Ich hatte einen Traum

Das klingt abgedroschen, nicht wahr? Aber es passt so gut. Denn vor einigen Wochen hatte ich einen ziemlich heftigen Traum. Seltsamerweise war das in der Nacht zum 4. April, dem Jahrestag der Ermordung des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King jr. Wieso seltsamerweise? Ich erzähle es Euch.

In diesem Traum war ich auf einer Dachterrassen-Party. Es war Nacht und unter uns schimmerten die Lichter einer Großstadt. Die Dachterrasse war riesig und hatte große Flügeltüren aus Glas, die ihre ganze Breite einnahmen. Dahinter im Gebäude waren Fahrstühle. An der Seite der Terrasse war ein Gerüst mit Eisentreppen.

©I'll Never Grow Up "Denver 6" CC-Lizenz-BY2.0 www.piqs.de
©I’ll Never Grow Up „Denver 6“ CC-Lizenz-BY2.0 http://www.piqs.de

Es waren viele junge Leute da, meist kräftig gebaute Frauen in engen Hosen. Die Stimmung war super, es ging hoch her. Ich wanderte zwischen den Gästen herum und lauschte den Gesprächen. So bekam ich mit, dass sich fast alle Gäste auf die eine oder andere Weise besonders für eine saubere, gerechte und vergeistigte Welt einsetzten, in der schließlich alle Menschen das „volle Bewusstsein um die Fähigkeit, mit den Schöpferischen Kräften zu kommunizieren“ (Reading 1602-3) erlangen würden. Darüber freute ich mich sehr.

Da es auf der Terrasse etwas kühl wurde, ging ich durch die großen Flügeltüren in das Gebäude. Dabei hatte ich das Gefühl, ich ginge in eine Parallelwelt (oder die Zukunft?). Alles war gleich, doch die Stimmung war anders, eine leichte Unruhe, ja, sogar Angst war zu spüren. Eine junge Frau neben mir sagte, hier herrsche die Neue Weltordnung; doch nicht so, wie Edgar Cayce sie prophezeit hätte, sondern eher so, wie Finanziers und Politiker sie vorbereitet hatten.

Mich beherrschte der Gedanke, ich muss zurück in meine Welt, und ich wollte gerade wieder auf die Terrasse gehen, als plötzlich die Fahrstuhltüren aufgingen und viele uniformierte, vermummte Männer mit Maschinengewehren herausstürmten. Fast sofort begannen sie, wild auf die Leute vor den Fahrstühlen zu schießen. Die ersten Opfer fielen hin, Panik brach aus. Ich
rettete mich auf die Dachterrasse und presste mich voller Angst seitlich an die Gebäudewand. Schräg unter mir blickte ich in gähnende Tiefe. Auf der Terrasse war ein wildes Durcheinander, einige versuchten, seitlich durch die Türen zu den Fahrstühlen zu entkommen, andere stürmten auf das Gerüst und die Eisentreppen zu.

Die Flügeltüren flogen auf und die Uniformierten drangen vor. Viele Gäste versuchten, über die Treppen zu entkommen, diejenigen, die es geschafft hatten, halfen den anderen. Plötzlich bemerkte ich die Gastgeberin, eine ältere Frau, die zwischen den Uniformierten hin- und herlief und den Gästen zurief: „Bleibt doch hier, es ist doch nur zu eurem Besten! Ihr sterbt für eine gute Sache! Ihr müsst euch beugen lernen! Wir kriegen euch schon!“

Mir wurde übel, ich wollte nur noch weg und schloss meine Augen. Konzentriert dachte ich an daheim … und wachte schweißgebadet in meinem Bett auf. Mein Herz klopfte, übel war mir immer noch. Einige Zeit lag ich ganz still. Dann machte ich Licht an, holte mein Traumtagebuch hervor und schrieb alles auf. Von Schlaf konnte keine Rede mehr sein, also dachte ich darüber nach, was Edgar über die neue Weltordnung gesagt hatte.

In Reading 3976-18 heißt es: „Es gilt als von einigen verstanden, dass eine neue Ordnung der Verhältnisse entstehen wird; dass sowohl an hohen als auch niedrigen Stellen eine Vielzahl an Reinigungen erforderlich ist; dass jedes Individuum mehr zu berücksichtigen ist, denn jede Seele ist ihres Bruders Hüter. … Denn da die Zeit oder der Zeitraum für jene Änderungen, die mit der neuen Ordnung einhergehen, näherrückt, obliegt es all jenen, die ein Ideal haben – sowohl als Individuen als auch als Gruppen oder Gesellschaften oder Organisationen – dieses in ihrer Erfahrung und in ihren Beziehungen zu anderen zu praktizieren, anzuwenden.“

Was also wird die neue Weltordnung tatsächlich sein? Nun, wir haben es in der Hand, wie unsere Welt in einigen Jahren, Jahrzehnten, aussehen wird. Wir müssen anfangen, in uns selbst und in unserem direkten Umfeld. Denn wie heißt es doch so schön: „Viele kleine Leute, die viele kleine Schritte tun …“ Also los – bringen wir uns Schritt für Schritt auf eine höhere Ebene, damit Träume wie meiner nicht wahr werden.

©Till Krech "light on stairs" CC-Lizenz-BY2.0 www.piqs.de
©Till Krech „light on stairs“ CC-Lizenz-BY2.0 http://www.piqs.de
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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

11 Kommentare zu „Ich hatte einen Traum“

  1. Hi Stefanie Piel,

    ich stehe sicherlich außerhalb des Edgar Cayeskreis und bin heute über Ihren kleinen Traum gestolpert. Unser Unterbewußtsein ist oft sehr viel weiser als wir, weiß, wann es wieder einmals sinnvoll ist einen kleinen Anlauf zu nehmen, auf neue Entwicklungen, Neuerungen in unserer nahen Zukunft unseres persönlichen Lebenswegen hinzuweisen. Hier also ein kleiner Verständnisversuch von mir, mich der Botschaft Ihres Traumes zu nähern, wie ich ihn als totaler Laie verstehen würde.

    Das Unterbewußtsein versetzt die Träumerin in eine ganz besondere Lebenssituation. Es ist eine Dachterrassen-Party angesagt in einem großen Gebäude. Gebäude in unseren Träumen stehen oft für die Persönlichkeit eines Menschen. In diesem Traum findet also die Dachterrassen-Party im geistigen Bereich einer ( wie sich später herausstellt ) älteren Frau statt. Der Dachterfrassenbereich ist der geistige Bereich dieser Frau der außerhalb ihrer eigentlichen Persönlichkeitsräume liegt. Die Großstadtlichter stellen die Umgebung dieser Frau dar, sie ist also gut mit sozialen Kontakten umgeben. Die Terrasse hatte ein Gerüst mit Eisentreppen außerhalb. Diese Treppen sind sehr schwache behilfsweise Möglichkeiten der Persönlichkeit dieser Frau von außen weiter geistig höher zu folgen. Die enge Hosenkleidung der weiblichen Gäste ist die leider sehr enge Standbeinbekleidung dieser Frauen, sie schaffen es nicht größere Toleranzbreiten sich selbst anzulegen und mutig für andere Toleranzbreite zu tragen.

    Die Träumerin betritt dann das große Persönlichkeitsgebäude dieser Frau. Schnell zeigt sich, dass im Innersten dieser Frau ganz andere Ideologien anzutreffen sind. Das beunruhigt die Träumerin sehr. Ein Zurück gibt es nun nicht mehr, die Zeit ist dafür viel zu spät. Was muß die Träumerin nun miterleben??? Im Innersten dieser Frau als Gebäudepersönlichkeit sind Kräfte eines Mannes aufgetaucht die mit ihren Geschossen ( also mit ihren Argumenten ) viele andersdenkende Gäste traumsymbolisch „erschießen“. In der wilden Umbruchsstimmung darf die Träumerin nochmals der Besitzerin dieses Hauses begegnen und mit ihr sprechen. Die Gastgeberin deutet an, dass das Aufgeben der bisherigen Ideologischen Überzeugungen vieler Gäste zu ihrem Besten sein wird und dass sie im Verbund mit der männlichen Kraft sich sowieso durchsetzen wird…….

    Das kann die Träumerin nicht einmal in ihren kühnsten Träumen sich vorstellen, dass eine große starke Frau in Verbindung mit einem Mann eine Kraft besitzt, vor der sie nur flüchten will, um ihr zu entgehen. In ihrem Traum ist es der Träumerin nicht in den Sinn gekommen dieser Frau die Frage zustellen, was es nun genau mit dieser neuen Ordnung auf sich hat. Dann darfst sie wach werden. Nach meinem Traumverständnis macht also das Unterbewußtsein der Träumerin diese darauf aufmerksam, dass sie in absehbarer Zukunft auf eine sehr starke Persönlichketsfrau und einem Mann treffen wird, die völlig anderen Kräften folgt. Das Unterbewußtsein scheint zu hoffen, dass die Träumerin weise genug ist und versuchst schon jetzt diese starke Persönlichkeitsfrau zu orten und auch bereit bist, sich schon jetzt über die Energien über die sie verfügt, sich zu informieren.

    Diese spannende Geschichte würde mir als totaler Laie zu Ihrem Traum einfallen.

    Herzlichst

    1. Hallo HW,

      vielen Dank für den Versuch einer Deutung meines Traums. Diesen Blog habe ich unter anderem für alle gegründet, die spirituell interessiert sind; „außerhalb“ steht meiner Ansicht nach niemand, der mich und mein Herzensprojekt hier findet – deshalb: herzlich willkommen! Ich hoffe, Sie werden noch öfters vorbeischauen.

      Es ist interessant, wieviele unterschiedliche Deutungen des Traums ich hier jetzt schon gelesen habe. Das bestätigt meiner Meinung nach Edgar Cayces Aussage, niemand könne Träume besser deuten als der Träumer selbst. Sehr spannend!

      Herzliche Grüße von
      Stefanie

      1. Hi, liebe Träumerin,

        soviel unterschiedliche Sichtweisen zu einem Traum, das schreit doch förmlich danach herauszufinden, welche Sichtweise sich nun am nächsten der eigentlichen Traumbotschaft nähern konnte, natürlich einschließlich Ihrer eigenen Sichtweise. Ich teile übrigens die Meinung in diesem Falle nicht von Edgar Cayces, dass niemand die Träume besser deuten kann als der Träumer selbst. Das mag in einigen Fällen so sein. Ich bin aber bei diesem Thema für mehr für das „sowohl als auch“, also beides ist manchmal zu unser eigenen Überraschung möglich.

        Herzlichst

        HW

      2. Tja, so hat jeder seine Ideen und Meinungen, Ansichten und Vorstellungen. Wie vielfältig unsere schöne Welt und wir Menschen doch sind!
        Herzlichen Gruß von
        Stefanie

  2. In einer Wirtschaftsdiktatur leben wir ja schon.
    Und ich glaube, es werden immer mehr, die sich nicht mehr der Übermacht des Geldes beugen wollen.

  3. Kurz zu Anfang: Ich wurde gerade gestern mit der Lektüre des Buchs „Der schlafende Prophet“ fertig. Cayces Traumdeutungen waren mir nicht immer verständlich, da muss man noch tiefer einsteigen, denke ich.
    Ich selbst träume heftig und kann mich meistens noch sehr gut an alles erinnern. Besonders die längeren Träume, die sich bei neuem Einschlafen fortsetzen, sind faszinirend, allerdings auch unangenehm, wenn der Inhalt angstmachend ist.
    Bei deinem Traum kommen ja auch viele angstmachende, gewalttätige Szenen vor, die mit Sicherheit Herzklopfen verursachen! Dennoch denke ich auch, dass die Gewalt, die herrscht, sich auf das fremdbestimmte Leben bezieht, dem man sich so oft ausgeliefert fühlt. Und dass der Satz “ wir kriegen dich…“ sich auf den seelischen Druck bezieht, der uns im Alltag oft als große Belastung bis hin zur Krankheit verfolgt! Immer mehr Menschen suchen ihre Nische und Möglichkeiten für den inneren Frieden!I Ich gehöre auch zu ihnen.
    So würde ich den Traum im Moment deuten
    Alles Gute für Dich!
    Margarete

    1. Lieben Dank für Deine Deutung, Margarete! Sie ist sehr interessant und ich werde auch darüber mal meditieren.
      Ja, Cayces Traumdeutungen sind manchmal etwas schwierig, das stimmt. Oft sagte er, dass man selber der beste Deuter seiner Träume ist.
      „Ausgeliefert fühlt“ schreibst Du – ja, oft ist das tatsächlich so. Dann muss man schauen, woran es liegt und was man ändern kann. Das mit der Nische passt auch gut – ich wirke gerade daran, meine Berufung zu meinem Beruf zu machen und mehr zu meditieren, um rundum inneren Frieden zu finden.
      Herzliche Grüße von Stefanie!

  4. Im Traum drücken sich ganz klar die aktuellen besorgniserregenden Ereignisse wieder. „Wir kriegen euch schon“ ist ein Hinweis darauf, dass wir vor dem Tod nicht weglaufen können. Ebenso kann es sein, dass du einen Transit von Saturn oder Pluto oder im 8. bzw. 12. Haus hast, der veranlasst, sich mit dem Tod und Leben nach dem Tod auseinanderzusetzen. (Ich hab ja dein Geburtsdatum nicht.)
    Der Körper ist nur das Kleid der Seele. Immer mehr Menschen werden sich dieser Seele bewusst, streben nach Erkenntnissen. Damit einher geht, dass wir einige Dinge nicht mehr brauchen. Vegan kochen und essen ist auf dem Vormarsch. Getragene, gut erhaltene Kleidung wird immer beliebter – nicht nur aus Kostengründen, sondern weil die Schadstoffe schon herausgewaschen sind.
    Da kann man einen Einbruch der Märkte vorhersagen, weil wir uns von „höher, schneller und weiter“ ebenso wie von „mehr“ abwenden. Wir brauchen die künstlich erzeugten Produkte nicht mehr. Nach dem Wahnsinn der Wegwerfgesellschaft suchen wir wieder nach etwas Beständigem.
    Zurück in die eigene Welt kann auch bedeuten, die Scheinwelt – die uns vorgegaukelt wird durch Medien, Internet etc. – zu verlassen und sich wieder mehr mit sich und seinem Seelenleben auseinanderzusetzen, wie es viele Menschen schon tun. Und es werden täglich immer mehr.

    Liebe Grüsse
    Ursula

    1. Liebe Ursula,
      ganz herzlichen Dank für diese hochinteressante Deutung! Darüber werde ich heute abend meditieren.
      Ich glaube allerdings, dieses „Wir kriegen euch schon“ deutet eher darauf hin, dass immer wieder versucht wird, uns in der Scheinwelt zu halten, die Du ja in Deinem letzten Satz so treffend beschrieben hast.
      Ach so ja, mein Geburtsdatum – ich bin ein Schütze, geboren in Dortmund am 24.11.1969 um 21:50 Uhr, Aszendent Löwe, Deszendent Wassermann. Heftige Mischung 😉
      Liebe Grüße von Stefanie

  5. Angsttraum/Wahrtraum? Beides ist möglich. Kündigt er die von vielen erwartete „Big False Flag“ an? Die Gastgeberin, eine ältere Frau? Zwei Frauengesichter aus dem Welttheater erscheinen aus dem Nebel, werden sie sich zu einer einzigen Maske/Fratze vereinigen oder widersteht die eine dem Druck zu weiterer Gewalt und Lüge?

    Manchmal hilft beten, wenn es aus reinem Herzen/Motivation geschieht und die Frucht noch nicht vom Baum gefallen ist.
    Nachdenkliche Grüsse in den Sonntag!

    1. Ach nein, Angsttraum denke ich nicht. In mir ist keine Angst vor dem, was kommen mag. Eher eine nachdenkliche Stimmung. Wir befinden uns mitten in den Geburtswehen für eine neue Zeit. Vielleicht geht es eher um Bewusstwerdung. Vielleicht ist es ein Aufruf, nicht zu erlahmen oder den Kopf in den Sand zu stecken. Wir können uns dem Weltgeschehen nicht entziehen, doch solange wir in uns selbst Unfrieden und/oder Hass gegenüber anderen tragen, kann im Außen kein Friede sein. Solange wir glauben, dass wir Frieden mit Waffen schaffen können, wird es keinen wahren Frieden geben. Vielleicht ist der Traum aber auch der Aufruf, in mir selber ein bisschen aufzuräumen?
      Beten – das ist ein hervorragender Rat. Beten ist eine unendliche Kraft.
      Lieben Dank für Deinen Kommentar, ich wünsche Dir eine gute Woche! ♥

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