Edgar Cayces Gemeinschaft

Harmon-June-PianoVon June Bro

Ich erinnere mich daran, wie ernst Edgar und Gertrude Cayce und Gladys Davis ihre Arbeit nahmen und vielen tausend Menschen hilfreiche, manchmal lebensrettende Ratschläge gaben. Sie fühlten sich von Gott zu einer seltsamen, jedoch wundersamen Aufgabe berufen. Sie waren nicht von Kirchen, Akademien oder der Gesellschaft als solche anerkannt, doch obwohl es manchmal schmerzte, ließen sie sich auch von Missachtungen nicht entmutigen.

Ich erinnere mich auch, dass Miriam Bright, ein Mitglied der Methodistengemeinde, die Cayces besuchte und als Gastgeschenk einen Kuchen mitbrachte. Mein Mann Harmon und ich waren schon öfters bei ihr eingeladen gewesen und ihre Familie hatte unendlich viele Fragen über Edgar und sein Werk gestellt. Tränenüberströmt bedankte sich Gertrude bei unserer Freundin Miriam für ihre freundliche Geste. Nicht ein Mensch in Virginia Beach war je mit einem nachbarschaftlichen Geschenk zu ihnen gekommen.

Und doch hatten sie eine hingebungsvolle Gemeinde um sich geschart. Edgar war ein charmanter, kontaktfreudiger Mann. Er liebte die Menschen: liebte es, sie um sich zu haben, liebte es, Geschichten zu erzählen. Er liebte es, von Menschen zu hören, die Readings erhalten hatten und beantwortete zahlreiche Briefe selbst. Er liebte es auch, mit den Menschen am Telefon zu sprechen. Ich erinnere mich an einen Abend, als Harmon etwas im Büro vergessen hatte. Als wir eintraten, sahen wir Edgar, wie er in seinem Arbeitszimmer auf und ab ging und unablässig wiederholte: „Danke Gott, danke Gott, danke Gott“. Er erklärte uns, dass er gerade aufgelegt habe, nachdem ihm eine Frau angerufen hatte, um ihm zu sagen, dass sein Reading das Leben ihres Sohnes gerettet hätte.

Edgar fühlte sich eng mit den Menschen verbunden, denen er Readings gegeben hatte, besonders mit jenen, die sich zurückmeldeten und ihn wissen ließen, was funktionierte und was nicht. Er liebte es, wenn die Mitglieder der ersten Studiengruppe zu Besuch kam. Sie hatten über viele Jahre hinweg zusammengearbeitet und kannten einander sehr gut. Immer wenn sie kamen, gab es ein riesiges Abendessen, zu dem jeder etwas beisteuerte, und Hannah Miller brachte ihr berühmtes selbstgebackenes Brot – gemäß Reading 404-1 hatte sie in einem früheren Leben in Ägypten ungesäuertes Brot für Tempel und Altäre gebacken. Etwas von diesem Brot sei Toten auch als Grabbeilage mitgegeben worden und könne noch immer unversehrt gefunden werden. Zu Edgars Geburtstag 1944 backte ich einen Kuchen und die Mitglieder der Studiengruppe brachten die übrigen Köstlichkeiten, die alle gemäß den Cayce-Readings zubereitet worden waren. Während des Beisammenseins strahlte Edgar ununterbrochen. Dies war Edgars Gemeinde: seine Familie; die Stenographin Gladys Davis, die praktisch zur Familie gehörte; die Mitglieder der ersten Studiengruppe; die Menschen, die für ihre Readings dankbar waren und den Kontakt hielten; alle, die zum A.R.E.-Kongress kamen; seine Sonntagsschüler in der presbyteranischen Kirche; und der Vorstand sowie die Mitarbeiter der A.R.E. […]

Edgar betonte immer wieder, dass wir die Hüter unserer Brüder und Schwestern sind. Die Aufgabe, die wir von den Schöpferischen Kräften erhalten haben, besteht darin, dass wir uns miteinander verbinden und einander auf unserem Weg segnen.

Dr. June Avis Bro und ihr Ehemann, der Theologe Dr. Harmon Bro, lernten Edgar Cayce 1943 kennen und halfen fast ein Jahr lang bei der Bewältigung des stets wachsenden Arbeitsvolumens. June war Konzertpianistin und hatte bei namhaften Lehrern studiert, wurde jedoch von ihrer täglichen Arbeit mit Edgar Cayce stark beeinflusst. Sie machte einen Abschluss als Theologin an der Andover-Newton Theological School in der Nähe von Boston und erlang einen Doktortitel vom Chicago Theological Seminary. Neben ihren Aufgaben als Mutter von fünf Kindern lehrte sie an Universitäten, hielt Vorträge in zahlreichen Städten, bereiste den Nahen Osten und China und arbeitete als Pastorin.

JuneAuf Englisch findet Ihr den Artikel hier!

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

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