Rückschau

Ist wirklich schon wieder ein Jahr um? Zeit ist schon etwas Seltsames, mal scheint sie langsam zu vergehen und manchmal viel zu schnell. Was für eine wackelige Krücke die Zeit ist, erkennen wir daran, dass jeder sie anders erlebt und dass man sie – rein subjektiv gesehen, sogar „dehnen“ kann (unter anderem damit habe ich in diesem Jahr herumexperimentiert 😉 )

Angeregt von Meikes Artikel bei Vivendo möchte ich ein wenig Rückschau halten. Denn obwohl ich beschlossen habe, ganz im Jetzt zu leben, tut es mir doch gut, auf die Erlebnisse zurückzublicken und zu erkennen, wofür sie gut waren und wie sie mich in meiner Entwicklung weitergebracht haben. Ich hatte zwei Leitmotive für dieses Jahr. Das eine lautet: „Nicht das Ereignis zählt, sondern unsere Reaktion darauf!“ Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, aber es hat mich sehr beeindruckt. Jeder Umstand hat nur die Bedeutung, die ich ihm gebe. Das ist mir in diesem Jahr sehr bewusst geworden, denn wie bei so vielen Menschen in diesem als besonders empfundenen Jahr, ist auch auf all meinen Seinsebenen unglaublich viel geschehen, Schönes und nicht so Schönes. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich kann einfach nicht mehr, meine Belastbarkeitsgrenze ist erreicht. Ich glaube, ich habe seit Jahrzehnten nicht mehr so viel geweint wie in diesem Jahr. Auf der anderen Seite habe ich mich in den letzten Jahren nur selten so geborgen gefühlt – geborgen in der universellen Macht, die mich immer wieder auffängt und mit deren Hilfe ich Menschen und Bücher/Texte in mein Leben ziehe, die es bereichern – in diesem Jahr mehr als je zuvor. Und ich durfte anderen Menschen zur Seite stehen und ihr Leben verschönern. Ich erkannte die Wahrheit von Edgars Aussage, „wie du gibst, so besitzt du. Denn die Seele besitzt nur, was sie gegeben hat.“ (5563-1)

Das andere Leitmotiv stammt aus Reading 531-1: „Tritt beiseite und sieh dich selbst vorübergehen!“ Ich erkannte, dass ich all die Menschen, die mich in diesem Jahr so viele Nerven und Tränen gekostet haben, selbst in mein Leben gezogen hatte – durch meine Gedanken, durch meine Worte, durch meine Handlungen. Das tat schon manchmal weh. Doch immer, wenn ich dachte, jetzt geht es wirklich nicht mehr, trat jemand/etwas in mein Leben – ein hilfreicher Mensch, ein aufbauender Text, ein aufschlussreiches Buch – und gab mir Auftrieb. Auch dieser Blog war mir eine Stütze, denn nun war es nötig, mich noch intensiver als zuvor mit den Themen aus den Readings zu beschäftigen (schließlich soll das, was ich da von mir gebe, ja Hand und Fuß haben 😉 ). Und durch diesen Blog lernte ich wieder neue Menschen kennen, die so wie ich bewusst auf dem Weg sind und mich in vielerlei Hinsicht sehr inspiriert haben. An dieser Stelle möche ich Euch danken – für Eure Beiträge, Eure Kommentare, Eure eigenen Blogs!

Ganz besondere Bedeutung hat in diesem Jahr auch dieser Sinnspruch von Christian Morgenstern für mich gewonnen: „Man sieht oft etwas hundert Mal – tausend Mal – ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.“ So ging es mir zum Einen mit der Aussage von Edgar Cayce: „Erlaube anderen nicht, dir die Entscheidungen, die du getroffen hast, auszureden“ (3018-1). Deren Bedeutung erfasste ich erst richtig, nachdem mir bewusst geworden war, dass ich während der Kernsanierung des alten Familienhauses nur allzu oft auf Ratschläge Älterer und so genannter Fachleute gehört hatte, die gar nicht meiner eigenen Intuition entsprachen. Hätte ich auf meine Intuition gehört, wäre mir manches erspart geblieben … aber auch dies waren wertvolle Erfahrungen, an denen ich gereift bin. Zum anderen geht es mir mit Bekannten, Freunden, Verwandten so – ich nehme wertvolle Züge an ihnen wahr, die mir vorher nie so aufgefallen waren. Und ich beobachte mehr – mich selbst, mein Umfeld, andere. Welch ein Geschenk!

Bin ich für dieses Jahr dankbar? Ja, aus ganzem Herzen ja. Ich bin froh, dass es in wenigen Stunden vorbei ist, aber es hat die Voraussetzungen für das kommende Jahr geschaffen. Das inzwischen so abgenutzte Wort „Bewusstseinserweiterung“ hat für mich eine besondere Bedeutung gewonnen, und 2013 kommen all die Samen, die gekeimt sind, zur Blüte. Darauf freue ich mich sehr!

Und der Ausblick für diesen Blog? Er startet mit einem Rückblick auf Eure und meine ganz persönlichen Favoriten. Da ist als erster der Artikel „Was hat Edgar Cayce über 2012 gesagt“ zu nennen, der sieben Wochen lang unangefochten auf Platz 1 der am häufigsten aufgerufenen Posts stand. Auf die in diesem Post angesprochenen Themen werde ich 2013 bestimmt näher eingehen. Ebenfalls häufig aufgerufen wurde „Haltet Ausschau danach“, in dem ich ein Reading beleuchte, dessen Angaben immer wieder auf unsere Zeit, insbesondere auf die Unruhen im Nahen Osten, bezogen werden. Manche meinen gar, es wäre von einem „dritten Weltkrieg“ die Rede. Darauf gehe ich in diesem Reading ein: „Die Macht ist mit uns“. Sehr intensiv empfinde ich den Artikel „Gott in den Cayce-Readings“, in dem es heißt, wir seien „Götter in der Entwicklung“! Auch „Edgar und die Meditation“ ist sehr aufschlussreich. Der Post „Sei FROH“ sollte uns zu denken geben … und zurzeit unschlagbar auf Platz 2 der Statistik ist der letzte Artikel „Er kam zu Seinesgleichen“.

2013 startet mit einem Post über „Einssein“ (Oneness) am 8. Januar. Auch das Thema „Geduld“ steht ganz hoch im Kurs. Weitere Themen könnten sein: Universelle Gesetze, Chakren, Ägypten mal anders, Träume und Traumdeutung, außersinnliche Wahrnehmung, Gesundheit. Außerdem plane ich ein Gewinnspiel. Und wenn eine/r von Euch einen Themenwunsch hat, erfülle ich ihn gerne! Meldet Euch einfach.

Tja, was soll ich sonst noch sagen? Mir war immer wichtig, Edgar Cayce nicht als Propheten und Medium, sondern als Mystiker vorzustellen, in dessen Readings der Mensch und seine Beziehung zu seinen Mitmenschen und zu den Schöpferischen Kräften im Vordergrund steht. Ich hoffe, dass mir das in diesem Jahr ein wenig gelungen ist. Und so möchte ich Euch diese Aussage aus Reading 262-116 mit auf den Weg ins neue Jahr geben:

„Jeder hier, mit nur wenigen Ausnahmen (und diese wissen es in ihrem eigenen Herzen), fühlt den inneren Frieden, der aus der Meditation über den Wunsch entsteht, zu sein, was Gott durch die Verheißungen im Christus-Jesus für euch vorgesehen hat: Bringt euer Leben, eure Beziehungen zu euren Mitmenschen, immer mehr in Einklang mit dem Geist der Weihnacht, mit dem Gebot, das Er gab: ‚Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander, so wie ich euch liebe.‘ [vgl. Joh 15:12]

Viele lohnenswerte Erfahrungen im neuen Jahr wünscht Euch Eure
Stefanie

© Artenauta - Fotolia.com

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

2 Kommentare zu „Rückschau“

  1. Ach mensch, irgendwie habe ich es bisher versäumt, dir hier auf deinem Blog auch ein schönes neues Jahr mit vielen lohnenswerten Erfahrungen zu wünschen. Das hole ich hiermit nach. (Ich mag den Ausdruck „lohnenswert“ in diesem Zusammenhang.)
    Ein schöner Artikel.
    Bezüglich der Sache mit der Zeit (du erinnerst dich…das Dehnen eben dieser) habe ich erste Erfahrungen gemacht und es ist ganz spannend – ich will noch ein bisschen beobachten, aber dann will ich dir bald unbedingt mal davon schreiben. 🙂
    Liebe Grüße!

    1. Geht es Dir auch so wie Michael, dem die Zeit davongelaufen ist? 😉 Lieben Dank für Deine guten Wünsche! Ich war gar nicht sicher, ob ich überhaupt so viel von mir preisgeben sollte – aber nun bin ich froh, das ich’s getan hab.
      Oh ja, bitte schreib mir von Deinen Erfahrungen mit dem Dehnen der Zeit, ich bin schon irre gespannt! Ich bin ja auch immer noch dabei, Erfahrungen damit zu sammeln. Manchmal kommt es mir so vor, als ob sich die Welt irgendwie in Zeitlupe dreht und ich als einzige in Normalgeschwindigkeit alles erledigen kann, was ich erledigen muss. Und manchmal habe ich alles geschafft und wundere mich rückblickend, wieviel Zeit ich noch habe…
      Auch Dir liebe Grüße!

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