Edgar Cayce und die Mutterschaft

Mutter = Seelentrösterin, Freundin, Spielgefährtin, Erzieherin, Kindermädchen, Krankenschwester, Köchin, Putzfrau, Waschfrau, Zuhörerin, Vorleserin, Lehrerin, Managerin eines Familienunternehmens, und, und, und … bekommen Mütter eigentlich die Hochachtung, die ihnen gebührt?

Der folgende Artikel stammt von meinem lieben Bekannten und Freund Rick Pinard. Rick ist Amerikaner, lebt in Prag, ist mit einer Inderin verheiratet und Vater von zwei wunderbaren Töchtern.

Von Rick Pinard

Unsere moderne Welt unterscheidet sich zum Teil radikal von der Welt unserer Eltern und Großeltern in der Zeit, in der Edgar Cayce lebte. Nichtsdestotrotz können die Einsichten seiner Informationsquelle oft ein Licht auf Bereiche des menschlichen Lebens werfen, die gleichzeitig wertvoll und zeitlos sind. Ein Bereich, auf den dies zuzutreffen scheint, ist die Mutterschaft.

Unsere so oft beschworene und häufig verdammte westliche Konsumgesellschaft fordert vom Menschen und erzieht ihn zum Konsum. Mit Werbung werden sogar Bedürfnisse nach Waren und Dienstleistungen geweckt bzw. geschaffen, wo es früher keine gab. Um mithalten zu können – ein Haus zu bauen, sich das neue Auto anzuschaffen, Ferien auf Mallorca zu erleben – reicht oft ein Gehalt nicht aus. Das heißt, dass heute beide Ehepartner im Berufsleben stehen und oft stehen müssen, wo früher traditionell hauptsächlich der Ehemann einen Beruf ausübte, während seine Frau das Haus versorgte.

Da nur eines der Geschlechter biologisch in der Lage ist, Kinder zu gebären, führt dieser Zustand zwangsläufig oftmals zur Doppel- und nicht selten zur Mehrfachbelastung der Frau, die zwischen der Arbeit, dem Haushalt und den Kindern hin- und hergerissen wird. Wo soll die Frau nur anfangen und wie kann sie das alles bewältigen? Was hat diese Situation für eine Auswirkung auf das Familienleben und die Kinder? Nach der Geburt eines Kindes dürfen Frauen in vielen Ländern beispielsweise selten länger als ein paar Wochen zu Hause bleiben. Stattdessen werden die Kleinkinder nach einem Monat oder nach höchstens sechs Wochen in der Tagesstätte abgeliefert, damit die Mutter wieder arbeiten kann. Nicht arbeitende Mütter aus meiner Bekanntschaft haben sich oft in meiner Gegenwart darüber beklagt, dass ihr Einsatz im Haushalt in der Öffentlichkeit auf wenig Respekt stoße. Freilich bringt dieser Einsatz kaum Ergebnisse, die mit den Maßstäben unserer Konsumgesellschaft fassbar sind.

Wird hier nicht vielleicht etwas gering geschätzt, das tatsächlich wertvoll und erhaltenswert ist? Nach den Readings von Edgar Cayce scheint dies der Fall zu sein. Seine Bewertung der Mutterschaft ist in einer Sprache gehalten, die diese Einrichtung zu den wertvollsten und heiligsten stellt. Cayce stellte die Mutterschaft als eine hervorragende Möglichkeit, eine große Chance für die Seele dar, sich im Geben zu üben. Hier sind einige Beispiele aus den Readings:

F: Was kann ich tun, um wieder Mutter zu werden?
A: Es wäre besser, durch die Erfahrungen des Lebens zu lernen, was Mutterschaft bedeutet, statt was die Mutterschaft vom Selbst verlangt. Lerne eher, wie viel vom Selbst gegeben werden kann, um Gott die Möglichkeit zu geben, sich auf Seine Weise und durch Seine Mittel zu offenbaren, so dass eine Seele durch Deine Bemühungen, durch Deine körperlichen Leiden, die Möglichkeit findet, Sein Antlitz zu suchen. (5470-1)

Mutter; der Name selbst suggeriert das Liebste, das, was sich auf der ganzen Erde am meisten aufopfert. (5080-1)

… Er will nicht, dass auch nur eine Seele stirbt, erlaubt aber, dass jeder – so wie das Christkind – als Kind geboren wird, um so eine neue Gelegenheit zu erhalten. Das hat jene Tat der Mutterschaft, jene Tat des Gebärens von Kindern auf der Erde, zu einem besonderen Zeichen von Gottes Liebe gemacht. (1152-9)

Gott … wirkt ohne Ansehen der Person; genau wie eine Mutter das eine Kind nicht mehr liebt als das andere. Denn in dem Maße, in dem jedes Kind seinen Platz im körperlichen Bewusstsein findet, blüht die Mutterliebe derart auf, dass sie so allumfassend wird wie das Herz Gottes selbst. (3615-1)

Motherhood

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

8 Kommentare zu „Edgar Cayce und die Mutterschaft“

  1. Ich warte schon lange darauf, dass die Mütter endlich auch einen finanziellen Ausgleich bekommen. Für das, was sie täglich leisten. Als meine Kinder klein waren, wünschte ich mir nicht etwa Kitaplätze, ich wünschte mir Geld für meine Mutterarbeit, um meine Kinder in Ruhe selbst betreuen und grossziehen zu können. Wir wären überrascht, wie viele Mütter zuhause bleiben würden, mit und bei ihren Kindern, wenn diese Arbeit gewürdigt würde. Dann müsste sich keine Frau mit irgendwelchen Jobs beweisen, dass sie auch zähle.

    1. Es ist schon traurig, dass es manchmal so scheint, als ob eine Frau, die „nur“ Mutter ist, in unserer Gesellschaft kaum zählt. Aber ist es nicht so, dass man oft als „rückschrittlich“ eingestuft wird, wenn man auf die Bedeutung der Mutterschaft hinweist? Eine Frau, die nicht zusätzlich noch einen bezahlten Job hat, wird oft von anderen Frauen gering geschätzt. Hmmmmm…

  2. Als meine Kinder klein waren (vor ca. 40 Jahren) sagte man über berufstätige Frauen, dass sie ja arbeiten würden – im Gegensatz zur Nur-Hausfrau und Mutter. Mich hat das damals ziemlich geärgert. Meine Arbeit – Muttersein ist nun einmal Arbeit – und die reibungslose Abwicklung des Haushaltes wurde gar nicht anerkannt. Da ich von Aussen die Anerkennung nicht bekam, musste ich anfangen, meine Arbeit selber anzuerkennen und mich selber aufzubauen. Und genau das ist der richtige Weg, egal um was es geht. Aufhören, die Meinung anderer als Maßstab zu nehmen. Sich und seinen Einsatz anerkennen und loben. So schafft man einen Raum, in dem man sich selber wohlfühlt und andere auch.

    1. Toll, Ursula, das ist wirklich der beste Weg! Obwohl man sich freut, Anerkennung von anderen zu bekommen, ist es ganz wichtig, seinen eigenen Wert kennen und schätzen zu lernen. Ich muss immer lachen, wenn jemand sagt, berufstätige Frauen würden arbeiten. Das tun sie, ja, aber wie Du schon sagst, Muttersein – mit allem, was dazu gehört – bedeutet auch viel Arbeit …

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