Die Sache mit der Krone

Wundert Dich die Überschrift? Ich gebe zu, wenn ich zwei Gläser Rotwein intus habe, komme ich auf die abstrusesten Gedanken. Diesmal habe ich mir ein Herz gefasst und sie aufgeschrieben, und so lasse ich Dich ein Stück weit teilhaben an meinem Tai Chi-Seminar in den Voralpen, von dem ich frisch zurückgekommen und noch voller Eindrücke bin. 🙂

Samstag, 25. Juli 2015 auf dem Berghof in Agatharied, irgendwo in Bayern.

Blick vom Berghof ins Tal
Blick vom Berghof ins Tal

Edgar Cayce und der Alkohol

RalfGenerell empfahl Edgar ja, möglichst wenig Alkohol zu trinken. Und Rotwein verträgt auch nicht jeder. Für diejenigen, die ihn vertragen, ist ein Glas milder Rotwein täglich, zusammen mit einem Stück Schwarzbrot, wie Medizin, da er sich positiv auf die Darmtätigkeit auswirkt. Das sagt zumindest Edgar Cayce in Reading 437-7.

Ich trinke milden, leichten Rotwein ausgesprochen gerne und der „Traminer Rosso“ war fantastisch lecker. Aber jetzt, wo ich den Artikel schreibe, war es wohl doch zuviel des Guten, denn ich habe ganz schön einen in der Krone! Wir waren vorhin auf der Stadlberger Alm, einem kleinen Gasthaus etwas oberhalb von unserem Seminarhaus, nur einen Fußweg entfernt und wunderschön gelegen.

Urlaubs-Feeling

Hier oben war der Sonnenuntergang grandios. Die Kuhglocken bimmelten, die Luft war rein und warm und die Stimmung lustig. Hinter den Bergen zogen sich die Wolken zusammen, in der Ferne grollte es schon. Der Abstieg war beschwipst beschwingt. Die Lichter im Tal schienen intensiver zu leuchten, durch das Wetterleuchten zeichneten sich die Wolkenränder klar vom Himmel im Dämmerlicht ab.

Jetzt liege ich im Bett und stelle ganz bewusst fest, dass Alkohol meine Wahrnehmung schärft. Ich beobachte genauer, die Dinge scheinen schärfer, klarer zu sein. Die Fliege, die am Bettpfosten entlang läuft – was für ein Wunder! Jetzt putzt sie sich die Flügel. Und jetzt läuft sie über mein Notizheft. Wie filigran sie doch ist!

„Bewusster werden“

1-2Warum geht das nicht auch, wenn ich nichts getrunken habe? Es ist doch zutiefst faszinierend, sich selbst zu beobachten, oder, wie Bruce McArthur in dem tollen Buch über die Universellen Gesetze schreibt:

„beiseite zu treten und sich selbst beim Vorübergehen zuzusehen“

Wie bewege ich mich? Wie verhalte ich mich? Wie handle ich? Reagiere ich auf Situationen unbewusst oder wähle ich bewusst, wie ich reagieren will? Entscheidend ist, dass ich das erkenne. Und dann daran arbeite. Das geht auch ohne Rotwein. Vielleicht sogar besser.

Mehr Tai Chi

AnfaengerDas merke ich immer deutlicher, je mehr ich mich in das Tai Chi vertiefe. Denn da geht es nicht ohne Beobachten. Um unsere körpereigenen Energien zur vollen Wirkung zu bringen, müssen wir unseren Körper, unsere Gedanken, unser Umfeld, unsere Mitmenschen stärker wahrnehmen. Tai Chi lehrt uns, im Hier und Jetzt zu sein, in alles tiefer hineinzuspüren, über die Technik hinauszugehen, sich selbst neu zu erfahren.

Natürlich ist Technik wichtig. Wir sollten wissen, wie die Dinge funktionieren, wir sollten die Zusammenhänge kennen, sonst können wir uns nicht weiterentwickeln, im Tai Chi nicht und auch im Leben nicht. Sonst gleicht Tai Chi, gleicht das Leben, Zitat:

„dem Fahren eines Wagens, ohne zu wissen, wie er zu steuern ist“ (Bruce McArthur)

Deshalb dürfen wir dankbar sein für Menschen, die uns diese Zusammenhänge näher bringen. Edgar Cayce ist da so ein besonderer Mensch. Bruce McArthur, der dieses wunderbare Buch auf der Grundlage von Edgars Readings geschrieben hat, ebenfalls. Auch meine diversen Tai Chi-Lehrer, die selbst immer wieder dazulernen, gehören dazu. Und ganz viele andere.

1-1Es gibt Leute, die das nicht wollen. Auch nicht im Tai Chi. Sie lernen nicht weiter, obwohl sie vielleicht schon ganz viele Jahre dabei sind. Das zeigt sich gerade in den Partnerübungen, bei denen man nicht selten in das Energiefeld des anderen eindringt. Das zeigt sich auch beim Energie-Senden. Warum ist das so?

Weil viele sich – wie im Leben – mit der Oberfläche zufriedengeben. Ich kann doch die Form, sagen sie sich, was will ich mehr?

Zum anderen ist da die Angst vor dem, was sich da zeigen mag. Die Komfortzone ist bequemer. Das gilt für’s Leben, das gilt auch für’s Tai Chi, das gilt für alles, was wir lernen. Wollen wir stehenbleiben oder sind wir bereit, weiterzugehen?

Ganz schön tiefe Gedanken, oder? Ja, so kann es gehen, wenn man mal einen in der Krone hat! 🙂

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!

Stefanie 2015
Stefanie 2015
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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

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