Bist Du Dutzendware?

„Wer nicht gelernt hat, gegen den Strom zu schwimmen und kraftvoll gegen den Strom zu schwimmen, wer nicht gelernt hat, Grundsätze, die als wahr erkannt wurden, unter allen Umständen durchzuführen, wer nicht gelernt hat, sich für einen solchen Gegensatz gleichsam kreuzigen zu lassen, der muss immer damit rechnen, dass er morgen, übermorgen zur Dutzendware gehört. Er muss immer damit rechnen, dass er in absehbarer Zeit ein Massenmensch, ein vermasster Mensch wird, er muss damit rechnen, dass er morgen, übermorgen überall billig verkäuflich ist.“
Josef Kentenich (1885-1968)

Da stand sie, diese Aussage.

©marigold_88 – Fotolia.com

Völlig unerwartet, am achten Tag meines Novenen-Heftchens „Sehnsucht nach Leben“, stieß ich darauf. Sie packte mich. So viel Realitätssinn, so viel Klarsicht, so viel Menschenkenntnis spricht aus diesen Worten eines Mannes, der stets gegen den Strom schwamm, der es wagte, trotz aller Widerstände und sogar unter großen Gefahren für sein Leben seinen ganz individuellen Weg zu gehen – ganz und gar im Vertrauen auf Gott.

Mit dem Strom?

Gegen den Strom schwimmen – das bedeutet Kraftaufwand. Und obwohl viele von uns meinen, sie seien unabhängig, so schwimmen sie doch nur allzu gern mit dem Strom, machen sich abhängig von der Meinung anderer. Das bedeutet weniger Anstrengung. Ob es das neueste Smartphone, die modernsten Klamotten, die angesagteste Fernsehserie oder auch eine Angst machende Meldung in den Medien ist: Wir wollen mitreden können.

Ian Sane „Little Luckiamute River“
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Aber selbst wenn wir sagen, hey, ich bin anders, ich höre auf diesen Channel und jenes Medium, ich mache Yoga (Reiki, Tai Chi, Kung Fu, Mediales Heilen etc.) oder kämpfe gegen die korrumpierte Gesellschaft oder was auch immer, gibt es auch da oft den Gruppenzwang. „Ich muss noch dieses Seminar und jenen Kurs machen, weil dieser und jener das auch macht und ich ‚dazugehören‘ will …“

Die (Fehl-)Informationen in den Medien, die Versprechungen von Politikern, die bewusst geschürte Angst vor Krieg und Terror, aber auch die so genannte „alternative Szene“ – nimm, was du willst, du wirst nur wenige Menschen finden, die auch in einer bestimmten Gruppierung ernsthaft hinterfragen, und noch weniger, die nicht nur hinterfragen, sondern auch bereit sind, aus dem Kreis auszubrechen und frei und selbstbestimmt zu handeln.

Mut zum Risiko

In dem Novenen-Heftchen (eine Novene ist übrigens ein 9-Tage-Gebet zu einem bestimmten Thema oder Anliegen), also in dem Novenen-Heftchen steht weiter:

Ich kann selbst die Richtung angeben oder weggeschwemmt werden, verändern oder verändert werden, Einfluss nehmen oder beeinflusst werden.
Das ist ein ständiges Hin und Her, ein Kampf. Es stimmt, es kostet viel, sich selber und seinen Überzeugungen treu zu bleiben, Gott treu zu bleiben.
Von anderen belächelt, dumm angeguckt, weggemobbt?
Es ist ein Gang auf spitzen Steinen, manchmal gefährlich, ein Stück vom Kreuzweg Jesu Christi.
Aber das Kreuz, in den Himmel gespannt, verleiht Höhe, Weite, Tiefe.

Nur wer seinen ganz individuellen, eigenen Weg geht, nur wer auf die leise, göttliche innere Stimme hört statt auf die lauten Rufe von außen, kann seine Berufung, sein Ideal finden und dann auch wirklich und wahrhaftig ausleben, zum eigenen Wohl und zum Wohl anderer.

Denk immer daran: Du musst nicht tun, was andere von dir erwarten, auch wenn sie es noch so vehement einfordern wollen.

Und du bist keinem Menschen Rechenschaft schuldig – nur deinem Gott und dir selbst.

Das Anderssein annehmen

Gegen den Strom schwimmen ist anstrengend. Edgar Cayce „rutschte“ da anfänglich ungewollt hinein – er WAR anders als andere und es fiel ihm unendlich schwer, dies anzunehmen. Nichts wünschte er sich sehnlicher, als ein Mensch wie jeder andere auch zu sein, mit einem normalen Familienleben, einem normalen Beruf. Jahrzehntelang haderte er. Und doch ließ er sich immer von Gott leiten. Die Bibel war ihm die liebste Lektüre. Darin fand er all die Kraft, die er brauchte, um sein Anderssein letztlich doch anzunehmen.

Und je mehr er es annahm, je mehr er begann, ganz bewusst gegen den Strom zu schwimmen, desto selbstbewusster wurde er, desto tiefer wurde sein Glauben, desto mehr konnte er auf Gott vertrauen. In diese Zeit des tiefergehenden Vertrauens fiel die Entstehung der Bücher „Suche nach Gott“, die nun schon Generationen von Menschen Kraft und Mut geschenkt haben.

Schwimme gegen den Strom!

Ganz gleich, wie spitz die Steine darin sind. Edgar Cayce selbst sagt in Reading 294-14:

Wage es stets, angesichts aller Umstände das Richtige zu tun!

Und in Reading 254-101 gab er noch einen wichtigen Rat:

Wenn du sagst, du glaubst dies oder jenes, so wisse, wer der Urheber, wer der Fertiger dessen ist.

Ich bin der Meinung, dass wir nur wirklich selbstbestimmt und frei leben können, wenn wir uns im Alltag immer wieder auf unsere göttliche Herkunft besinnen, wenn wir immer mehr lernen, auf unseren Schöpfer zu vertrauen, wenn wir immer wieder alles hinterfragen, was andere Menschen uns so weismachen wollen. Und wenn wir erkennen, dass wir Gott in uns tragen.

Dann wissen wir intuitiv, was das Richtige ist. Dann wissen wir, wer der „Urheber, wer der Fertiger“ dessen ist, was wir glauben. Dann können wir, im Frieden mit uns und unseren Mitmenschen, wirklich Veränderungen bewirken.

©cyanopolis, CC-Lizenz (BY 2.0), piqs.de

Neuen Mut fassen

Mir hat die Aussage von Josef Kentenich wieder neuen Auftrieb gegeben. Klar, ich rege mich immer noch über viele Dinge auf. Ach, es gibt Tage, an denen nichts einen Sinn zu machen scheint. Und ja, ich lasse mich, oft unbewusst, in mancher Hinsicht immer noch vor den Karren anderer spannen. Aber allein die Tatsache, dass mir das immer deutlicher vor Augen steht, hilft mir, dagegenzusteuern.

Gebet und Meditation verbinden mich immer mehr mit Gott und meinem wahren Selbst. Und mein lieber Seelenführer, Edgar Cayce, hilft mir aus so mancher Stromschnelle heraus. Und wenn ich dann noch all die Segnungen anschaue, für die ich dankbar sein darf! Wahrhaftig, es lohnt sich, nicht der Masse nachzulaufen!

Welche Segnungen geben Dir die Kraft, gegen den Strom zu schwimmen?

Herzlichst,
Deine Stefanie

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

2 Kommentare zu „Bist Du Dutzendware?“

  1. Ich sitze seit einer guten Stunde hier (und die letzten Tage auch geplagt) und zweifle eine getroffene Entscheidung aus monetärer Angst an, ich danke wieder einmal meinen universalen Helfern, dieser Text trifft genau meine Situation und Angst. Ich bin wieder einmal gegen den Strom geschwommen und kann die Furcht vor erfahrener Ausgrenzung und Bestrafung sehr schwer ablegen. Ich war gerade sehr damit beschäftigt, mich zu verurteilen, dass ich nicht einfach Klappe zu und durch leben kann.
    Die einfache Wahrheit ist, kann ich ruhig glauben, wirkt die göttliche Ordnung.
    Bin ich jedoch menschlich belastet, komme ich geistig nicht zur Ruhe.
    Wie dem auch sei, ich danke herzlichst dir und allen die uns begleiten.
    Ja, es kostet Kraft, gegen den Strom zu schwimmen, ich denke auch man sollte prüfen, wer der Urheber, wer der Fertiger ist.
    Nochmals Danke
    Anna

    1. Lieben Dank für Deinen Kommentar, Anna! Ich wünsche Dir von Herzen viel Kraft und ganz viel Unterstützung aus dem Göttlichen. Wir können nie tiefer fallen als in die Arme Gottes. ❤
      Herzlichst, Stefanie

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