Das mittelgroße Sternchen

Das mittelgroße Sternchen ist traurig. Keiner mag es. Kaum steckt es den Kopf aus der dunklen Erde, wird es auch schon erbarmungslos gejagt. Dabei hat es so viel zu geben, dass jeder Gärtner froh sein sollte, es in seinem Garten zu haben! Denn das mittelgroße Sternchen, lateinisch Stellaria media, deutsch Vogelmiere, ist anspruchsvoll und lässt sich nicht überall nieder. Wer es in seinem Garten hat, kann sicher sein, dass es sich hier um lockeren, humus- und nährstoffreichen Boden handelt (Quelle: Hortipendium).

Vogelmiere1Es hat aber noch viele andere gute Eigenschaften. Zum einen kann man es fast den ganzen Winter über ernten und hat so ein extrem
vitamin- und mineralstoffreiches Gemüse. Sein
Vitamin C-Gehalt zum Beispiel ist von kaum einer Pflanze zu toppen. Schon 50 g Vogelmiere decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Es schmeckt frisch, saftig und leicht nussig und seiner Vielseitigkeit sind kaum Grenzen gesetzt: Suppen, Salaten, Beilagen, Smoothies, Tees usw. verleiht es erst den richtigen „Kick“.

In der Heilkunde findet Vogelmiere traditionell bei einer erstaunlichen Vielzahl von Leiden Anwendung: Lungenleiden, Tuberkulose, Bluthusten, Blutbrechen, Anämie, Katarrh, Nierenverschleimung, Blasenverschleimung, Hämorrhoiden, Augenentzündung, Ausschlag, Wassersucht, Wunden, Geschwüren, Nasenbluten und Hornhauttrübung. Homöopathen nutzen sie bei Rheuma, Gicht in den Fußgelenken und Schuppenflechte. Und in der Traditionellen Chinesischen Medizin wird ihre Wurzel bei Auszehrung einsetzt (Quelle: Heilpflanzenkatalog). Soviel zum „Unkraut“ …

LoewenzahnApropos Unkraut: Wer entscheidet eigentlich, was „Unkraut“ ist und was nicht? Der unter anderem bei Nierenproblemen und Rheuma hochwirksame Löwenzahn zum Beispiel gilt als Unkraut, die Rauke (Rucola) dagegen nicht. Aber aha, ich habe jetzt endlich eine Definition gefunden: „Unkraut ist das, was da wächst, wo man es nicht haben will.“ Das trifft’s, oder? Mir gefällt allerdings der Begriff „Wildkraut“ besser!

In meiner Bekanntschaft werde ich wegen meiner Begeisterung für Wildkräuter und -gemüse inzwischen schon leicht belächelt, spöttisch als Kräuterexpertin betitelt. Nun, für mich ist das eine große Ehre, denn eigentlich ist mein Wissen sehr lückenhaft. Gott sei Dank habe ich eine gute Freundin, die viel mehr weiß und mir hilfreich zur Seite steht, wenn ich sie brauche!

WiesenschaumkrautIch finde es unendlich spannend, in die Natur zu gehen und rechts und links zu schauen, was die „freie Wildbahn“ mir so Essbares und Gesundes zu pflücken gibt. Meist blühen Wildkräuter wunderschön und lassen sich gerne bewundern, wie zum Beispiel das leckere Wiesenschaumkraut, das unter anderem blutbildend wirkt. In England heißt es, man könne die Elfen sehen, wenn man sich den Schaum, der sich an der Unterseite der Pflanze bildet, an einem Maimorgen in die Augen reibt. (Quelle: Kräuterverzeichnis) Da bin ich doch stark in Versuchung! 🙂

Edgar Cayce hielt viel von Kräutern. In seinen Readings empfahl er sie regelmäßig, unter anderem bei Krebserkrankungen. Hier hob er besonders den Rotklee hervor, der traditionell als Blutreiniger gilt. Das US-amerikanische Nationale Krebsinstitut entdeckte im Rotklee übrigens vier tumorhemmende Bestandteile (Quelle: Natürliche Krebsmedizin, Roger Bloom). Außerdem enthält er Phytoöstrogene (Isoflavone) und eignet sich deshalb hervorragend zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden. Abgesehen davon machen sich die Blüten im Salat richtig gut … 🙂

RotkleeNächste Woche zeige ich Euch noch mehr kraftvolle Pflanzen und stelle Euch einen supertollen Entzündungshemmer vor. Freut Euch drauf!

Eure Stefanie

Advertisements

Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

7 Kommentare zu „Das mittelgroße Sternchen“

Kommentare sind geschlossen.