Unsere Kinder und wir

Sind wir bereit, selbstbestimmt und aktiv unsere Fähigkeiten mit dem Ganzen zu koordinieren? Oder begnügen wir uns damit, mit dem Strom der Masse zu schwimmen?

Das hatte ich in meinem letzten Artikel gefragt. Ich finde, diese Frage können wir – abgewandelt – auch für die uns anvertrauten Kinder stellen: Erziehen wir sie dazu, selbstbestimmt zu handeln oder fördern wir ihre Entwicklung zum Massenmenschen?

In Reading 276-2 wird Edgar gefragt: „Nenne bitte eine allgemeine Regel für die Erziehung von Kindern.“
Er antwortete: „Zwar sollte jeder Mensch zunächst sein eigenes Leben leben dürfen, doch es heißt auch ‚Führe das Kind auf den Pfad der rechten Lebensweise, und wenn es älter wird, wird es davon nicht abweichen.‘ Will man jedoch während der Entwicklungsphase Dinge erzwingen, bedeutet das, den Willen des Kindes zu brechen oder Widerwillen zu erzeugen, was mit fortschreitender Entwicklung dazu führen wird, dass der Wille anderer gebrochen wird.
Eine Erziehung hin zu einem Ideal und den Zielen dieses Ideals auf die Weise, wie es im Leben des Individuums Ausdruck finden und sich offenbaren kann, bedeutet, dem Kind eine Grundlage für ein Leben zu geben, das in seinen tagtäglichen Erfahrungen in seiner ganzen Vielfalt zur Entfaltung kommt. Erzieht eure Kinder dazu, auf das Göttliche zu vertrauen, das in ihrem Inneren wohnt und das dazu dienen kann, in diesem Leben Wunder zu vollbringen oder aber – bei Missbrauch – Verbrechen hervorbringt …“

Deshalb ist es so wichtig, dass wir unsere Kinder nicht daran hindern oder sie gar bestrafen, wenn sie anfangen, Traditionen und etablierte Strukturen zu hinterfragen. Wir sollten ihnen zeigen, dass es noch anderes gibt als Smartphone, Computer und Videospiele. Wir sollten darauf achten, dass sie ihren Glauben an Wunder und an das Gute in allem, was ist, nicht verlieren. Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass Kinder Dinge sehen, auf die wir Erwachsenen gar nicht mehr achten, und dass sie viel mehr auf ihre Intuition hören?

Vor allem aber sollten wir ihnen zeigen, dass wir immer zu ihnen stehen – ganz gleich, was sie anstellen mögen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ihnen alles durchgehen lassen soll! Kinder müssen Grenzen kennen lernen, sie müssen lernen, dass andere Menschen genauso wichtig sind wie sie und dass dies auch Rücksichtnahme erfordert. Aber sie müssen spüren, dass sie von ihren Eltern bedingungslos in jeder Lebenslage geliebt werden.

Diese Ansprüche sind wahrhaftig nicht leicht zu erfüllen. Ich glaube nicht, dass es Eltern gibt, die keine Fehler bei der Erziehung zu machen. Aber vielleicht können wir uns diesen schönen Tipp zu Herzen nehmen: „Der beste Wegweiser … ist stets die Stimme Ihres Herzens.“ Das las ich neulich auf einer schönen Website.

Wisst Ihr, der Mensch bringt von Grund auf ein Urvertrauen in diese Welt mit. Ob dieses Urvertrauen erhalten bleibt, hängt von seinem direkten Umfeld ab. Die wichtigsten Bezugspersonen sind die Eltern. Sie prägen – ganz besonders in den ersten sechs Lebensjahren des Kindes – sein Verständnis von sich, seiner Umwelt und seinem Gottesbild. Hypnose-Experten wissen, dass Kindern sich in den ersten sechs Lebensjahren quasi in einem Dauerhypnose-Zustand befinden. Das liegt daran, dass das Gehirn von Kindern in dieser Zeit im Alphawellen-Bereich, also in dem Bereich, der Trance- oder Meditationszustände anzeigt, funktioniert. Das ganze spätere Leben baut auf diesen ersten sechs Jahren auf.

Schauen wir uns einmal wachsam um in dieser Zeit der Umbrüche! Wohin hat uns unser bisheriges Verhalten gebracht? Ist es nicht an der Zeit – evtl. zunächst auf der geistigen Ebene – Neues zu wagen, Dinge zu hinterfragen? Unsere Kinder sind da der beste Maßstab und meist auch gute Lehrer für uns. Wie heißt es in der Bibel: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, so werdet ihr das Himmelreich nicht finden.“ (Mt 18,3)

Ich glaube, dass wir selbst unendlich viel lernen, wenn wir Edgars Rat folgen und unsere Kinder „hin zu einem Ideal zu erziehen und dazu, auf das Göttliche zu vertrauen, das in ihrem Inneren wohnt.“ Was meint Ihr?

Two girls have a picnic

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

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