Gott ist auch im Physischen!

Allesesser, Vegetarier, Veganer – ein heikles, mit Emotionen und Ideologien belastetes Thema. Der Mensch muss kein Fleisch essen, um alles zu bekommen, was der Körper braucht, heißt es. Der Mensch brauche bestimmte Nährstoffe, die nur in tierischen Produkten zu finden sind, heißt es. Und dann kommt noch die emotionale Seite ins Spiel: Das arme Tier, das unschuldig leiden muss.

Nun, in Edgar Cayces Trance-Readings finden wir sehr viele Hinweise zur Ernährung, meist in Verbindung mit Gesunderhaltung und Gesundung. Er bezog sie immer in das Gesamtbild ein, berücksichtigte Körper, Seele und Geist. Durch alle Readings zieht sich dieser Satz:

„Gott ist ebenso im Physischen wie im Spirituellen oder Mentalen, denn alles sollte Eins sein!“ (69-5)

Nein, wir brauchen keine tierischen Produkte, um uns gesund und ausgewogen zu ernähren. Trotzdem riet Edgar Cayce nur von einer Fleischart wirklich ab: Schweinefleisch. In Reading 3599-1 heißt es, dass Schweinefleisch im Körper Schlackenstoffe bildet, die nur schwer wieder ausgeschieden werden können und zahlreiche Erkrankungen begünstigen.

Bitte versteht mich nicht falsch, wenn Ihr jetzt das Folgende lest. Denn ich finde es wirklich super, dass immer mehr Menschen klar wird, wie sehr wir umdenken müssen. Ich habe meine Ernährung schon lange umgestellt und bin seitdem sehr viel gesünder.

©Maik Bolbeth - pixelio.de
©Maik Bolbeth – pixelio.de

Was mich an der Trennung Allesesser, Vegetarier, Veganer jedoch stört, ist die Ausschließlichkeit, mit der jede Gruppe behauptet, Recht zu haben. Und mir fehlt der spirituelle Aspekt dahinter. Bei Edgar ging es nie nur um das Was, sondern auch um das Wie. In allen Wesen, ob Mensch, Tier oder Pflanze, ist die schöpferische Kraft, der Einfluss des Schöpfers, der nach Ausdruck sucht (vgl. Reading 294-202). Ich frage mich, wie viele Menschen sich dieser Tatsache bewusst sind? Wer zum Beispiel dankt heutzutage noch für das Essen, das auf den Tisch kommt? Wieviele Menschen nehmen sich noch wirklich Zeit zum essen? Und wieviele Menschen essen aus Langeweile?

Oft neigen wir dazu, so genannte „Naturvölker“ zu belächeln, weil sie sich bei Tieren und Pflanzen bedanken, bevor sie sie töten bzw. ernten – schließlich ist das ja Aberglaube – nicht wahr? Aber ich glaube, dass es Gott ist – der göttliche Ausdruck – der schöpferische Einfluss – den sie in allen Wesen wertschätzen. Ein wenig Wertschätzung der Natur täte unserer Wohlstandsgesellschaft ganz gut. Damit meine ich auch die Vegetarier und Veganer unter uns. Denn diese Lebensweisen beinhalten viel mehr als nur kein Fleisch bzw. keine tierischen Produkte zu essen. Dazu gehören Achtsamkeit und Respekt nicht nur gegenüber dem Tier, sondern auch gegenüber dem eigenen Körper und vor allem gegenüber der Pflanzenwelt, denn auch die Pflanze lebt!

Viele Vegetarier und Veganer sagen, ihretwegen solle kein Tier leiden, und lassen die entsprechenden Produkte im Essen weg. Aber sie versorgen sich weiterhin im Discounter, kaufen Weißmehl, Raffinadezucker und stark verarbeitete Nahrungsmittel sowie konventionelles, gespritztes Obst und Gemüse. Tun sie ihrem Körper damit wirklich etwas Gutes? Sind solche Lebensmittel wirklich Heilmittel, wie Hildegard von Bingen es schrieb?

Und das ist nicht alles. Wie viele Rehkitze und brütende Vögel werden im konventionellen Getreideanbau durch Mähdrescher getötet! Wie viele Insekten und Mikroorganismen sterben tagtäglich durch chemische Spritz- und Düngemittel! Obst und Gemüse, das aus fernen Ländern eingeflogen wird, die Kleidung, die wir kaufen, die Kunststoffprodukte, ohne die wir nicht mehr leben können, uvm. – alles geht auf Kosten aller Lebewesen.

Ja, wir müssen umdenken. Wir müssen ganzheitlicher werden, achtsamer, respektvoller, behutsamer. Es geht um die Anerkennung des schöpferischen Einflusses in uns selbst, in unseren Mitmenschen, in den Tieren und in den Pflanzen. Nichts ist voneinander getrennt – alles ist miteinander verbunden. Das ist es, was wir erkennen sollten. Das ist es, was spirituelle Lehrer aller Zeiten uns nahebringen.

Und dann verstehen wir vielleicht auch, was Edgar Cayce damit meinte, als er erklärte:

„[Vegetarische Ernährung] ist materiell gesehen keine absolute Notwendigkeit – aber halte es damit ganz so, wie deine Seele (wir sagen nicht Herz) – deine Seele – es wünscht.“ (1554-6)

Advertisements

Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

3 Kommentare zu „Gott ist auch im Physischen!“

  1. Cayce ist aktueller denn je erscheint mir. Mit allem, was wir tun, müssen wir bewusster umgehen, denn hinter allem steckt auch eine geistige Schöpfungsidee. Und die wirkt sich wiederum auf uns selbst aus.
    LG
    Sybille

Kommentare sind geschlossen.