Zum Greifen nahe

Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen, heißt es im Volksmund. Edgar Cayce macht daraus fast ein Gedicht: „Zum Greifen nahe ist für den Menschen alles das in der Natur, was ein Gegenstück davon im mentalen und spirituellen Reich ist, sowie ein Gegengift für jedes Gift, jedes Gebrechen in der individuellen Erfahrung, wenn nur die Natur, die natürlichen Quellen genutzt werden.“ (Reading 2396-2)

Wildpflanzen sind so ziemlich die natürlichsten Quellen, die man nutzen kann. Viele von ihnen sind essbar, lassen sich wunderbar in unsere Mahlzeiten einbinden und helfen uns mit ihren vielen Wirkstoffen bei der Gesunderhaltung. Und die meisten sind, auch wenn man sie nicht essen sollte, bei den verschiedensten Krankheiten eine echte Alternative zur chemischen Keule.

BeinwellBeinwell zum Beispiel ist ein echtes Powerkraut, wenn es um das Heilen von Brüchen und offenen Wunden geht. Der Name sagt es: das althochdeutsche
„beinwalla“ bedeutet „Zusammenwachsen von Gebeinen“. Es fördert den Knochenwuchs und ist entzündungshemmend. Eine Mundspülung mit Beinwell-Wurzel ist mit das Beste, was man für Zähne und Zahnfleisch tun kann – täglich in Verbindung mit pulverisierten Eierschalen angewandt soll sie sogar Löcher in den Zähnen zuwachsen lassen! Beinwell hat viel Vitamin B12, soll aber angeblich wegen der darin enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide nur in Maßen gegessen werden. Die Meinungen darüber gehen auseinander. Wer sich nicht sicher ist, sollte sich auf die äußerliche Anwendung als Mundspülung und Packung beschränken.

@Emer-Fotolia.com
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Wildpflanzen haben einen großen Vorteil gegenüber Kulturpflanzen: Normalerweise suchen sie sich ihren Standort selber aus und holen sich die für sie wertvollsten Nährstoffe aus dem Boden. Dadurch können sie die geballte Kraft an Vitaminen und Mineralien speichern, was dem sorgsamen Pflücker zugute kommt. Ich empfinde es als ein echtes Geschenk, in meinem Garten einige Wildpflanzen zu haben (zum Beispiel den Gundermann oder Gundelrebe, die unter anderem den Stoffwechsel anregt) und freue mich sehr an ihnen. Mit Pflanzen aus Garten, Wald und Feld lassen sich prima Salate, Gemüse, Suppen und andere leckere Sachen kreiieren und verfeinern, die um ein Vielfaches gehaltvoller sind als alles, was uns so im Supermarkt angeboten wird. Und so ein Ausflug in die freie Natur ist ja auch nicht zu verachten, oder? 😉

Ein ganz eigenes Wissen

Schamanen sind überzeugt, dass die Pflanzen, die der Mensch braucht, sich von selbst in seiner Nähe ansiedeln. Das passt zu Edgar Cayces Ausspruch, dass „der schöpferische Einfluss in jedem Kraut, Mineral, Gemüse oder jeder einzelnen Aktivität eben jene Kraft ist, die ihr Gott nennt.“ (294-202) Ist das in diesem Zusammenhang zu weit hergeholt? Ich glaube nicht. Ich bin davon überzeugt, dass Pflanzen, genau wie Tiere, ein ganz eigenes Wissen haben. Daher finde ich es durchaus angebracht, ihnen zu danken, dass sie uns ihre Kraft und Schönheit schenken und uns mit ihrem Dasein bereichern. Sie schenken uns, was wir für eine gesunde Ernährung und auch für die Gesundwerdung brauchen.

Juckt es dich? Nimm Wegerich!

Da wäre zum Beispiel der Wegerich. Spitz- oder Breitwegerich ist hier auf den Wiesen weit verbreitet und wird bei uns traditionell zur Stillung von Juckreiz verwendet. Super bei Mückenstichen! Interessanterweise wächst er oft in der Nähe von Brennesseln – noch Fragen zum Wissen von Pflanzen?

SpitzwegerichAber der Wegerich kann noch mehr. Edgar Cayce empfahl ihn am häufigsten bei Krebs – innerlich als Tee, äußerlich als Salbe oder Paste mit Öl (Readings 5521-1, 3121-1 und andere). In England haben Forscher vor einigen Jahren festgestellt, dass so genannte pflanzliche „Salvestrole“ in Menschen ein Enzym anregen, das Krebs zum Stillstand bringen soll. Diese Salvestrole hat Wegerich in hohem Maße. Mehr Interessantes zum Wegerich auch im Salat und als Beilage findet Ihr auf dem Blog „Wildpflanzenliebe“.

Ich merke schon, mein Wildpflanzenrausch will noch einen dritten Artikel! Deshalb stelle ich Euch nächste Woche einen echten Überlebenskünstler vor. Nicht verpassen!

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

3 Kommentare zu „Zum Greifen nahe“

  1. Oh ja Beinwell oder Wallwurz, wie wir es hier nennen ist ein „Wunderkraut“. Gerade kürzlich wieder erfahren, als ich die kleine Zehe kräftig anschlug, und diese sofort anschwoll. Ich konnte nur noch humpeln. Ein dicker Salbenverband mit Wallwurzsalbe und innert drei/vier Stunden war die Schwellung weg, die Zehe noch etwas blau, aber sonst okay. Von Bekannten habe ich gehört, dass sie an einer solchen Verletzung gut eine Woche lang herumdokterten (ohne Wallwurz) und sich sogar krankschreiben lassen mussten.

    Wie gesagt: Ein Wunderkraut!-:)
    Schönen Sonntag und liebe Grüsse
    Elfe

    1. Liebe Elfe,

      vielen Dank für’s Teilen Deiner Erfahrung! Ich staune immer wieder, was Heilkräuter so alles schaffen, sie sind ein echtes Geschenk! Sobald das Wetter wieder schöner ist (bei uns regnet’s zurzeit Bindfäden) werde ich auf Wurzelsuche für Salbe gehen. Die Blätter und Blüten nutze ich ja schon im Salat, in Kräutermischungen und als Gemüsebeilage.

      Herzliche Grüße sendet Dir
      Stefanie

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