Er kam zu Seinesgleichen

Licht

Über dieses Reading zu Weihnachten 1936 bin ich sozusagen gestolpert. Ich war nur auf der Suche nach ein paar schönen, handfesten Zitaten. Als ich diesen Text jedoch überflog, überkam mich das dringende Bedürfnis, ihn zu übersetzen und hier im Blog einzustellen. Warum? Weil ich mich beim Lesen fast überfordert gefühlt habe. In diesem Reading stecken so viele Informationen in so geballter Ladung, dass einem fast schwindelig werden könnte. Wenn man all diese Gedanken, die Edgar da anspricht, weiterspinnen würde … aber was mich betrifft, so geht das nur intuitiv. Das habe ich auch beim Übersetzen gemerkt. Es ist – wie bei fast allen Readings aufgrund ihrer eigentümlichen Satzstruktur – unglaublich schwer, die ursprüngliche Aussage in der Übersetzung beizubehalten und sie trotzdem einigermaßen verständlich lesbar zu machen. Ich schaffe das nur, wenn ich mich ganz in die Botschaft hinein begebe. Und da entdecke ich dann Dinge …

Damit Ihr wirklich alles, was darin steckt, erfassen könnt, möchte ich Euch hier einige Tipps geben, die auch englische Muttersprachler beherzigen und die mir gerade beim Übersetzen immer wieder eine große Hilfe sind:

– Verringert Euer Lesetempo.
– Druckt das Reading aus und lasst beim Lesen einzelne Abschnitte auf Euch wirken.
– Lest Abschnitte, die ihr beim ersten Mal nicht verstanden habt, nochmal in Ruhe durch.
– Wenn etwas unklar ist, legt den Text weg und nehmt ihn später nochmal zur Hand.

Das Reading wurde für Christen in den USA gegeben und Edgar stellte sich in seinen Readings immer auf die jeweilige Vorstellungswelt der Fragenden ein. Meiner Meinung nach richtet es sich aber an alle Menschen, die auf der Suche sind (und wer von uns ist das nicht?). Das so genannte “Christus-Bewusstsein”, das in jedem einzelnen Menschen steckt und von dem Edgar häufig spricht, ist ein Konzept. “Christus” ist nicht auf das etablierte Christentum beschränkt. „Christus“, das bedeutet im wörtlichen Sinne “Gesalbter”, im übertragenen Sinne Erlöser, Retter oder auch Erleuchteter. Was das für jeden einzelnen von uns bedeutet, müssen wir selbst herausfinden.

Mich persönlich hat Abschnitt 4 am meisten beeindruckt: “…es gab niemals eine Zeit, in der es keinen Christus und kein Weihnachten gab.” Spontan erinnerte ich mich an ein anderes Reading, in dem Edgar sagte: “Alle Zeit ist eine Zeit(294-45). Und ich erhaschte einen kurzen Blick in die Ewigkeit …

TEXT VON READING 262-103
Dieses geistige Reading wurde von Edgar Cayce im Haus der Edmonds, 611 Pennsylvania Ave., Norfolk, Va., an diesem 20. Tag im Dezember 1936 auf Anfrage der Anwesenden gegeben.
ANWESEND
Edgar Cayce; Gertrude Cayce, Leiterin; Gladys Davis, Steno.; Hannah Miller, Florence & Edith Edmonds, Frances Y. Morrow, Hugh Lynn Cayce, Helen Storey und Helen Ellington.
READING
Uhrzeit des Readings 15:20 bis 15:50 Uhr Zeitzone Osten der USA.

1. Gertrude Cayce: Du hast vor dir die Mitglieder der ersten Norfolk-Studiengruppe, die sich hier versammelt haben, um ein Reading zu erhalten, das ihnen zu einem besseren Verständnis und einer tieferen Einsicht bezüglich der Geburt von Jesus, dem Christus, verhelfen soll, die in dieser Woche zu Weihnachten 1936 gefeiert wird.

2. Edgar Cayce: Ja, wir haben die hier versammelte Gruppe und ihre Wünsche sowie ihr Streben als Gruppe, als Individuen.

3. Wir sagen also diesen, die mehr über jene Umstände, jene Verhältnisse rund um das, was ihr die erste Weihnacht nennt, wissen möchten: Lasst euch nicht verwirren. Denn für euch mag es die erste Weihnacht sein, doch wenn es die erste wäre, so gäbe es eine letzte; und ihr würdet nicht anbeten, ihr würdet nicht festhalten an dem, was geschehen ist.

4. Denn es gab niemals eine Zeit, in der es keinen Christus und kein Weihnachten gab.

5. Doch legen wir aus, was dieses Fest – diese Geburt von Jesus, der zum Christus wurde – für diese Welt bedeutet: Was die Umstände angeht, so wurde diesbezüglich viel von den Schreibern der Evangelien, insbesondere von Lukas, aufgezeichnet; doch es kann nur ein wenig vollkommenes Konzept zusammengestellt werden, wenn ihr nicht als Individuen danach strebt zu erfahren, was ein solches Erscheinen für euer Leben als Individuen bedeutete oder bedeutet.

[…]

Hier findest Du das vollständige Reading:
Weihnachts-Reading 262-103

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

7 Kommentare zu „Er kam zu Seinesgleichen“

  1. DANKE auch von mir. Ich habs gerade gelesen und ich nehm die Worte jetzt mit ins Bett, damit es noch ein wenig nachwirken kann. Das hat mich sehr berührt, ja, es hat mich ERREICHT. Danke…

    1. Mit Eurem „Danke“ macht Ihr mir alle ein großes Geschenk! Das ist so großartig, Meike, dass es dich ERREICHT hat! Ja, das Bett ist genau der richtige Ort, um solche Worte auf sich wirken zu lassen. Weißt Du, was ich schön fand? Dass die Herbergsleute nicht die bösen sind, die dem Licht keinen Raum geben wollten, sondern dass es im Gegenteil richtig war, da ja kein Raum den halten kann, der zu uns gekommen ist. Es hat in der Tat alles seinen Sinn…
      LG von Stefanie

  2. DANKE, Stefanie!
    Ich muss gestehen, ich habe schon sehnsüchtig darauf gewartet 🙂
    Jetzt ist das Reading ausgedruckt und ich werde es ganz in Ruhe lesen und auf mich wirken lassen.
    Was mir immer mehr bewusst wird ist, dass ALLES bereits IN MIR ist. Ich brauche nicht mehr im Außen suchen. Die Erlösung, der Frieden, die Wahrheit ist bereits da – in mir. Dass ich das erkennen durfte, lässt mich sehr dankbar werden.

    Liebe Grüße,
    Kerstin

    1. Hab ich gerne gemacht, Kerstin! Viel Freude und Inspiration beim Lesen wünsche ich Dir! Ist es nicht ein Geschenk, dieses Bewusstwerden, dass alles bereits in uns ist? Die äußeren Dinge sind eine Hilfestellung, mehr nicht. Theoretisch wusste ich das schon lange, aber so richtig bewusst ist es mir erst in den letzten Jahren geworden. Welch ein Geschenk, für das wir in der Tat sehr dankbar sein dürfen!

      Liebe Grüße von
      Stefanie

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