Seherische Kräfte

In den ca. 14.300 erfassten und archivierten Readings behandelte Edgar sage und schreibe ungefähr 10.000 verschiedene Themen, die sich ganz grob in fünf Bereiche unterteilen lassen: Ganzheitliche Gesundheit und Heilung; Träume und Traumdeutung; Außersinnliche Wahrnehmung und mediale Fähigkeiten; Philosophie und Reinkarnation; spirituelles Wachstum, Meditation und Gebet. War er einmal in Trance, gab es kein Gebiet, zu dem er nichts zu sagen hatte – man musste ihm allerdings ein Stichwort liefern bzw. ihn fragen.

Wie konnte er nur Antworten auf eine solche Vielzahl von Themen finden? Meine Theorie: Er hatte Zugriff auf das universelle Wissen. Hier im Blog habe ich schon mehrfach (siehe z.B. „Medium oder Channel“) versucht, das Geheimnis hinter Edgars Gabe aufzudecken und habe dabei auch Edgar selbst zitiert. Wenn ich es nun mit eigenen Worten sagen wollte, so würde das wohl in etwa so klingen: Edgar versetzte sich selber in Trance. Manche sagen, es sei Hypnose oder Selbsthypnose gewesen, aber das ist nur Spekulation und durch nichts belegt. In dieser Trance hatte er Zugang zu seinem höheren Selbst, das sich auf einer höheren Ebene mit jedem Menschen und dem Wissen aller Kulturen und aller Zeiten verband. Wir könnten es auch als universelles Bewusstsein oder Überbewusstsein bezeichnen. Edgar diente also sozusagen als „Kanal“ seines höheren Selbst und konnte für jeden individuellen Menschen genau die richtigen Ratschläge durchgeben.

Wie ist es möglich, „Kanal des höheren Selbst“ zu sein? Nun, immer mehr Physiker erkennen, was Hans-Peter Dürr, ehemals Direktor am Max-Planck-Institut für Physik, einmal wie selbstverständlich erklärte: „Die Welt sind nicht jene winzigsten Teilchen, die ich gefunden habe, sondern die Beziehungen dieser Teilchen untereinander. Alles ist mit allem in einer nicht vollständig fassbaren Komplexität miteinander verbunden.“

Edgar Cayce hat das in Reading 2528-2 etwas anders ausgedrückt: „Warum sorgen, wenn du beten kannst? Er, Gott, ist das Ganze, du bist ein Teil. Koordiniere deine Fähigkeiten mit dem Ganzen.“ Und in einem Vortrag von 1933 erklärte er: „Ich tue nichts, was Sie nicht auch tun könnten …“

Was können wir also tun, um unsere „Fähigkeiten mit dem Ganzen“ zu koordinieren? Wir können anfangen, uns auf uns selbst einzulassen. Und wie tun wir das? Indem wir auf unsere Intuition, auf diese eigene, göttliche, innere Stimme hören. Ob es nun um die Readings von Edgar Cayce geht, die lediglich Hilfestellung bieten können, um den Rat von Ärzten, Bekannten oder Freunden oder um die Infos, die uns Politik, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft mit nur selten durchschaubaren Methoden schmackhaft zu machen versuchen: Die Intuition gibt uns immer den richtigen Rat.

Leider übertönen die Stimmen der anderen nur zu oft diese kleine leise Stimme. Um ihr zu lauschen, müssen wir in die Stille gehen und die göttliche Kraft in uns entdecken. Aber gerade davor haben viele Angst. Denn wenn man innerlich still wird, könnte man etwas entdecken, das man verdrängt oder vergessen hat, etwas, das unangenehm ist. Und nicht jeder will diese Ängste, diesen Ballast annehmen und verarbeiten.

Ist Euch mal aufgefallen, wie viele Menschen niemals zur Ruhe kommen, sondern ständig mit etwas beschäftigt sein müssen? Unser technischer Fortschritt bietet viele Möglichkeiten dazu. Und das kommt der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik sehr entgegen. Schon Albert Schweitzer sagte einmal: „Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.“ Das gilt heute mehr denn je.

Nur mal so: Ist selbständiges Denken oder das In-Sich-Gehen in unserer Gesellschaft überhaupt erwünscht? Menschen, die ständig beschäftigt sind, können leichter gesteuert werden. Und viele Menschen sind nur allzu gern bereit, sich steuern zu lassen und die Verantwortung für das, was eventuell falsch läuft, abzugeben.

Wie steht es mit uns? Sind wir bereit, selbstbestimmt und aktiv unsere Fähigkeiten mit dem Ganzen zu koordinieren? Oder begnügen wir uns damit, mit dem Strom der Masse zu schwimmen?

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

1 Kommentar zu „Seherische Kräfte“

  1. Selbständiges Denken

    Der Mensch lernt, indem er für das, was er richtig macht, belohnt, und für das, was er falsch macht, bestraft wird. Bei Kindern können es gute oder schlechte Schulnoten sein, bei Erwachsenen ist es in der Regel das Geld, das eine Belohnung oder Bestrafung ausdrückt. Weil aber das Geld an sich fehlerhaft ist, kann in vielen Bereichen zwischen „richtig“ und „falsch“ nicht mehr unterschieden werden und es bildet sich so etwas wie „negatives Wissen“. Es entstehen „Wissenschaften“, in denen keine Erkenntnisse mehr verbreitet werden, sondern nur noch vorgefasste Meinungen und Denkfehler.

    Was hält ein europäischer oder US-amerikanischer Ökonom von der fachlichen Kompetenz eines Kollegen, der an einer staatlichen Universität in Nordkorea „Ökonomie“ (Staatskapitalismus) studiert hat? Wahrscheinlich gar nichts. Er kommt aber gar nicht erst auf die Idee, dass er genauso wenig von Ökonomie versteht, auch wenn die Denkfehler, die er studiert hat, andere sind:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/01/geldtheorie.html

    „Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“

    Konfuzius

    Der Fehler „Europäische Währungsunion“ entstand aus dem Gedanken, „dass Staaten, die eine gemeinsame Währung haben, nie Krieg gegeneinander führen“. Dieser Gedanke war schon der zweite Fehler; der erste Fehler bestand darin, sich gar nicht bewusst gemacht zu haben, was eine Währung ist und woraus Kriege entstehen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/04/krieg-oder-frieden.html

    Dass eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt (und in „God´s own country“ schon wieder einstellen musste), etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstehen konnte, beruht auf einer künstlichen Programmierung des kollektiv Unbewussten, die vor Urzeiten erforderlich war, um den Kulturmenschen im wahrsten Sinn des Wortes „wahnsinnig genug“ für das Unternehmen „Arbeitsteilung mit Konstruktionsfehlern“ zu machen, und die der „Unglaube“ (Ignoranz) nicht überwinden kann.

    Mythen lassen sich nicht durch Ignoranz besiegen, denn sie sind mehr als bloße Dichtung, und das in zweifacher Hinsicht: Zum einen beinhaltet ein Mythos eine tiefere Wahrheit (die umso elementarer ist, je länger der Mythos besteht), sodass seine naiven Fehlinterpretationen (so genannte Exegese) erst dann aus der Welt geschafft werden können, sobald die eigentliche, tiefere Bedeutung des Mythos erklärt und damit zugleich der Mythos selbst zerstört ist. Zum anderen beeinflussen Mythen unser Unterbewusstsein und steuern auf subtile Weise unser Verhalten, was uns auch erst dann bewusst wird, sobald der Mythos erklärt ist.

    Grundvoraussetzung des selbständigen Denkens – sofern es das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft – ist daher der elementare Erkenntnisprozess der „Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion“:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

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