Auf das Leben – L’Chaim!

Heute bei Facebook: Ich stöbere ein bisschen durch die Timeline, dort, wo all die Neuigkeiten erscheinen, die meine Freunde dort so einstellen. Die inhaltlich sehr unterschiedlichen Posts sind manchmal  interessant, manchmal nachdenklich stimmend, manchmal – wie heute – erschütternd und gleichzeitig aufwühlend.

Da lese ich:

Quelle: Israel in Deutschland
Quelle: Israel in Deutschland

Wir trauern um Shlomit Krigman. Sie wurde gestern von zwei palästinensischen Terroristen vor einem Lebensmittelladen in Beit Horon mit Messern angegriffen und schwer verletzt. Heute Morgen verstarb sie im Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem. Shlomit wurde 23 Jahre alt.

Und direkt darunter, von Byron Katie:

©Kikkerdirk- Fotolia.com
©Kikkerdirk- Fotolia.com

What happens is the best thing that can happen –
When you look deeply you discover that

(Was geschieht, ist das Beste, was geschehen kann – wenn du tief blickst, entdeckst du das).

Byron Katie

Wechselbad der Gefühle

Die Bestürzung, die der erste Beitrag wegen eines Einzelschicksals in mir auslöste, schien all die scheinbar sinnlosen Gewalttaten, die uns immer wieder vor Augen geführt werden, in sich zu tragen. Denn ob man nun über die letzten Anschlägen in Paris entsetzt ist, um die Opfer von Flugzeugabstürzen trauert oder um diese hübsche junge Frau, deren Tod in unseren staatlich gelenkten Medien wohl kaum Beachtung finden wird – immer sind es Einzelschicksale und immer gibt es Angehörige, die zutiefst trauern und Menschen, die betroffen sind.

Gleichzeitig spürte ich tief in mir die Wahrheit der Worte von Byron Katie. Sie machten mich froh und dieser Gegensatz zur Bestürzung nur einen Augenblick vorher löste in mir einen Konflikt aus, den ich schwer beschreiben kann.

Fast wie ein Hohn …

… scheint der Ausspruch von Byron Katie. Denn wie kann es das Beste sein, was geschieht, angesichts von so viel Leid, Hass, Angst und Schmerz?

Und doch – ja, und doch hat sie recht. Tief in meinem Inneren weiß ich, dass alles, wirklich alles einen Sinn hat. Der Schmerz entsteht dadurch, dass wir etwas nicht so akzeptieren, wie es ist. So haben viele Menschen große Probleme mit dem Thema Sterben und Tod, ob es sie selbst angeht oder ihre Angehörigen. Doch der Tod gehört nunmal zum Leben oder, wie man so schön sagt: „Das Leben endet garantiert tödlich.“ Oder wie Edgar Cayce sagt:

„Es gibt keinen Tod, nur den Übergang von der physischen auf die spirituelle Ebene. Und so wie die Geburt in die physische Welt als Beginn eines neuen Lebens bezeichnet wird, so ist der Tod in der physischen Welt wie eine Geburt in der spirituellen Welt.“ (Reading 136-33)

Sollen wir also alles hinnehmen?

Nein. Hinnehmen bedeutet Aufgeben. Und Aufgeben ist niemals eine gangbare Option, auch wenn manche das glauben.

Aber warum sollten wir das, was geschehen ist, was geschieht, nicht zunächst einmal annehmen? Denn es ist doch, wie es ist. Ändern können wir es ja nicht mehr, oder? Und Ärger, Schuldzuweisungen, bringen ganz und gar nichts. Trauern ist ein wunderbares Ventil, aber auf die Dauer ist auch das nicht mehr hilfreich. Also annehmen. Und dann an einer Lösung arbeiten. Eine Lösung, die für uns als Individuen gangbar ist, aber auch – wenn möglich – für viel mehr Menschen gilt. Also was ist die Lösung?

Wir sind die Lösung!

MotherhoodJa, du hast richtig gelesen. Du bist die Lösung. Ich bin die Lösung. Alle Menschen, die guten Willens sind, sind die Lösung. Denn mit unseren Gedanken und Taten gestalten wir die Welt. Wir bestimmen, wo es lang geht. Ob es nun um Anschläge, Flüchtlingskrisen, Raketenabschüsse oder Kriege geht: Die Welt ist so, wie sie ist, weil wir so sind, wie wir sind. Wir haben Anteil an der Gewalt. Jedesmal, wenn wir einen Gedanken des Hasses hegen, jedesmal, wenn wir jemanden verurteilen, wird wieder ein kleiner böser Dämon geboren, der Unfrieden sät.

Gedanken sind Dinge …

… und können in ihrer Wirkung Wunder oder Verbrechen sein,“ heißt es in Reading 105-2. Gedanken stehen am Anfang jeder Tat, sei sie nach unseren Maßstäben gut oder böse. Deshalb achte auf Deine Gedanken! Deshalb verurteile nicht! Deshalb bemühe Dich, Hass in Liebe zu verwandeln!

Das bedeutet nicht, dass Du den Ungerechtigkeiten auf dieser Welt tatenlos zusehen sollst. Ziviler Widerstand, Barmherzigkeit, Mithelfen und auch Protestieren sind oft notwendig. Denken wir an Gandhi, denken wir an Martin Luther King und unzählige andere. Der entscheidende Faktor ist aber Dein Geist, sind Deine Gedanken. In welchem Geist tust Du das, was Du tust? Was ist Dein Motiv? Hass erzeugen? Liebe säen? Freude bereiten? Begierde befriedigen?

Denk daran, dass Hass nur Hass hervorbringt, wenn Du verurteilst, wirst auch Du verurteilt, und Angst schafft Angst. Das ist ein Universelles Gesetz: Du erntest, was Du säst. Das Gesetz kannst Du nicht umgehen. Es ist ein Lebensprinzip.

Was im Moment auf der Welt geschieht, ist der Samen, der aufgegangen ist. Du und ich und viele andere haben ihn gesät. Den Samen des Guten und den Samen des scheinbar Bösen. Doch jeder Tag ist ein neuer Anfang. Jeder Tag ist ein neues Leben, sagte Arthur Schopenhauer einst. Und so stoße ich mit Dir auf das Leben an und rufe:

Es lebe das Leben – L’Chaim!

 

Ralf

 

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

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