Die Schöpfung wartet …

Hast Du Dich schon mal gefragt, was es mit Jesus so auf sich hat? Leben, Leiden, Tod, Auferstehung – ok. Aber die Geschichte mit Sohn Gottes, Gott gleich, der „Erstgeborene [vor] aller Schöpfung“ (Kolosser 1,15) usw.? Von Nichtchristen und Atheisten werden wir Christen wegen Jesus gerne der „Vielgötterei“ bezichtigt. Und selbst viele Christen fragen sich, was dieses „Sohn Gottes“ bedeutet. Denn sind wir nicht alle Kinder Gottes?

Cayce und Jesus

Für mich war diese Bezeichnung oft ein Rätsel. Nein, ein Zweifel war da nie, dass Jesus in ganz besonderem Maße zu Gott gehörte. Aber trotzdem blieben viele Fragen offen. Bis ich auf Edgar Cayces Aussagen stieß. Da ging mir ein Licht nach dem anderen auf.

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Laut Cayce war die Christusseele die erste, die nach dem Sündenfall (die von Gott geschaffenen Seelen strebten kraft ihres freien Willens nach Ausdruck ihrer selbst, außerhalb des Plans Gottes, Reading 5749-14) durch mehrere Inkarnationen hinweg wieder eins mit Gott wurde (Reading 5749-14). Deswegen ist Yeshua der „Erstgeborene“, derjenige, der als erster wieder in Gott eingegangen ist (ihn ihm neu geboren wurde). Er kam aus Gott heraus freiwillig wieder hierher, um auch uns den Weg zu zeigen. Das ist damit gemeint, wenn es heißt „der Sohn Gottes“.

In Reading 1527-1 heißt es:

Jesus, der Mensch, war der Sohn, der Erlöser. Er ist die Offenbarung des Gottesbewusstseins in der materiellen Welt.

Deswegen ist er „der Weg, die Wahrheit und das Leben“, und „kommt niemand zum Vater denn durch“ ihn (Joh 14,6).

Sein hebräischer Name, Yeshua, bedeutet übrigens „JHWH ist Retter“, und der hebräische Begriff für Christus (משיח Maschiach oder Moschiach, wir sagen Messias) bedeutet „Gesalbter“ …

In Dir ist das Christusbewusstsein

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Und – das ist das Wunderbare – die Kraft des Christus, das Christusbewusstsein, liegt in Dir und in mir und in jedem einzelnen Menschen! (Reading 5749-14) Nur, und das ist der Haken: Es liegt an uns, es anzunehmen und zu erkennen. Gott schuf uns mit einem freien Willen und gab uns die Wahl. Er wird uns niemals Erlösung aufzwingen. Der Impuls muss von uns kommen.

Wir sehr Du selbst ein göttliches Wesen bist, siehst Du daran, dass Du alle Fähigkeiten des Erschaffens hast, ob es Dir und Deiner Umfeld zum Guten gereicht oder nicht. In Reading 5367-1 lese ich:

Denn im Anfang sprach Gott ‚Es werde Licht’. Du bist einer dieser Lichtfunken mit allen Fähigkeiten des Erschaffens, mit allem Wissen von Gott.

Und auch im Alten Testament steht ja in Psalm 82,6:

„Ihr seid Götter, Söhne des Höchsten seid Ihr!“

Verantwortung

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Jede und jeder von uns trägt Gott in sich. Wir sind nicht Gott, aber wir sind seine Kinder, sozusagen „Götter in der Entwicklung“, wie es im Buch der Universellen Lebensgesetze so schön heißt. Wir sind die einzigen Wesen der Schöpfung, die einen freien Willen haben, die unterscheiden zwischen Gut und Böse, und die ihr Leben ganz nach Gusto gestalten können. Tiere, Pflanzen, Mineralien haben viele, uns überlegene Fähigkeiten, und einige von ihnen sind unendlich intelligent, liebevoll und sozial. Sie alle haben eine Seele, die erlöst werden will. Doch menschliche Fähigkeiten hat keines von ihnen.

Deshalb stehen wir in der Verantwortung. Vielfach missverstanden wurde ja der Auftrag Gottes in der Genesis (1. Buch Mose), Kapitel 1, Vers 28, wir sollten uns die Erde „untertan“ machen und über sie „herrschen“. Dies wurde unendlich lange als Freibrief genutzt, Raubbau zu treiben, andere Wesen zu quälen und uns die gesamte Schöpfung ohne Rücksicht auf Verluste zunutze zu machen. Soll das wirklich Gottes Auftrag gewesen sein??? Ganz sicher nicht.

Das mit „herrschen“ übersetzte hebräische Urwort lautet „radah“ (רָדָה). Im Kontext der Zeit gesehen bezeichnet es das, was ein guter König/Hirte tut: Er übt Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, bietet Hilfe und Schutz an, umsorgt das, was in seine Obhut gegeben wurde. Das mit „untertan“ übersetzte hebräische Wort lautet „kavásh“ (כָּבַשׁ). Es heißt unter anderem „seinen Fuß setzen auf“, „urbar machen“. So gesehen nimmt sich Gottes Auftrag doch gleich ganz anders aus, oder?

Die Schöpfung wartet

Da kommen wir ins Spiel! Wir, Kinder Gottes, „mit allem Wissen von Gott“, können dazu beitragen, die Schöpfung zu erlösen. Neulich hörte ich eine Predigt zum Thema, warum es Katastrophen und Leid gibt, wenn doch Gott Liebe ist? Und weißt Du, was der Pastor sagte? Es hängt von uns ab! Erdbeben, Unfälle, Überschwemmungen, menschliches Leid – in UNSERER Hand liegt es, dies alles zu beenden! Wow.

Interessanterweise musste ich beim Hören an die Sonnenstürme denken, die das Magnetfeld der Erde so durcheinanderbringen und auch auf uns nicht ohne Auswirkung bleiben. Edgar Cayce sagte dazu:

Was sind die Sonnenflecken? Eine natürliche Folge des Aufruhrs, den die Kinder Gottes auf Erden auf diese reflektieren. (Reading 5757-1)

In einem anderen Reading wird er noch deutlicher:

Die Veranlagung in den Herzen und Seelen der Menschen ist so, dass diese [Katastrophen/Umwälzungen] möglicherweise herbeigeführt werden. Denn … der Mensch schafft – durch seine Einhaltung des göttlichen Gesetzes – Ordnung aus dem Chaos … durch seine Nichtbeachtung … bringt er Chaos und zerstörerische Kräfte in seine Erfahrung. (Reading 416-7)

Und jetzt kommt’s: Im Neuen Testament lesen wir bei Paulus, Römer 8, Verse 19 und 21:

19Denn die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. […] 21Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.

Die Söhne (und natürlich auch Töchter) Gottes, das sind wir! Was heißt „Offenbarwerden“? Das, was bisher verborgen war, sichtbar zu machen. Es bedeutet, dass wir endlich, endlich unser wahres Wesen, unser wahres Selbst, unsere Gotteskindschaft erkennen und sichtbar machen. Es bedeutet, dass wir unser wahres Potenzial als verantwortungsbewusste Mitschöpfer endlich ausleben.

Und das alles in dem Bewusstsein, dass wir jemanden haben, der uns in all dem ein Vorbild ist, der extra deswegen gekommen ist, um uns den Weg zu zeigen, um einen neuen Bund mit uns zu schließen, der uns zeigen möchte, dass Gott uns liebt, auch wenn wir noch so oft versagen. Mit ihm im Herzen können wir jeden Tag immer wieder von neuem beginnen.

Den Gesalbten im Herzen tragen

Die Ostertage sind eine wunderbare Gelegenheit, darüber zu meditieren. Das Christusbewusstsein ist Dein Anteil am Gesalbten. Hol ihn in Dein Herz. Von Deinem Herzen aus kannst Du ihn ganz praktisch in die Welt, in die Schöpfung hineintragen.

Wo ist der Himmel auf Erden? In deinem Inneren! Begegne deinem Heiland dort. (Reading 2072-14)

Von Herzen wünsche ich Dir ein frohes und gesegnetes Osterfest!
Alles Liebe von Deiner Stefanie

 

 

 

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.