Die Akasha-Aufzeichnungen

Es gibt viele Spekulationen, was die Akasha-Aufzeichnungen (hierzulande üblicherweise “Akasha-Chronik” genannt) eigentlich sind. Das Wort “Akasha” hat seinen Ursprung im Sanskrit und bedeutet “Äther”. Seine Wurzel ist “kash”, was “leuchten, strahlen” bedeutet.

Auch in Edgars Umfeld beschäftigte man sich mit diesem Thema und natürlich war man neugierig, wie Edgar in Trance die Akasha-Aufzeichnungen definieren würde. In Reading 2533-8 wurde er zu mehreren damals diskutierten Begriffen befragt:

Was ist gemeint mit:
12. (F) Dem Buch des Lebens?
(A) Die Aufzeichnung, welche die individuelle Wesenheit selbst in das Gespinst von Raum und Zeit schreibt, durch Geduld – und die geöffnet wird, wenn das Selbst sich auf das Unendliche eingestimmt hat, und von jenen gelesen werden kann, die sich auf dieses Bewusstsein einstimmen.
13. (F) Die Rollen von Graphael?
(A) Die Aufzeichnungen eines Individuums als Erzengel. Die Aufzeichnungen von jenen Aktivitäten mit dem Verkünder, dem Weg, in Verbindung mit dem CHRISTUS-BEWUSSTSEIN.
14. (F) Das Buch der Erinnerungen Gottes?
(A) Dies ist das Buch des Lebens.
15. (F) Die Akasha-Aufzeichnungen?
(A) Jene, die vom Individuum getätigt werden, wie soeben angegeben.

Edgar betont aber auch: “Das Lesen oder die Deutung einer solchen Akasha-Aufzeichnung bzw. [eines solchen] kosmischen Abdrucks bzw. solcher Einflüsse hängt von der Fähigkeit des Deutenden ab, die gleiche Kraft anzunehmen bzw. sich auf die gleiche Schwingung einzustimmen, um in der Lage zu sein, diese zu übersetzen oder zu deuten.” (Reading 378-13)

Er warnt in Reading 288-27:

4. Gedanken sind Taten. Taten sind Aktivitäten entweder des mentalen, des physischen oder des spirituellen Lebens einer Wesenheit. […] Diese [Akasha-] Aufzeichnungen sind NICHT wie Bilder auf einer Leinwand, nicht wie schriftliche Worte, sondern wie aktive Kräfte im Leben einer Wesenheit und sind OFT – wie vermutet werden kann – mit Worten NICHT ZU BESCHREIBEN; es sei denn von jemandem, der mit ernsthaftem Streben SUCHT, durch einen Kanal, der in Berührung MIT dem gesamten Umfeld ist. […] Es wird der VERSUCH gemacht, der häufig eine unzureichende Weise darstellt, das auszudrücken bzw. dem Bedeutung zu verleihen, [was] der Wesenheit oder dem Individuum, die/das um diese Informationen ERSUCHT, übermittelt werden SOLL! Nichtsdestotrotz ist es KORREKT – doch wie schon so oft durch diese Kanäle gegeben, macht nicht den Fehler, zu versuchen, SPIRITUELLE Deutungen mit dem MATERIELLEN Verstand [Mind] wahrzunehmen, noch MATERIELLE Deutungen mit dem spirituellen Verstand [Mind].

Es wird oft gesagt, dass Edgar in der Lage gewesen sei, auf die Akasha-Aufzeichnungen zuzugreifen. Im Reading 254-2 (siehe Die Gabe und das Werk) scheint Edgar dies selbst zu bestätigen, wenn er über sich sagt: “Er erhält seine Informationen durch das, was zusammengetragen wurde.” Schaut man sich die zahlreichen Lebens-Readings an (d.h. die Readings, die er für einzelne Personen gab, die etwas über ihr Leben erfahren wollten), so erscheint das durchaus glaubhaft. Typischerweise fingen solche Readings immer so an: “Ja, wir haben die Aufzeichnungen …”, und konnte dann so weitergehen:

Reading 3506-1:
3. Ja, wir haben die Aufzeichnungen von der Wesenheit, die jetzt als [3506] bekannt ist bzw. so gerufen wird.
4. Eine schlechte Wahl, als die Wesenheit beschloss, ihren Namen in [der Name nach Eheschließung] zu ändern.
5. Wir geben die Deutung der Aufzeichnungen, wie wir sie hier finden; diese werden von manchen Akasha-Aufzeichnungen genannt, im Sinne des Buches des Lebens. Und so stellen wir fest, dass das Buch des Lebens für die Wesenheit derzeit sehr wechselhaft erscheint.
6. Wie angegeben wird, ist die Wesenheit sehr vielversprechend, mit großartigen Fähigkeiten auf vielen Aktivitätsgebieten. In der Musik, in der Fähigkeit anschaulicher Darstellung oder Schauspielerei, oder als Vorleserin, Vortragende, wäre die Wesenheit auf ganz wunderbare Weise erfolgreich gewesen. […]

Oder auch so:

Reading 2067-2
2. Edgar Cayce: Ja, wir haben die Aufzeichnungen hier, von der Wesenheit, die jetzt als [2067] bekannt ist bzw. so gerufen wird.
46. (F) Uns wird gesagt, dass das Wassermann-Evangelium von Jesus Christus direkt den Akasha-Aufzeichnungen entnommen wurde. Ist dies historisch wahr und sollte ich die Tatsachen in meinem Buch angeben?
(A) Es ist die Erfahrung eines Individuums bzw. von Levi, der in dieser Erfahrung war und aus seiner eigenen Erfahrung schrieb. Für ihn war es eine wirkliche Tatsache.

Und zum Schluss noch eine ungewöhnliche Prophezeiung in Reading 443-5:

20. (Frage) Was durch diesen Kanal gegeben wurde, fassen wir so auf, dass die Akasha-Aufzeichnungen im Äther aufgezeichnet sind. Kann also nicht ein Gerät erfunden werden, um es in den Äther zu induzieren und so die Akasha-Aufzeichnungen anzuzapfen?
(Antwort) Aber dies wäre eine Induktion bzw. ein Rückschritt, während DIES sich bei diesem speziellen Instrument hier [Edgars Gabe] entfaltet – bzw. ein Nehmen und Herausgeben von dem in der derzeitigen Aktivität ist. Es würde aber eher eine abgewandelte oder unterschiedliche Form erfordern, die jedoch vieles von der gleichen Theorie nutzt, wie sie hier in dieser Aktivität genutzt bzw. gezeigt wird. Und dennoch kann dies getan werden – wird es schließlich auch!

Werden wir also eines Tages alle auf die Akasha-Aufzeichnungen zugreifen können?

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

2 Kommentare zu „Die Akasha-Aufzeichnungen“

  1. Das ist ein sehr interessanter Artikel und eine spannende Frage, die du da stellst. Der Ausschnitt aus Reading 2067-2 berührt mich sehr tief – ich denke, das sagt so viel mehr aus als man zuerst annehmen mag. „Für ihn war es eine wirkliche Tatsache…“ – das bestätigt mir: WIR erschaffen, WIR verwandeln, WIR entscheiden. Und wenn wir uns dafür bereit fühlen, werden wir auch auf die Akasha-Aufzeichnungen zugreifen können. Und ich glaube, wir tun es vielfach auch schon – in Teilstücken freilich, und fast immer unbewusst, aber ich glaube wir tun es bereits…
    LG, Meike

    1. Hmmmmm … ehrlich gesagt habe ich da noch nie drüber nachgedacht – ich meine, dass wir vielleicht schon jetzt, meist unbewusst, auf die Akasha-Aufzeichnungen zugreifen. Aber klar, wenn wir es schaffen, uns auf die gleiche Schwingung einzustimmen … und das tun wir ja häufig, in vielen Träumen, in der Meditation, im Gebet, wenn wir unsere Gedanken ruhen lassen etc. … komisch, nicht wahr, dass du mich sozusagen mit der Nase darauf stoßen musst, obwohl ich doch weiß, dass Edgar immer sagte, er täte nichts, was wir nicht auch tun könnten … Danke für diesen Anstupser!
      LG, Stefanie

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