigte dringendst finanzielle Hilfe. Eines Morgens, als mir schien, dass in materieller Hinsicht bereits alles auf mir lastete, was ich ertragen konnte, kam er zu mir und bat mich, ihm hundert Dollar zu leihen. Ich hatte das Gefühl, dass er um mein Letztes bat, denn ich hatte nur wenig mehr auf der Bank, das ich abheben konnte und wusste auch nicht, wann ich wieder etwas bekommen würde. Es kam mir vor, als wäre ich ein Kind und jemand bäte mich um meinen letzten Pfennig, den ich unbedingt behalten wollte.

In meinem Dilemma kam mir der Gedanke, dass ich zur Bank gehen sollte, um ihm das Geld zu geben, denn seine seelische Belastung überwog meinen Wunsch nach Selbsterhaltung. Es folgten viele konstruktive, aber auch gegensätzliche Gedanken. Sollte ich fast alles nehmen, was ich besaß, und einem anderen geben? War ich aufgerufen, ein solches Opfer zu bringen? Schließlich wurde mir das große Opfer bewusst, das für mich dargebracht worden war und die Liebe des himmlischen Vaters für Seine Kinder. Meine gegensätzlichen Gedanken verschwanden und ich fand Frieden. Hatte Er denn nicht verheißen: ‚Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht‘?“

„Die Kraft der Liebe formt allmählich unser aller Leben. Ich weiß das durch ihren Einfluss, der mir Tag für Tag hilft, Seine Liebe zu zeigen und so zu leben, dass Er durch meinen Dienst an anderen verherrlicht wird.“

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

2 Kommentare zu „Über die Liebe Teil 2“

  1. Und immer wieder fällt es uns schwer zwischen Liebe und der bedingungslosen, göttlichen Liebe zu unterscheiden. Vermeintliche menschliche Liebe kann ja leider sogar fast Hass bedeuten, wie es sich im Extremfall von Stalking darstellt. Einen Menschen zu lieben, könnte ja im Extremfall umgekehrt bedeuten, ihn gehen zu lassen, weil man weiß, dass es für ihn oder beide das Bessere wäre, die Bedingungslose Liebe beobachtet nur, und nimmt alles bejahend zur Kenntnis. Trotzdem ertappt man sich ja immer wieder selbst dabei, wie schnell man die Varianten der Liebe vermischt.

    1. Ich denke, dass Stalking reichlich wenig mit Liebe, wie auch immer man sie verstehen mag, zu tun hat. Eher könnte man „Besessenheit“ sagen, die auf Angst basiert.
      Meiner Meinung nach beinhaltet Liebe tatsächlich unbedingt „loslassen können“, „gehen lassen“, wie Du sagst, denn nur wenn wir loslassen, können wir frei sein und viele Dinge im richtigen Licht sehen. Nur wenn wir (ab)geben, können wir auch (erwartungsfrei) empfangen.
      Ich glaube, an der bedingungslosen Liebe können wir alle noch arbeiten…

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