Über Informationen und ihren Fluss

Mein letzter Beitrag über Wertschätzung und Geld hat so einige Diskussionen ausgelöst. 😀 Dabei erstaunt mich immer wieder, was für Informationen jeder für sich aus Texten herausfiltert und dann ganz ausführlich dazu wird. Manchmal denke ich dann, wir reden über zwei völlig unterschiedliche Texte … oder auch „habe ich das wirklich so geschrieben/gemeint?“

Wem gehören Informationen?

Speziell in einem Kommentar ging es darum, dass Cayces Informationen ja gar nicht Cayce gehörten und die Frage wurde gestellt, wie er sie für sich beanspruchen sollte? Ein Copyright auf die Worte Jesu gäbe es ja auch nicht.

Foto: Stefanie Piel

Der Kommentator nahm (vermute ich) Bezug auf die Stelle, dass die Originale der Readings in das Eigentum der Söhne und der Sekretärin übergehen sollten. Die Stelle habe ich daraufhin verändert und „Originale der Reading-Niederschriften“ daraus gemacht.

Im weiteren Verlauf der Diskussion kam dann die Behinderung des Flusses an vorhandenen Informationen und unsere korrumpierte Vorstellung von der Gesellschaft zur Sprache.

Nun, über Letzteres diskutiere ich nicht. Doch zur Behinderung des Informationsflusses möchte ich gerne einiges schreiben, denn eine solche sehe ich nur bedingt und ganz bestimmt nicht darin, dass man Texte mit Copyright belegt.

Gefilterte Informationen

Ich kenne reichlich viele Menschen, die glauben, es würden ihnen – gerade in der heutigen Zeit – Informationen vorenthalten.

Foto: Stefanie Piel

Dazu kann ich nur sagen: Stimmt. Die ganze offizielle Medienlandschaft filtert die Informationen, die wir erhalten sollen, gezielt aus und lässt die anderen unter den Tisch fallen. Hier in Deutschland bezahlst Du sogar gezwungenermaßen Geld dafür, dass Du belogen und betrogen wirst. Und der überwiegende Teil der Menschen gibt sich damit zufrieden oder denkt erst gar nicht darüber nach.

Auch im Internet gibt es reichlich Zensur bei uns im Westen, doch die hält sich noch halbwegs im Rahmen. Es gibt aber viele Länder, da kann man erst gar nicht ungehindert ins Internet oder es werden Internetseiten gesperrt. Meist sind das autoritäre Gesellschaften und oft sind sie in arabischen Ländern zu finden.

Selektive Wahrnehmung

Gleichzeitig leben wir klar im Informationszeitalter. Nie, wirklich NIE ZUVOR hat die Menschheit so ungehinderten Zugang zu so unendlich vielen Informationen gehabt. Das weltweite Wissen wächst rasant und die Informationen, die uns aufgrund dessen zur Verfügung stehen, sind so zahlreich, dass wir kaum nach Luft schnappen können, um in der Flut nicht zu ertrinken.

Nur, und da ist der Haken: Unser Gehirn fasst diese Flut gar nicht. Das meiste sackt ins Unterbewusste ab. Und da jeder Mensch unterschiedlich ist, filtert unser Gehirn nur die Informationen, die für uns aufgrund unserer individuellen Überzeugungen, Erwartungen und Erfahrungen wichtig oder bedeutend sind, heraus. Das kann für mich was ganz anderes sein als für Dich. „Selektive Wahrnehmung“ nennt man das.

Ganz spannend in diesem Zusammenhang finde ich dieses Video.

Es gibt einen schönen Spruch: „Wir hören/sehen nur das, was wir hören/sehen wollen“ (bewusst oder unbewusst). Und bestimmt hast Du auch schon die Erfahrung gemacht, dass Du, wenn Du einen Text zweimal liest, beim zweiten Mal ganz andere Dinge wahrnimmst als beim ersten Mal. Gleiches gilt bei Filmen usw.

Wenn Du dann etwas darüber verbreitest, kann es etwas ganz anderes sein als das, was der Urheber gemeint hat, denn es ist durch Deinen ganz persönlichen Filter gegangen.

Für mich heißt das: Letztlich behindert unser Gehirn SELBST den freien Informationsfluss!

Zugang zu Allem

Das ist die physische Ebene. Es gibt da aber auch die geistige bzw. spirituelle Ebene. Und auf dieser Ebene haben wir Zugang zu ALLEN Informationen, die wir wollen und brauchen. Wir müssen uns nur mit unserer göttlichen Quelle verbinden. Das kannst Du nicht? Klar kannst Du das! Die Frage ist:

Was bist Du bereit, dafür zu geben?

In einem sehr aufschlussreichen Vortrag sagt Edgar Cayce selbst:

Ich glaube ganz gewiss nicht, dass es niemanden gibt, der das, was ich tue, nicht auch tun könnte. Ich bin der festen Überzeugung, dass alle Menschen viel größere Kräfte haben, als sie sich bewusst machen,

wenn sie nur bereit sind, den Preis zu zahlen, der nötig ist, um diese Fähigkeiten zu entwickeln: Das Loslassen jeglicher Interessen, die nur auf das eigene Wohl abzielen.

Seien Sie ehrlich: Wären Sie bereit, nur ein einziges Mal im Jahr Ihre Persönlichkeit abzulegen und sich völlig von ihr zu lösen?

Nun, so weit müssen wir nicht gehen. Aber ich bin ganz Edgars Meinung, was die Kräfte anbetrifft. Wovon glaubst Du, werden Künstler, Autoren, Musiker inspiriert? Und wer von uns hat nicht schon Inspirationen gehabt? Das ist die grenzenlose göttliche Kraft in uns.

Chakren
© styleuneed – Fotolia.com

Gerade in der Meditation verbinden wir uns mit dem Göttlichen in uns und können unendlich viel Unterstützung finden. Ich habe in der Meditation schon Informationen bekommen – wow!!! Und alles völlig kostenlos … 😉

Auch das Gebet bewirkt viel mehr, als wir uns vorstellen können. Es reicht aber oft schon aus, wenn Du anfängst, auf Deine Intuition zu hören. Sie ist die göttliche Stimme in Dir und zugegeben, sie ist ziemlich leise. Um sie zu hören, musst Du all die Ablenkungen um Dich herum ausblenden. Aber dann!

Eine andere Sichtweise

Foto: Stefanie Piel

Wenn Du soweit gekommen bist, wirst Du feststellen, dass es Dir langsam egal wird, ob Dir irgendeiner etwas vorenthält oder nicht. Du weißt, wo Du die für Dich wichtigen Informationen herbekommst. Und vielleicht wirst Du sogar jegliche Information, die nicht Deiner spirituellen und/oder menschlichen Weiterentwicklung dient, ganz bewusst ausblenden.

Ich für meinen Teil bekomme alle Informationen, die ich will und die ich brauche. Ich weiß, wo ich suchen muss – sowohl außen als auch innen. Ich bin bereit, in das, was mir ganz besonders wichtig ist, zu investieren. Mit Zeit, mit Energie, aber eben auch mit Geld. Und sehr oft kommen die Informationen, die ich benötige, inzwischen sogar von selbst zu mir.

Überlege wohl!

ABER: Es liegt ganz an mir. Niemand ist verpflichtet, mir zu helfen oder mit etwas zu geben, weder auf materielle noch auf spirituelle Weise. Und wenn ich will, dass sich die Gesellschaft, von ich ein Teil bin, wandelt, dann muss ich mit gutem Beispiel vorangehen. Ich bin kein Opfer. Ich bin ein machtvolles Wesen. (Du übrigens auch!)

Wir haben keinen Anspruch darauf, dass uns die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Und die Gesellschaft (mag sie auch korrumpiert sein), schuldet uns nichts. Das bringt Edgar ganz klar in Reading 2172-1 zum Ausdruck:

Überlege wohl, wie viel du der Welt schuldest und nicht, wie viel die Welt dir schuldet!
Die Welt schuldet jedem Individuum nur die Möglichkeit, sich selbst und sein Ideal von den Schöpferischen Kräften auszudrücken – und dies wird in der Art und Weise, wie wir unsere Mitmenschen behandeln, Ausdruck finden.

In diesem Sinne wünsche ich Dir unendlich viele Inspirationen!

Herzlichst,
Deine Stefanie

 

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.