Suche nach Gott

Letzte Woche war es endlich soweit, freu, freu: Die zweite Auflage der beiden „Suche nach Gott“-Bücher ist erschienen! Warum ich mich so freue? Weil in den letzten Jahren immer mehr Menschen die Gelegenheit hatten, diese wunderbaren Bücher zu erwerben und ich mich wirklich dafür ins Zeug gelegt habe. Äh – vielleicht sollte ich doch lieber am Anfang beginnen?

Schon öfters habe ich aus den Büchern zitiert, wie zum Beispiel hier, hier oder auch hier. Wenn Ihr also Leseproben braucht, werdet Ihr bei mir durchaus fündig. 😉 Aber habe ich Euch eigentlich schon erzählt, wie diese Bücher entstanden sind? Nein? Interessiert es Euch überhaupt? Ach, egal, ich erzähl’s trotzdem!

Obwohl als Autor der Bücher Edgar Cayce genannt wird, wurden sie von einer Gruppe von Menschen zusammengestellt, die 1931 auf Edgar zukamen und ihn um Readings baten, die ihnen helfen sollten, spirituell zu wachsen und hellsichtiger zu werden. Edgar erklärte sich einverstanden. Wahrscheinlich hatte aber keiner der Beteiligten geahnt, was für tiefgreifende Auswirkungen ihr Wunsch haben sollte! Gleich im ersten Reading wurde deutlich, worum es geht:

Edgar: „Ja, wir haben die Gruppe – als Gruppe – wie sie hier versammelt ist und danach strebt, ein Kanal zu werden, damit sie, als Gruppe, als Individuen, ein Licht in einer wartenden Welt sein – und es in sie bringen – mögen.“ (262-1)

Und weiter: „Einigen ist es gegeben, Lehrer zu sein, anderen ist es gegeben, Heiler zu sein, wieder anderen ist es gegeben, Deuter zu sein. Möge jeder also seine Aufgabe, seinen Teil gut erfüllen, auf die Weise, die ihm gegeben ist, in dem Wissen, dass er […] in seiner eigenen jeweiligen Betätigung und seinem Wirkungsfeld zu einem Licht wird.“

In den folgenden 11 Jahren erhielt die Gruppe, die später als „Study Group #1“ bezeichnet wurde, insgesamt 130 Readings der Serie 262, um damit zu arbeiten und die Konzepte in ihrem Leben praktisch umzusetzen. Aus diesen Readings entstanden in jahrelanger Arbeit die beiden Bücher, welche die Botschaften in jeweils zwölf Kapiteln zusammenfassen.

Mit der Zeit wurden die Studiengruppen in den USA immer zahlreicher und viele Suchende begannen auch in Einzelarbeit, sich mit den Themen auseinanderzusetzen. In den achtziger Jahren wurden die Bücher, angeregt von einem begeisterten Deutsch-Amerikaner, erstmals ins Deutsche übersetzt und in Manuskriptform (DinA4, schreibmaschinengetippt) in geringer Auflage und weitgehend unbemerkt veröffentlicht. Obwohl die Übersetzung von einem Sprachwissenschaftler stammte, wies sie zahlreiche Mängel auf. Einer davon war die erschwerte Lesbarkeit. In dem Bemühen, nichts von der Botschaft auszulassen, war das Englische manchmal allzu wörtlich übersetzt worden, was im Deutschen zu Verständnisproblemen und auch Missverständnissen führte.

Der 1995 gegründete Edgar-Cayce-Freundeskreis war jahrelang bemüht, genügend Spenden zusammenzutragen, um eine Überarbeitung zu finanzieren. Im Jahr 2001 war es dann soweit: Ich erhielt den Zuschlag für die Überarbeitung, die faktisch zu einer Neuübersetzung wurde. Das Anliegen des Freundeskreises war eine gute Lesbarkeit, ohne die Textaussagen aufzuweichen. Fleißige Korrekturleser unterstützten mich dabei, Umschlaggestaltung und Klappentext waren „Gemeinschaftssache“. Wir hatten allesamt viel Spaß und das Ergebnis konnte sich sehen lassen!

2003 wurde der erste Band veröffentlicht, 2005 der zweite. Im Jahr 2006 erklärte sich zu meiner großen Freude der Syntropia Buchversand bereit, den Vertrieb der Bücher zu übernehmen. Das bedeutete: mehr Werbung, mehr Interessierte, mehr Leser. Mitte 2013 waren die Bücher bis auf eine geringe Menge ausverkauft und eine 2. Auflage stand an, die der dem Buchversand angeschlossene Synergia-Verlag realisierte. Der Verlag erarbeitete zusammen mit mir ein neues Umschlagdesign und ich schrieb in Eigenregie einen neuen Klappentext. Und letzte Woche erhielt ich endlich die Belegexemplare! Schön sieht sie aus, die neue Auflage und ich hoffe, dass das äußere Erscheinungsbild noch mehr Neugierige und Suchende anzieht. Langfristig wird sie wohl auch als E-Book erhältlich sein und wenn es soweit ist, erfahrt Ihr es brühwarm direkt hier. 🙂

Nun, die „Suche nach Gott“-Bücher sind nicht dafür gedacht, im Regal zu stehen. Sie wollen gelesen, studiert, benutzt, ausgewertet werden, von Gruppen, aber auch von einzelnen Suchenden. Ihr Inhalt schreit nach praktischer Anwendung. In weiteren Artikeln findet Ihr hilfreiche Tipps zum Studium der Bücher allein oder in Gruppen.

Wenn Ihr die neuen Bücher kaufen möchtet, findet Ihr die Links unten. Freu, freu!!!

Buch 1 Link zu Verlag
Suche nach Gott 1 Buch 2 Link zu Verlag
Suche nach Gott 2

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

4 Kommentare zu „Suche nach Gott“

  1. Lehrer, Heiler, Deuter – danke für diesen schönen Impuls.
    Das hat mir gerade geholfen, mich selbst nochmal besser zu verstehen. 🙂
    Weißt du denn zufällig, wie die Original englischen Begriffe dazu lauten? (Lehrer und Heiler ist klar, aber Deuter?)
    Liebe Grüße
    Matthias

    1. Hallo Matthias,
      Dich selbst „besser zu verstehen“ – wie schön, das Du das sagen kannst! Der englische Ausgangsbegriff für meine Übersetzung „Deuter“ lautet: „interpreters“. Der Begriff ist im Englischen so vielschichtig, dass ich mich für die einfachste Variante entschieden habe. Ich hätte auch schreiben können: Dolmetscher, Ausleger, Erklärer, Interpretierer.
      Herzliche Grüße von Stefanie

      1. Hallo Stefanie,
        naja, „besser“ heißt nicht „völlig“ – einfach nur ein bisschen besser eben. 😉
        Vielen Dank für die Info, das macht es für mich nochmal ein bisschen deutlicher. Zu diesem Begriff hatte ich interessanterweise spontan die stärkste gefühlsmäßige Resonanz. (Und wenn ich mir bei LEO die Übersetzungsmöglichkeiten so anschaue, finde ich „Deuter“ in diesem Zusammenhang wirklich sehr gut und passend.)
        Herzliche Grüße
        Matthias

      2. Danke Matthias! „ein bisschen besser“ ist doch auch schon reichlich! 🙂
        Ja, seit ich angefangen habe, bei meinen Übersetzungen mehr auf mein Gefühl zu hören, werden auch die Übersetzungen deutlicher … Ich bin ja auch so ein „Deuter“…

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