Der Fotograf

Die Liebesgeschichte muss noch warten! Wenn sich die Auftragsarbeit türmt, habe ich einfach nicht die Ruhe, Euch eine romatische Geschichte zu erzählen, und zurzeit geht es mal wieder hoch her. Als Trost möchte ich Euch einige Fotos zeigen, die Euch einen kleinen Einblick in Edgars Berufsleben verschaffen.

Edgar war ein Lebenskünstler – er besaß die Fähigkeit, aus allem, was er tat, das Beste zu machen. Mit 15 Jahren verließ er die Schule und arbeitete eine Weile auf der Farm eines Onkels in seinem Geburtsort Beverly bei Hopkinsville in Kentucky. Später war er als Buchverkäufer, Schuhverkäufer und schließlich als Versicherungsvertreter beschäftigt. Bei dieser Tätigkeit zog er sich ein langwieriges Kehlkopfproblem zu, das ihn zwang, die Stelle aufzugeben. Ein Freund bat ihm eine Ausbildung zum Fotografen an, da brauchte er nicht viel sprechen (das Kehlkopfproblem wurde übrigens später mithilfe eines Readings geheilt – in Trance konnte Edgar ganz normal sprechen und nannte eine Lösung).

Glück im Unglück: Edgar entdeckte sein Künstlertalent und wurde ein echter Könner, der mehrfach Auszeichnungen für seine Bilder erhielt. Er fotografierte alles, drinnen und draußen – Gebäude, Gegenstände, Menschen. Nach seiner Heirat betrieb er in mehreren Städten im Süden der USA sehr erfolgreich eigene Fotostudios. Alle seine Kunden waren von seiner freundlichen Art, mit Menschen umzugehen, begeistert. Er brachte selbst sehr unruhige Kinder dazu, still dazusitzen und sich fotografieren zu lassen und er wusste, wie man Menschen gelungen in Szene setzt. Seine Frau Gertrude kümmerte sich um die Finanzen (Edgar konnte mit Geld nicht umgehen) und kolorierte, sofern gewünscht, die Fotos, die Edgar erstellte – Farbfotografie gab es ja damals noch nicht!

Wenn man sich heute Bilder anschaut, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gemacht wurden, so denkt man vielleicht, was ist schon dabei? Das kann ich besser! Vielleicht – vielleicht aber auch nicht? Schon gar nicht mit den Mitteln, die damals zur Verfügung standen …

Camera obskura Fotografieren war damals ja sehr zeitaufwändig. Erstmal musste man das zu fotografierende Objekt richtig in Szene setzen oder sich selbst entsprechend positionieren. Dann stellte man sich hinter ein hohes Stativ, eine Kiste mit Linse und einer mehr oder weniger komplizierten Mechanik im Inneren, nahm eine Platte, die das zu belichtende Material enthielt, schob sie von oben in die Kamera und anschließend verschwand der Kopf unter einem schwarzen Tuch. Blickte man dann durch das Objektiv, sah man zu allem Überfluss auch noch alles auf dem Kopf stehen!

Und bei Innenaufnahmen musste man stark brennbares Blitzlichtpulver in einer speziellen Metallschale verwenden – das war nicht ungefährlich!

Wenn dann der Fotograf endlich soweit war, musste(n) die Person(en) gaaaanz stillhalten, damit das Foto nicht verwackelt wurde, denn bis die richtige Belichtung erreicht war, dauerte es schon ein paar Sekunden. Jaja, das waren noch Zeiten, als noch nicht jeder „drauflos knipsen“ konnte und echten Fotokünstlern längst nicht so viele Möglichkeiten zur Verfügung standen wie heute! Können wir uns das überhaupt noch vorstellen?

Ich habe von der Edgar Cayce Foundation (ECF) in Virginia Beach die Erlaubnis erhalten, Euch nachfolgend drei Fotos zu zeigen, die Edgar selbst fotografiert hat und die ich wirklich sehr schön finde, weil sie einerseits Edgars Liebe zu außergewöhnlichen Motiven zeigen und andererseits seinen Schönheitssinn offenbaren. Das Mädchen, das im weißen Kleid auf einer Bank sitzt, ist übrigens Edgars jüngste Schwester Sarah.

Für die meisten Menschen, die Edgar während seiner Zeit als Fotograf kannten, war er ein liebender Familienvater, erfolgreicher Fotograf und charismatischer Sonntagsschullehrer. Dies war das normale Leben, das ihm gefiel. Doch seine Fähigkeiten als Seher holten ihn immer wieder ein, bis er begriff, dass er sich ihnen nicht auf Dauer entziehen konnte. Ungefähr ab 1921 widmete er sich „hauptberuflich“ seiner Gabe als Seher. Heute weiß kaum noch jemand etwas von seinem anderen, ganz großen Talent, das er über 25 Jahre lang mit Begeisterung pflegte: der Fotografie.

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

4 Kommentare zu „Der Fotograf“

  1. Die Bilder sind wunderschön.
    Ich würde mich freuen wenn ich mehr seiner Bilder sehen könnte.
    Wo kann ich sie finden?

    1. Hallo Vita, ja, die Bilder sind wirklich wunderschön, ich bewundere sie auch sehr. Es ist ein echtes Privileg, dass ich sie für den Artikel verwenden durfte – ich hatte die ausdrückliche Genehmigung von der Edgar Cayce Foundation in Virginia Beach erhalten. Die Foundation hat zahlreiche Bilder in ihren Archiven, die jeder Interessierte dort einsehen kann, von denen jedoch nur wenige veröffentlicht wurden. So gibt es z.B. das Fotobuch „Edgar Cayce’s Photographic Legacy“, in dem viele Fotos unter anderem auch von Edgar Cayce selbst zu finden sind. Vor einiger Zeit ist eine Video-Serie herausgekommen, die sich „Treasures from the Vault“ (Schätze aus dem Tresorraum) nennt und in der der Cayce-Biograph Sidney Kirkpatrick unter anderem auch Fotos zeigt. Hier ist der Link, ab Minute 2.16 kommt die Sequenz mit den Fotos: http://edgarcayce.org/vault/ Es ist wirklich faszinierend – ich war dort und durfte selbst zahlreiche Aufnahmen machen. Viel Freude beim Anschauen!

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