Die Angst vor der Wurst

Fleischesser horchen auf, Vegetarier und Veganer frohlocken. Allenthalben findet man in den sozialen Medien Aussagen wie „Seht ihr, ich hab’s ja gesagt!“

Die neue Studie der WHO über die Gefahren des Verzehrs von Fleisch und Wurst schenkt dankbaren Artikelschreibern reißerische Überschriften, in denen das Wort „krebserregend“ eine vorherrschende Stellung einnimmt. Verbraucher sind verunsichert. Ist die Panik berechtigt?

Ablenkung

Ich sage: Nein. Ich gehe sogar noch weiter: Die Meldung der WHO kam (beabsichtigt?) für Politik und Wirtschaft zur rechten Zeit. Sie lenkt wunderbar die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ein anderes Angstthema, das den Menschen näher geht als vieles andere: Die eigene Gesundheit. Und so werden Flüchtlingspolitik, Kriegsspiele, Waffenexporte, usw. im Bewusstsein der Bevölkerung (erfolgreich?) in den Hintergrund gedrängt.

Nun, ein Gutes hat sie: Der gedankenlos konsumierende Verbraucher mit dem Motto: „Eine Mahlzeit ohne Fleisch ist keine Mahlzeit“ und „Geiz ist geil“ oder „Je billiger, desto besser“ wird zum Nachdenken gebracht. Immerhin.

Schädliche Substanzen

denio109 - Fotolia.com
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Fleisch ist nicht generell ungesund und Wurst auch nicht. Das behaupten die Leute von der WHO auch gar nicht. Es sind die Inhaltsstoffe in verarbeiteten Fleischwaren, die krank machen können. Denn bei konventionellen Fleischwaren setzt die Industrie mit Vorliebe Substanzen ein, die mehr als schädlich sind. Das Gesetz ist da zugunsten der Wirtschaft äußerst schwammig formuliert. Und solange der Verbraucher gedankenlos seinem übermäßigen Fleisch- und Wurstkonsum zu Billigstpreisen frönt, wird das auch so bleiben, allen Schockmeldungen zum Trotz.

Was rotes Fleisch angeht, vor dem die WHO ebenfalls warnt: Es soll „wahrscheinlich krebserregend“ sein. Einige Studien weisen einen Zusammenhang zwischen Verzehr und Darmkrebs nach, andere nicht. Also ebenfalls schwammig.

Eine normale Ernährung

ErntedankFür mich ist maßgeblich, was Edgar Cayce, der ja einen ziemlich guten Draht „nach oben“ hatte, zum Verzehr von Fleisch sagte. Der überwiegende Teil seiner Trance-Aussagen handelt ja von Gesundheit, Ernährung und Lebensführung, gespickt mit spirituellen Einlagen.

Eine normale Ernährung, so Edgar, setze sich „aus etwa 20% säurebildenden zu 80% basenbildenden [Nahrungsmitteln] zusammen.“ (1523-3). Zu den säurebildenden Nahrungsmitteln gehört Fleisch jeglicher Art, also auch Fisch. Deshalb empfahl Edgar stets, wenig Fleisch zu essen und wenn, dann bevorzugt magere, leicht verdauliche Teile von Geflügel, Fisch, Lamm oder Wild. Von rotem Fleisch sollte noch weniger gegessen werden.

Nur von Schweinefleisch riet er ganz ab und erlaubte nur gelegentlich „“…sehr knusprigen Speck, aber ohne jegliches Fett darin!“ (943-11) Warum knusprigen Speck – keine Ahnung, dazu habe ich nichts gefunden …

Du bist was du isst!

Wieso kein Schweinefleisch, fragst du jetzt. Nein, es hat nichts mit religiösen Geboten zu tun. Aber unter anderem in Reading 1562-1 wird Edgar sehr deutlich:

„Kann jemand seinen Körper mit Schwein füllen und am Ende nicht schweinisch oder säuisch in seinen Beziehungen zu anderen sein?“

gudrin - Fotolia.com
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Klingt das esoterisch? Finde ich nicht. „Du bist, was du isst!“, wie es so schön heißt. Schon lange ist bekannt, dass die Eiweißstruktur des Schweinefleischs der des menschlichen Körpers sehr ähnlich ist. Dieses Eiweiß gelangt über die Nahrungskette in unseren Körper. Der Organismus denkt, er verarbeitet eigenes Gewebe, nimmt die Eiweißmoleküle und baut sie in unseren Körper ein. Und da wir Menschen ein zusammenhängendes Ganzes sind, wirkt sich das auch auf unser Ganzes aus.

Das ist aber nicht alles. In seiner manchmal etwas umständlichen Art erklärte Edgar, dass Schweinefleisch im Körper Schlackenstoffe bilde, die einen Pilz hervorrufen. Durch diesen Pilz fände in der Muskulatur und in den Nerven eine Kristallisierung, also eine Verhärtung statt, was sehr schmerzhaft sein kann (siehe Reading 3599-1).

Davon abgesehen ist heute bekannt, dass Arthritis, Rheuma und andere entzündliche Krankheiten sowie Herzkrankheiten unter anderem auch auf den übermäßigen Fleischkonsum, speziell den Konsum von Schweinefleisch, zurückzuführen sind.

Spannend dazu ist dieser aufschlussreiche Artikel des Mediziners Professor Dr. med. Hans-Heinrich Reckeweg (1905 -1986).

Bewusster einkaufen, bewusster essen

Wellness 2Trotzdem: Entwarnung. Wie wäre es, einfach weniger Fleisch zu essen und Schweinefleisch ganz wegzulassen? An Alternativen fehlt es doch wirklich nicht und auch das Märchen, nur Fleisch enthielte das wichtige Vitamin B12, ist schon lange widerlegt. Und wer weniger Fleisch konsumiert, kann sich auch Fleisch aus artgerechter Tierhaltung leisten.

Ich plädiere dafür, bewusster einzukaufen, bewusster zu essen, bewusster zu genießen. Damit tut man nicht nur sich selbst einen Gefallen, sondern auch der Umwelt und erweist den Schöpferischen Kräften Ehre.

Übrigens, zur vegetarischen Ernährung erklärte Edgar:

„… materiell gesehen ist dies keine absolute Notwendigkeit – aber halte es ganz so, wie deine SEELE (wir sagen nicht Herz) – deine SEELE – es wünscht.“ (1554-6)

Vollwert
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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

5 Kommentare zu „Die Angst vor der Wurst“

  1. Wie? Man wird säuig, wenn man Schwein ist? Das sind doch ganz süsse, liebe Tierchen! Nein so denke ich nicht. aber das man die Angst bei den Tieren mitisst eher(Schlachthöfe). bin zu 98% Vegetarierin. Reitzdem: Schweine beleidigen geht gar nicht! 🙂

    1. 😀 Liebe Gaby, nein, Edgar wollte bestimmt nicht die Schweine beleidigen! Er sprach viel in Metaphern, Allegorien und spielte mit den Vorstellungen der Menschen, die ihn um Rat fragten. Und ich denke gerne an die schöne Freundschaft zwischen Michel von Lönneberga und seinem Schweinchen, das er dressierte … 😉
      Und ja klar, wir nehmen auch die Angst der Tiere in uns auf, deshalb esse ich, wenn überhaupt, nur Fleisch aus artgerechter Haltung. Ich esse auch überwiegend vegetarisch, die Tage im Jahr, an denen ich „totes Tier“ zu mir nehme, kann ich an einer Hand abzählen.
      Lieben Dank für Deinen Kommentar und liebe Grüße!

      1. Aber wo hast du denn jemanden verletzt? Nirgendwo!. Ich weiss das Edgar die Schweine nicht beleidigen wollte. Es bezog sich auf den Satz. dass man säuig wird wenn man Schwein ist. Und es war einfach nur ein Witz: „Nana bitte das Schwein nicht beleidigen, aber nicht wegen Cayce!“ Denn er hat ja recht, man ist die Essenz mit, die Angst in den Schlachthöfen etc. Und ich meinte damit, das liebe süsse Schweinchen, denn es ist ja nicht schlecht. Es ist ein nettes Tier, sehr intelligent. Natürlich ist der Mensch weiter fortgeschritten(obwahl manchmal frage ich mich das ob es wirklich so ist?) Und das lebende Schwein ist doch super ok. Vielleicht kann ich es damit näher erklären. Ein Mensch benimmt sich etwas blöd, man sagt der Affe, Und ein andere: Nun beleidige den Affen doch nicht, Das heisst der Mensch ist ja noch blöder. Wenn auch nicht wirklich, sondern als Witz. Hoffe ich konnte nun rueberbringen, was ich meinte!

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