Alle Jahre wieder …

… lassen wir Revue passieren, betrachten wir das vergangene Jahr. Ich habe mir eine Zeit der Computer-Abstinenz verschrieben und diesen Artikel schon vorbereitet, so dass ich in der Zeit zwischen den Jahren nicht mehr an den Rechner muss. Dieses Jahr hatte es in sich, denn es war nicht nur für mich sehr turbulent.

Vieles ist geschehen

©Enrico G. Agostoni - Fotolia.com
©Enrico G. Agostoni – Fotolia.com

Wie viel hat sich allein bei mir getan! Schon zu Beginn des Jahres die Fertigstellung des neu gestalteten Cayce-Portals, dann die Einladung nach Süddeutschland für ein Interview mit Welt-im-Wandel.tv. Und die Verwirklichung meines lang gehegten Wunsches, endlich die Universellen Gesetze zu veröffentlichen, hat in diesem Jahr ihren Anfang genommen. Einige Vorträge in Dortmund gaben mir mehr Sicherheit, nicht nur schriftlich, sondern auch persönlich für meine Überzeugungen einzustehen.

Aber da waren auch Zweifel, Ängste, Ärger und ein tiefer, innerer Zwiespalt. Wer bin ich? Wie wirke ich auf andere? Warum brauche ich immer noch Bestätigung von außen? Welche inneren Ängste stehen meiner Selbstverwirklichung im Weg?

Die Erkenntnis

Und dann, in der Woche nach dem zweiten Advent, die Erkenntnis: Ich bin nicht authentisch genug. Das klingt erstmal seltsam, wenn man meine Aktivitäten im Internet mitverfolgt. Aber das Internet ist in gewisser Weise eine Schutzzone. Im persönlichen Gespräch mit anderen Menschen neige ich immer noch dazu, meine Begeisterung für das Edgar-Cayce-Werk zu verschweigen oder herunterzuspielen. „Ach, ja weißt Du, da gab es so einen Mann im 20. Jahrhundert, der … und ja, die Wissenschaft bestätigt sowas ja immer mehr … und irgendwie ist mehr Spiritualität ja auch wichtig …“ – und so weiter. Fast entschuldigend. Kleinlaut. Was denken die anderen?

Die ist schräg.

Die hat’se nicht mehr alle. Darüber kann man ja nur lachen. Worte, die ich aus meiner Schulzeit nur allzu gut in Erinnerung habe. Vieles habe ich schon abgelegt. An anderem arbeite ich noch. Ich bin, wie ich bin! Und wenn jemand damit Probleme hat, sind das nicht meine Probleme. Das muss ich mir immer wieder vor Augen halten. Denn obwohl ich es mir lange nicht eingestehen wollte, trifft Edgars folgende Aussage in gewissem Maße auch auf mich zu:

„Jener ohne Ideal ist in der Tat zu bedauern; jener mit einem Ideal und ohne Mut, es zu leben, ist noch mehr zu bedauern. Wisse dies.“ (Reading 1402-1).

KerzeWie kam es zu dieser Erkenntnis, die vielleicht schon monatelang tief im Unterbewusstsein geschlummert hat? Ganz einfach: Am zweiten Advent habe ich einen Menschen kennen gelernt, der ganz seiner Überzeugung, ganz seiner Sendung lebt und diese auch nach außen hin klar vertritt. Er schert sich nicht um die Meinung anderer. Er ist, wie er ist. Keine Verstellung. Kein Versteckspiel. Und wenn er kritisiert wird, dann ist das halt so. Bewundernswert. Nachahmenswert. Für mich. Für viele von uns.

Und was jetzt?

Ich für meinen Teil werde die kommende Zeit der Rauhnächte dazu nutzen, über die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse zu meditieren und anfangen, sie umzusetzen. Ich werde bewusst innehalten und meine Wahrnehmung schärfen. Und ich werde mich in Dankbarkeit üben.

Dankbarkeit für das, was ich habe. Und Dankbarkeit für das, was ich (noch) NICHT habe. Klingt das seltsam? Denkt mal drüber nach.

Laternenlicht
© Stefanie Bernecker-Pfinztal_pixelio.de

Für das neue Jahr wünsche ich Euch alles Gute, viel Freude, viel Erfüllung, viel Dankbarkeit. Möget Ihr immer besser darin werden, Euer Ideal wirklich zu leben. Möget Ihr für alles dankbar sein, was Euch über den Weg kommt, für das Schöne und auch das weniger Schöne. Möge Euer Herz erfüllt sein von Liebe und Mitmenschlichkeit. Möget Ihr geduldig und langmütig sein.

Das wünscht Euch Eure Stefanie

P.S.: Lesenwerte Texte zum Jahreswechsel:
Er kam zu Seinesgleichen
Astrologische Einflüsse für 2015

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

3 Kommentare zu „Alle Jahre wieder …“

  1. Auch wenn das Jahr für alle sehr anstrengend und teilweise zermürbend war, denke ich doch, werden wir im Nachhinein merken, welche Lehren wir daraus ziehen können. Ich habe die Zeit über Weihnachten auch dazu genutzt, sich alles setzen zu lassen und zu reflektieren, was noch passt und was nicht. Erst war da mal ein großes Loch, aber ich habe es einfach zugelassen. Und so langsam klären sich die Wolken und ich fühle mich stärker und erleichtert.

    Ich wünsche dir ein wunderschönes und erfüllendes 2015, liebe Stefanie!
    LG
    Sybille

    1. Lieben Dank für Deine Worte, Sybille! Ja, die letzten zwei Wochen waren auch für mich eine Quelle, aus der ich Kraft schöpfen konnte. Wie schön!

      Ich wünsche Dir ebenfalls von Herzen alles Gute für das neue Jahr. Viele wertvolle Erfahrungen und viele schöne Erlebnisse.

      Herzlichst,
      Stefanie

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