Krankenhausreif gegessen?

Ja, unglaublich, nicht wahr? Das gibt’s tatsächlich, dass sich jemand krankenhausreif isst! Ich habe es gerade vorhin auf meinem täglichen Streifzug durch Facebook gelesen. Da kündigte eine Frau an, sie müsse ins Krankenhaus, weil sie sich „ketogen“ ernährt hat. Also erstmal musste ich nachschauen, was „ketogen“ überhaupt bedeutet. :D Ich fand heraus, dass es eine Ernährungsweise ist, bei der man keine Kohlenhydrate zu sich nimmt, sondern sich überwiegend sehr fettreich ernährt – viel Fett, viel Fleisch (wozu ich übrigens auch Fisch zähle, totes Tier ist totes Tier). Angeblich zeigen Studien, dass man dabei schneller abnimmt. Sie soll auch noch weitere Vorteile haben. Weiter habe ich nicht geforscht.

Fachwissen gefragt!

© Maren Beßler – pixelio.de

Jetzt, wo das Jahr noch jung ist, boomt die Diät- und Fitnessbranche. Die guten Vorsätze sind noch nicht vergessen, der Körper soll für den Sommer vorzeigbar gemacht werden. So weit, so gut. Aber – und das ist ein großes Aber – die meisten Diäten werden ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse des Körpers durchgezogen. Und da kann es dann durchaus passieren, dass man sich krank isst. Denn natürlich reagiert der Körper, nur vielleicht nicht so, wie man sich das wünscht …

Ehrlich gesagt rate ich jedem, der eine Diät machen oder seine Ernährung umstellen möchte, zu einem guten Gesundheitsberater zu gehen. Sei das ein Ernährungsberater, ein Heilpraktiker oder ein Arzt – Fachwissen ist Trumpf! Denn diese Fachleute wissen, worauf man achten muss und können uns ganz individuell unterstützen. Was für den einen gut ist, kann nämlich für den anderen ganz falsch sein.

Das gilt übrigens auch, wenn man seine Ernährung umstellen möchte. Auch da gibt es Modeerscheinungen: vegan, vegetarisch, rohköstlerisch, Paleo, ketogen und viele andere. Auch da muss man ganz genau auf seinen Körper hören, was nicht immer leicht ist. Wann weiß ich, dass ich satt bin? Wie kriege ich es mit, wenn ich zu viele Kohlenhydrate gegessen habe? Ich habe irren Fleischhunger, will aber kein Fleisch essen – wie kriege ich das in den Griff?

Und dann gibt es Menschen, die sagen, „So, ich habe Hunger auf ’ne Currywurst, also sagt mein Körper mir jetzt, ich brauche eine Currywurst!“ Und weil ’ne Currywurst nicht gut allein daher kommt, gönnen wir uns noch ’ne Portion Pommes dazu … auch nicht so doll. Nicht alles, wonach unser Körper verlangt, ist gut für ihn. Wie oben schon erwähnt, bin ich voll dafür, dass man auf seinen Körper hört.

Nur: solche Gelüste kommen meist nicht vom Körper, sondern aus dem Gehirn, und sie werden durch bestimmte Erlebnisse, Gerüche, Erinnerungen ausgelöst.

Aber wie finde ich die Balance?

Meine Ernährungsgeschichte

Ich muss gestehen, dass es bei mir ganz lange gedauert hat. Und ich verrate Dir noch etwas: Nein, so sehr ich dafür plädiere, Fachleute um Rat zu fragen – ich habe das nur sehr, sehr selten gemacht. Mein „Fachmann“ war und ist Edgar Cayce. Mithilfe seiner Ernährungstipps hatte ich 1998 meine ererbte Neurodermitis besiegt. Damals war ich noch angestellt tätig und pendelte täglich mit dem Zug zwischen Dortmund und Münster. Fitness brauchte ich nicht – die Rennerei vom Bahnhof zur Arbeit und abends wieder zurück war reichlich genug.

Foto: Stefanie

2001 machte ich mich als studierte Übersetzerin selbständig. Ich lebte in einer kleinen Wohnung und der längste Weg, den ich zur Arbeit zurücklegen musste, war vom Schlafzimmer ins Wohn-Ess-Arbeitszimmer. Und obwohl ich mich gemäß Edgars Angaben durchaus biovollwertig ernährte, mit viel Obst und Gemüse, nahm ich stark zu. Die Bewegung fehlte, meine Trägheit und meine Vorliebe für Chips und Fettiges gewannen oft wieder Überhand.

2003 merkte ich,  dass es so nicht weiterging, zumal es in den Kniekehlen wieder zu jucken begann – ein klares Zeichen, dass ich etwas tun musste. Ich meldete mich in einem Fitnessstudio an und zog das zwei Jahre lang durch. Gleichzeitig begann ich wieder, meine Ernährung anzupassen. Doch erst der Umzug 2004 in eine größere Wohnung, zu der ich mehrere Treppen hochsteigen musste, brachte den gewünschten Gewichtsverlust und auch das Jucken verschwand kurze Zeit später. Ja, so ein Umzug mit dem ganzen Hin- und Hergerenne kann besser sein als jedes Fitnessprogramm!

Doch 2009 begann die Zunahme wieder. Ich war zwar fit, aber wog – meiner Ansicht nach – wieder zu viel. Ausgewogene Ernährung allein bringt’s eben auch nicht! Auch das zweite Fitnessprogramm, das ich durchzog, war nicht der Brüller. Denn wenn man es nur macht „weil man ja irgendwas für den Körper tun muss“ – nein, DIE Motivation reicht nicht aus!

Übrigens, wenn ich sage zu viel: Für mich ist das eine Sache des Wohlfühlens. Bei einer Körpergröße von 1,64 m habe ich damals 71 kg gewogen und mich damit eindeutig unwohl gefühlt – schwer, träge und dick. Mein Idealgewicht (es hängt auch ein bisschen vom Alter und von der Muskelmasse ab) wäre 49 bis 67 kg. Ich fühle mich mit 58 bis 61 kg am wohlsten und versuche daher, dieses Gewicht zu halten.

Die drei Aspekte

©Maik Bolbeth – pixelio.de

Die Kernsanierung des geerbten Hauses 2012 und der damit verbundene Wirbel brachte wieder eine Gewichtsreduktion, die ich seitdem halten konnte. Aber dann begann das Jucken wieder – nur ganz leicht, in der Ellbogenbeuge und in den Kniekehlen. Und ich ernährte mich doch schon so gesund! Wohl nicht gesund genug. Hier eine Pizza, da eine Pommes, gerne auch öfter mal Chips und Schokolade. Nein, auch Bio-Nahrung ist nicht immer gesund, und auch Veganer und Vegetarier können sich sehr ungesund ernähren!

Diesmal ging ich zu meinem Heilpraktiker/Osteopathen. Der stellte eine vorübergehende Gluten- und Laktoseunverträglichkeit fest, ausgelöst durch die Ernährung und leichte Fehlstellungen der Wirbel.

Stöhn! Das hieß wieder: Umstellung! Wieder war viel Disziplin gefragt. Doch ein halbes Jahr später waren auch diese Unverträglichkeiten überwunden und das Jucken hatte aufgehört. Auch die Fehlstellungen der Wirbel waren behoben. Die Verbindung „Störungen im Darm – Luxationen der Wirbelsäule – Neurodermitis bzw. andere (Haut-)Krankheiten“ zeigt sich an meinem Beispiel ganz deutlich.

Was ist nun mein Fazit, womit habe ich die besten Erfahrungen gemacht? Ganz vorne steht für mich eindeutig:

Dauerhafte Ernährungsumstellung ist das Nonplusultra, wenn man nicht so ein Auf und Ab erleben möchte.

Dabei ganz wichtig sind drei Aspekte:
  • Vollwertige, ausgewogene Mischkosternährung in Bio-Qualität
  • Ein Sport, der wirklich Freude bringt und mich mit Zufriedenheit und Wohlsein erfüllt
  • Die innere Einstellung zu mir selbst und zu meinem Körper

Jetzt fragst Du vielleicht: „Was hat das noch mit Lebensqualität zu tun?“
Und ich antworte: „Ganz wahnsinnig viel!“

Erstmal ist nichts in Stein gemeißelt. Und wenn man die Störung überwunden hat, spricht nichts dagegen, ab und zu auch mal nett essen zu gehen oder ein Stück Torte zu bestellen, wenn man das als Lebensqualität ansieht. Nur eben nicht jeden Tag oder jede Woche.

Foto: Ralf Eiser, Sommer 2015

Ganz viel Lebensqualität bringt Dir ein Sport, den Du nicht nur machst, „weil man sich ja fithalten muss“, sondern weil er Dir Freude bereitet. Für mich persönlich ist das Tai Chi Chuan. Da bin ich seit 2011 bei und mache inzwischen auch Schwert, Säbel, „Schiebende Hände“ und Handkampf mit Partner. Puh, das bringt alles mögliche in Schwung! Die Energiearbeit mit dem Chi tut mir unendlich gut und die Freude, zusammen mit Gleichgesinnten zu trainieren, gibt dem Ganzen einen zusätzlichen Anreiz.

Eine positive innere Einstellung  zu mir selbst und zu meinem Körper bringt noch viel mehr Lebensqualität. Unser Körper ist ein Geschenk, ein physisches Ausdrucksmittel in einer materiellen Welt. Er verdient eine liebevolle Behandlung. Und unser Selbst, das, was wir im tiefsten Inneren sind, ist Teil der Göttlichen Quelle. Alles, was uns hilft, uns mit dieser Quelle zu verbinden, trägt dazu bei, dass wir uns wohler, zufriedener und glücklicher fühlen. Probier es aus, es funktioniert wirklich!

Anpassung

Übrigens: Es kann durchaus sein, dass Du Deine Ernährung im Laufe der Jahre geringfügig anpassen musst. Hormonumstellungen, Stoffwechseländerungen und dergleichen spielen da eine große Rolle. Zum Beispiel esse ich zurzeit mehr Tofu, da ich am Beginn meiner Wechseljahre stehe und spüre, dass mir das guttut. Doch die drei oben genannten Aspekte ändern sich nicht!

(Ich lese mir meinen Artikel gerade nochmal durch und stelle fest, dass ich all diese Erkenntnisse ohne Edgar Cayce nie gehabt hätte. Er hat mir den Weg gewiesen. Wie dankbar darf ich doch sein!)

Interessiert es Dich, was Edgar Cayce zur Ernährung gesagt hat? Dann bringe ich in den nächsten Wochen mal einen oder zwei Artikel darüber. Sag einfach Bescheid!

Von Herzen grüßt Dich
Deine Stefanie

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

7 Kommentare zu „Krankenhausreif gegessen?“

  1. Vieles von dem, was du über dich schreibst, kenne ich aus eigener Erfahrung. Sport, den man nur macht „weil er gesund ist“, Ernährung, naja, immer mal wieder Sünden zwischendurch.

    Mir hat eine Ökotrophologin zur ketogenen Ernährung geraten, Sport müsste es nicht sein, wenn ich mich dazu zwingen müsste. Das gefiel mir. Mir liegt das Tai Chi und das Qi Gong auch näher.

    Und es würde mich auch interessieren, was Cayce zur Ernährung sagt. Aber mach dir keinen Stress. Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende für dich mit hoffentlich vielen Sonnenstunden.

    1. Danke für Deinen Kommentar! Ja, mit der Ernährung ist das so eine Sache …
      Ich sehe Tai Chi durchaus als Sport an und es hält mich wirklich sehr fit und macht Spaß. Meine Krankenkasse erkennt es als Fitness an und ich bekomme regelmäßig den Fitness-Bonus dafür. ;)
      Schön, dass Du Dich auch dafür interessierst, was Cayce zur Ernährung sagt. Dann schau ich mal in den nächsten Wochen, wie ich das aufziehe.
      Ganz liebe Grüße auch an Dich, genieße Dein Wochenende!

      1. Bei Ernährung hat jeder seine eigene Meinung, dennoch kann man sich ja Rat holen und evt. seine Meinung revidieren oder erweitern.

        Sport, also das Wort selbst, ist für mich sehr negativ besetzt, deshalb zähle ich das, was mir Spass macht, eher nicht zum Sport.
        Sport ist für mich auch hauptsächlich mit Körper verbunden.
        Tai Chi usw. sind aber gut für Körper, Geist und Seele, was mir persönlich näher ist.

        Bin gespannt, was du rauskramen wirst :)

      2. Stimmt schon mit der Meinung, wobei man bei einer Erkrankung oder Störung nicht mehr unbedingt nach der Meinung gehen sollte. Der Darm ist das größte Immunsystem des Körpers und man sollte schon darauf achten, dass er gesund bleibt/wird.
        Schon interessant, wie manche Worte auf uns persönlich wirken. Für mich ist der Begriff „Schulsport“ negativ besetzt … :D
        Liebe Grüße!

      3. Ja, Schulsport ist für mich auch negativ besetzt. Da muss ich sofort an die Bundesjugendspiele denken und wie wir damit gequält wurden.

  2. Hallo Stafanie,
    mich interessiert es sehr, was Edgar Cayce zum Thema Ernährung gesagt hat! Diesbezüglich habe ich noch reichlich Defizite.

    Was mich noch brennend interessiert ist das Thema Sucht und deren Überwindung. Mein aktuelles Thema: Rauchfrei werden. Hat Edgar auch zur Sucht Readings gegeben?

    Leider ist mein Schulenglisch nicht ausreichend um selber auf die Suche zu gehen.

    Liebe Grüße,
    Kerstin

    1. Hallo Kerstin,
      lieben Dank für Deine Rückmeldung! Dann werde ich ab und zu mal näher auf Ernährung, wie Edgar Cayce sie empfahl, eingehen. Ich bin ziemlich sicher, dass er auch einiges über Sucht gesagt hat und werde da mal ein wenig recherchieren, es kann aber eine kleine Weile dauern. Ist aber notiert!
      Ganz liebe Grüße auch an Dich, hab ein schönes Wochenende.
      Stefanie

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