Scher dich zur Hölle!

Kaum zu glauben, nicht wahr, dass Edgar Cayce das tatsächlich in Trance gesagt haben soll? Und doch, in Reading 1739-6 lese ich:

Frage: Sollte der Körper sich von Empfehlungen Verwandter und Freunde leiten lassen? Oder sollte er trotz allem seinen eigenen Ideen folgen?
Antwort: Wenn diese Ideen im Einklang mit den IDEALEN sind, folge diesen. Habe IDEALE, nicht Ideen! Ideen sind wie Gedanken, die Verbrechen oder Wunder wirken. Achte darauf, dass das Ideal einwandfrei ist. Folge ihm, ungeachtet äußerer Einflüsse. Stelle sicher, dass das Selbst Recht hat, und dann schreite voran. Lebe also jeden Tag so, dass du jedem Menschen ins Gesicht blicken und ihm sagen kannst, scher dich zur Hölle!

MöweAls ich den letzten Satz vor einigen Tagen auf der Facebook-Seite der Edgar Cayce Freunde las (nein, ich bin nicht der einzige Administrator! 😉 ), dachte ich so bei mir, wie mutig und provokant, dieses Aussage einzustellen. Aber auch wie passend! Denn in letzter Zeit verspüre ich häufiger den Wunsch, einigen Leuten mal ein paar passende Worte zu sagen. Es hat sich nämlich so manches angestaut. Immer wieder werde ich auf (scheinbar) negative Dinge hingewiesen, mit denen ich mich nicht beschäftigen will, weil ich mich auf das Positive konzentrieren möchte.

Das geht los mit dem Nachbarn, der ordnungswidrig direkt vor meinem Fenster auf dem Bürgersteig parkt und dem ich nur deswegen nichts sage, weil ich keine Lust auf Ärger habe. Weiter geht’s mit Leuten, die nur um des Recht haben wollens mit mir diskutieren möchten und an einer konstruktiven, praktischen Lösung gar nicht interessiert zu sein scheinen. Und in den letzten Monaten stoße ich vermehrt auf Bilder, Nachrichten und Meldungen über negative Dinge, die Freunde auf Facebook nur allzu gern teilen, Freunde, die sich für spirituell halten, aber dennoch viel Energie darein stecken, Bilder über so genannte Chemtrails, Tierversuche, neue Negativschlagzeilen aus den USA, Aufrufe, gegen etwas zu kämpfen, usw. zu verbreiten.

Nun sollte man natürlich informiert sein – keine Frage. Aber müssen wir uns mit Informationen zuschütten, von denen die meisten uns ja doch nur von der scheinbaren Schlechtigkeit der Welt überzeugen wollen? Was, so frage ich mich, richtet diese ständige Wiederholung über das Üble in der Welt in unserem Bewusstsein, mehr noch in unserem Unterbewusstsein, an? „Gedanken sind Dinge und können in ihrer Wirkung Wunder oder Verbrechen sein“ (Reading 105-2), nicht wahr?

Und das Kämpfen gegen etwas? Da sind wir doch sicherlich auf der guten Seite, oder? Aber mal ganz ehrlich: Welchen Sinn ergibt es denn, GEGEN etwas zu kämpfen? Denkt doch mal nach: Wir machen uns jede Menge Gedanken über etwas, das wir nicht wollen. Wir informieren uns darüber und stecken Energie hinein. Und, so wissen wir inzwischen, die Energie fließt dorthin, worauf sich unsere Aufmerksamkeit richtet; das heißt das, wogegen wir kämpfen, verstärkt sich nur noch! Widerstand erzeugt nur noch mehr Widerstand. Das erleben wir zurzeit in den vielen Konflikten, die es weltweit gibt.

Und wisst Ihr was? Ich sage ganz bewusst „STOPP“ zu diesem Kampf. Das scheint jetzt ein Widerspruch zu sein – eine Ablehnung. Doch in diesem „Stopp“ liegt die Bejahung des Guten und Schönen, auf das ich mich konzentrieren will. Ja, so ist es, ich konzentriere mich auf das Gute und Schöne, das es in dieser Welt so überreichlich gibt und das wir alle noch vermehren können – ebenfalls durch unsere Gedanken.

In dem Buch „Jetzt – Die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle habe ich diesen sehr aufschlussreichen Satz gefunden: „Die Verschmutzung des Planeten ist nur eine Spiegelung im Außen von einer psychischen Verschmutzung im Inneren, ein Spiegel für die Millionen von unbewussten Menschen, die keine Verantwortung für ihren inneren Raum übernehmen.“

Harte Worte. Ehrliche Worte. Worte, die zum Nachdenken anregen sollten. Über uns. Über unser Leben. Über unsere Einstellung zur Umwelt und zu unseren Mitmenschen.

Und dann lese ich bei Edgar Cayce: „Der Zweck jeder Erfahrung ist, dass die Wesenheit das Gute verstärken und verherrlichen möge.“ (2599-1)

Es liegt – wie immer – an uns.

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

4 Kommentare zu „Scher dich zur Hölle!“

  1. Sich auf das Positive zu konzentrieren, ist nicht immer ganz einfach. Aber es funktioniert. Es ist klar, gebe ich meine Energie einer bestimmten Person oder einer unguten Situation, dann verstärke ich alles. Ich bin für eine offene und klare Sprache und wenn Freunde sich verbschieden, dann bitte sehr. Diese Erfahrung habe ich bereits gemacht, wenn ich nicht mehr dienlich bin. Habe ich auch gar keine Lust mehr drauf. Ich will ein schönes Leben und ich will glücklich sein. Dafür bin ich ganz allein verantwortlich und um diesen Status zu halten, nutze ich meine Energie. Da bin ich gut beschäftigt.

    1. Liebe Angelika, nein, einfach ist es nicht, sich auf das Positive zu konzentrieren, aber es lohnt sich. Solche „Freunde“, von denen Du sprichst, kenne ich auch. Da sollte es nicht allzu schwer fallen, sie gehen zu lassen.
      Ja, für mein Leben bin nur ich verantwortlich und obwohl es manchmal hart ist, meine Verantwortung auch für die mir unangenehmen Dinge zu erkennen, verleiht mir das Wissen darum doch ein Gefühl der Freiheit, der Unabhängigkeit. Und das gibt mir die Kraft, an mir selbst zu arbeiten, mich selbst immer besser zu erkennen. Die Energie ist doch gut eingesetzt, oder?
      LG von Stefanie 🙂

      1. Auf jeden Fall. Das Leben belohnt mich jeden Tag. Es gibt nicht Schöneres und nichts Wichtigeres als die absolute Freiheit und das sollte unser Ziel sein, dies zu erreichen. Sich der Welt zu stellen und immer wieder die Herausforderungen anzunehmen, die auf mich zukommen, da lerne ich mich kennen und nicht wenn still in meinem Kämmerlein sitze und über die böse Welt schimpfe. Auch für mein Glück bin ich ganz allein verantwortlich und mein Tagesmotto für heute lautet: Ich bin jederzeit glücklich!!!

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