Aus und vorbei …

… meine Sommerpause. Diesmal habe ich lange gebraucht, um wieder eine Motivation zum Schreiben zu finden – fast zehn Wochen. Diese zehn Wochen waren angefüllt mit Arbeit, Garten, Ernten, aber auch mit einer echt tollen Begebenheit und vielen Erkenntnissen, die mir ehrlich gesagt oft zuviel wurden.

Mal etwas ausheulen

©buchkunst-jadon aboutpixel.de
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Der Sommer ist eigentlich immer voll mit Übersetzerarbeit, da viele Kollegen in Urlaub sind und man für diese mitarbeitet. Dieses Jahr war es noch mehr als sonst und ich musste mir die Zeit für mich regelrecht freischaufeln. Nebenbei habe ich dann noch einen Garten, in dem mich alle unerledigten Dinge anschauen. Nun habe ich das große Glück, dass ich den Garten mit meinen Eltern teile, die den überwiegenden Teil der Arbeit machen, aber so einiges bleibt doch noch mir überlassen. Ende Juli fand dann das 5-tägige Tai Chi-Sommerseminar in den bayerischen Voralpen statt, bei dem mir, gerade außerhalb der Kurse, so einiges klargeworden ist.

Ich habe es noch nicht einmal geschafft, an meinem Büchlein, wie ich Neurodermitis und Ekzem überwunden habe, weiterzuschreiben. Das wollte ich eigentlich diesen Herbst herausbringen. Aber das wird wohl nichts.

Wie unser Leben funktioniert

Design: Carina Leithold, www.mandala-zauber.de
Design: Carina Leithold, http://www.mandala-zauber.de

Aaaaber – dafür wurde Ende Juli die 2. korrigierte Auflage des Buches „Wie unser Leben funktioniert“ veröffentlicht! Jawohl! Die 1. Auflage war fast vergriffen und das Buch soll ja weiterhin verfügbar bleiben. Einige Leser haben mich auf Tippfehler aufmerksam gemacht. Interessanterweise hat jeder andere entdeckt, und das, obwohl fünf Lektoren das Buch vorab Korrektur gelesen hatten! Das wirklich Schöne daran: Die 2. Auflage konnte komplett mit den Einnahmen aus dem Buchverkauf finanziert werden. Ich darf sehr dankbar sein. ❤

Foto: Stefanie
Foto: Stefanie

Dann kam die Erntezeit, auf die ich nicht verzichten mag. Es ist unendlich bereichernd und entspannend, durch die Gegend zu streifen und wilde Früchte zu ernten. Die Kräutervorräte für den Winter wollen aufgestockt werden, allen voran Brennesselsamen und Schafgarbe. Ende August/Anfang September wollten die Pflaumen gepflückt werden. Und die eigenen Tomaten. Und die Bohnen. Und der Salat verlangte nach Aufmerksamkeit. Heute abend will ich mal schauen, wieviele Holunderbeeren nachgereift sind. Ich kenne da so eine Stelle, an der ich vielleicht noch ein paar abstauben kann.

Manchmal war ich sogar zu müde zum Meditieren. Ich bin oft auf dem Meditationskissen eingeschlafen.

„Prüfungen an Körper und Verstand“

Was mich aber wirklich geschafft hat, war die viele Übersetzerarbeit. Zugegeben, ich habe gut verdient. Aber womit habe ich das Geld bezahlt? Klingt das komisch? Ich finde nicht. Bezahlt habe ich mit meinen Nerven. Mit Stress. Mit Unzufriedenheit. Ich habe mich gegen die Umstände gewehrt. Gewehrt, dass ich nicht genug Zeit habe, um – wie ich meinte – meine Bestimmung zu erfüllen. So habe ich, wie es im Buddhismus heißt, mein Leid selbst erschaffen. Und dabei vergessen, dass Leiden Sinn macht. In dem Buch „Die Lehre des Edgar Cayce“ von Mark Thurston lese ich:

Leiden macht Sinn. … Leiden ist unvermeidbar; jeder von uns erlebt Rückschläge, Enttäuschungen und Schmerzen. Es ist einfach das Wesen des körperlichen Lebens, wie der Buddha erklärte. Oder, wie Edgar Cayce erklärte, wir sind in eine Sphäre von „Prüfungen an Körper und Verstand“ eingetreten, die die Herrlichkeiten trüben, die wir sehen könnten. Die gute Nachricht ist, daß auch das Leiden einem höheren Ziel dienen kann. Auf diese Weise werden wir geprüft, so daß wir offen sein können, um die beruhigende, heilende Gnade des Göttlichen zu empfangen. Und was lehrt uns das Leiden über Werte und Ideale? Es zeigt uns einen neuen Weg, unsere eigenen Schmerzen zu sehen und zu verstehen, daß Schuld und Scham nicht angemessen sind, daß gerade in diesen Zeiten stille Begegnungen mit dem Geist am wahrscheinlichsten stattfinden.

„Gerade in diesen Zeiten stille Begegnungen“ … Ja, in der Tat. In dieser Zeit fielen mir wieder zwei Bücher ein, die vom taoistischen Weg handeln. Ich lieh sie mir noch einmal von meiner Schwester aus und begann, darin zu lesen. Mir wurde wieder einmal klar: Es kommt alles zur rechten Zeit. Ja, tut es wirklich!

  • Die Beendigung meines Büchleins
  • Die Freiheit, ganz meine Bestimmung zu leben
  • Die Freiheit von Geldsorgen (vielleicht anders, als ich denke?)
  • Die Freiheit, auch innerlich endlich frei zu sein
  • Die Unabhängigkeit von der Meinung anderer
  • und vieles mehr …
©Kikkerdirk- Fotolia.com
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Ich schloss Frieden mit meiner Arbeit und begann wieder, etwas Freude daran zu haben. Ich beschloss, viele Dinge lockerer anzugehen, obwohl das manchmal irre schwer ist (aber dazu mehr in einem der nächsten Artikel …), und ich beschloss, innerlich nicht mehr gegen die Geldarbeit anzukämpfen. Denn Geld haben ist ja etwas Schönes, nicht wahr? Auch wenn es reichlich Leute gibt, die das Gegenteil behaupten – oft sind es die, die gar nichts haben und sich zum Beispiel damit trösten, dass „Geld den Charakter verdirbt“, oder die meinen, es sei „unspirituell“, Geld zu haben. Alles Quatsch!

Nach Anerkennung suchen?

Universale SpiritualitätUnd was ist mir außerhalb der Tai Chi-Kurse klargeworden? Im Wesentlichen, dass ich eine Neigung, die ich aus Jugendzeiten mit mir herumschleppe, immer noch nicht ganz abgelegt habe: den Wunsch nämlich, „dabeizusein“, anerkannt zu werden, und das von Menschen, die zwar nett sind, aber denen ich im Grunde nicht viel bedeute. Vielleicht hat man einige gemeinsame Interessen, die einen miteinander verbinden. Eventuell kommt es zu so etwas wie einem „freundschaftlichen Miteinander“. Das ist aber auch alles.

Warum also laufe ich diesen Menschen, so nett sie auch seien mögen, nach? Die genaue Antwort habe ich noch nicht für mich gefunden. Wohl aber die Lösung, die mir in den morgendlichen Meditationen kam, und die vielleicht doch die Antwort ist:

Lass es bleiben. Es gibt Menschen, denen du viel bedeutest und bei denen es nicht nötig ist, nach Anerkennung zu suchen. Diese sind wichtig. Die anderen sind ein Teil deines Weges. Sie lehren dich, auch solche Dinge zu erkennen, anzunehmen – und dann loszulassen. Im Grunde sind es Lehrer, und sie bleiben so lange, bis du die Lektion, die du von ihnen lernen sollst, gelernt hast. Es lohnt sich nicht, ihnen hinterherzulaufen. Du bist gut, wie du bist. Punkt.

So ganz eigentlich finde ich das ja alles in den vielen, vielen Büchern, die ich im Laufe der Zeit so gelesen habe und in die ich gerne immer wieder mal hineinschaue. Aber manche Lektionen brauchen wohl länger und zeigen sich dann auf anderen Wegen. Erkenntnis geschieht nicht durch Lesen, sondern durch Erfahrung.

Ein wundervolles Zitat

Und dazu habe ich ein wundervolles Zitat in Edgars Reading 1567-2 gefunden, das ich Dir nicht vorenthalten möchte:

Eine Erfahrung ist nicht nur ein Geschehen, sondern wie ist die Reaktion Deines eigenen Verstandes? Was tut sie für dich, um dein Leben, deine Gewohnheiten, deine Beziehung zu anderen mit einer hoffnungsvolleren Haltung hilfreicher zu machen?

Dies sind die Kriterien für die Erfahrung jedes Menschen – Aufrichtigkeit in den Absichten, den Wünschen; das ganze Gesetz in den Aktivitäten in Kraft treten zu lassen – welches da ist: du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzem Herzen, deinem Verstand und deinem Körper, und: deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.

Dies ist das ganze Gesetz. Alle anderen vorgegebenen oder geschriebenen Dinge sind nur die Deutung desselben.

©Romolo Tavani - Fotolia.com
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Nun, was meinst du, hat meine Sommerpause auch geistige Früchte getrieben?

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

2 Kommentare zu „Aus und vorbei …“

  1. Habe mich schon sehr über dein langes Schweigen gewundert, und deshalb freue ich mich, heute wieder etwas von dir zu lesen.
    Du gibst immer wieder Denkanstöße.
    Danke.

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