Die Macht der Gedanken und das Gute im Schlimmen

„Dies ist die erste Lektion, die du lernen solltest: Es gibt so viel Gutes im Schlimmsten von uns, und so viel Schlechtes im Besten von uns, dass es niemandem von uns zukommt, schlecht von anderen zu denken. Dies ist ein universelles Gesetz, und erst wenn man beginnt, dieses anzuwenden, wird man in der spirituellen oder seelischen Entwicklung weiterkommen.“
(Edgar Cayce in Reading 3063-1)

An dieses Zitat dachte ich, als ich mal wieder die Endlosdiskussionen auf Facebook über die vielen Negativschlagzeilen las. Wieviel Hass, Angst und Bitterkeit kommt da zum Ausdruck! Inzwischen habe ich alle Seiten, die solche Dinge munter verbreiten, von meiner Abonnement-Liste verbannt. Denn sie fördern negative Gedanken.

Gedanken sind unendlich machtvoll.

Und nicht die Menschen da draußen, nicht Israel, nicht die so genannten Palästinenser, nicht Russland, nicht Pegida, nicht die IS usw., usf. haben zu bestimmen, was wir denken sollen und – konsequenterweise – wie wir uns zu fühlen haben. Aber genau das wird immer wieder versucht. Über die öffentlichen Medien und von Verschwörungstheoretikern.

Auf beide hören wir nur allzu gerne. In den seltensten Fällen wollen wir beide Seiten der Medaille sehen. Und in den allerseltensten Fällen erkennen wir, dass wir im Dualismus gefangen sind, in der Annahme, dass die einen „gut“ und die anderen „schlecht“ sind. Auf ein „Dazwischen“ lassen wir uns nicht ein.

Das überreiche Informationsangebot in unserer Welt sorgt dafür, dass wir uns ständig Gedanken über Dinge machen, die weitab von uns oder jenseits unseres unmittelbaren Einflussbereichs geschehen und an denen wir – rein äußerlich – überhaupt nichts ändern können. Ich merke das an mir: Das Gedankenkarussell dreht sich meist um negative Dinge, die mich ärgern und die mir Sorgen bereiten. Bis ich mir plötzlich dessen bewusst werde und laut „Stopp!“ sagen muss.

©Trueffelpix - Fotolia.com
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Solche Gedanken halten uns davon ab, uns auf die Dinge zu konzentrieren, die uns aufbauen und die uns Kraft schenken. Und genau das, so glaube ich, ist (von wem auch immer) gewünscht. Ängstliche Menschen lassen sich (von wem auch immer) leichter lenken.

Noch mehr meditieren

Für mich sind die Nachrichten, die zu mir kommen (nein, ich suche sie nicht), eine reine Informationsquelle. Sie spornen mich höchstens dazu an, noch mehr zu meditieren, meinen Mitmenschen noch freundlicher zu begegnen, noch mehr Geduld mit mir selbst und mit anderen aufzubringen, auch wenn mir das sehr oft sehr schwer fällt. Aber wie kann ich nach Frieden in der Welt rufen, wenn ich nicht bereit bin, in mir selbst Frieden entstehen zu lassen – Frieden mit mir, mit meinem Nächsten, mit der Natur und – ja, vielleicht auch mit dem Krieg?

Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, ob es einen tieferen Sinn hat, was zurzeit an so vielen Brennpunkten, hier bei uns und in der übrigen Welt, geschieht? Einen, den wir überhaupt nicht erkennen, weil unsere Sicht der Dinge beschränkt und nicht selten gelenkt ist?

Das Haus auf Fels bauen

Jesus erzählte uns einmal das Gleichnis vom Mann, der sein Haus auf Fels baute und vom Mann, der sein Haus auf Sand baute. (Vgl. Mt 7,24-27) Unser Fels ist Gott, aus dem wir kommen und der in uns ist, wie auch immer wir ihn/sie/es auch nennen mögen. Und wenn wir auf Gott vertrauen, dann brauchen wir uns vor gar nichts zu fürchten, erst recht nicht vor dem Tod, der nur, wie Edgar Cayce einst sagte, „Gottes andere Tür ist.“

Das sollten wir als unsere Aufgabe ansehen: Tiefes Vertrauen in Gott gewinnen, ein liebevoller Umgang mit allen Menschen, die uns begegnen (und wenn es nur ein Lächeln ist), Geduld und Beharrlichkeit in den Dingen, die uns wichtig sind. Auf unsere Geisteshaltung kommt es an, im Kleinen wie im Großen.

Das ist nicht immer leicht. Aber ich arbeite daran. Und Ihr?

©Romolo Tavani - Fotolia.com
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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

3 Kommentare zu „Die Macht der Gedanken und das Gute im Schlimmen“

  1. In dem Zitat von Cayce ist ein kleiner Denkkfehler. Wenn Menschen schlechte Dinge tun (z.B. wenn der IS Kinder köpft und Weltkulturerbe schändet), hat dies zwangläufig zur Folge, dass über die Betreffenden schlecht gedacht wird. Das ist das kosmische Gesetz der Resonanz. Im Übrigens wäre es auch ziemlich schändlich, positiv über solche Verbrecher zu denken.

  2. Das Gute bedingt das Böse ,!!!sagte auch schon Laotse !
    Manchmal wenn das Gute so stark angestrebt wird , scheint das Böse mitzuwachsen !

    1. Gut und Böse sind ja auch nur Wertungen, die wir vornehmen. Die Dinge sind wie sie sind – erstmal. Auf unsere Wertung kommt es an, ob wir sie als gut oder böse einstufen! Und das ist eine sehr individuelle Geschichte, obwohl uns unsere Gesellschaft immer wieder aufdrängen will, was wir als Gut und was wir als Böse anzusehen haben.

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