Zucker liebt Dich nicht!

Wie oft hast Du Dir schon gewünscht, Du könntest Deinen Zuckerkonsum reduzieren? Und wenn Du es versuchst, merkst Du, dass es gar nicht so leicht ist. Denn den versteckten Zucker übersieht man nur allzu leicht. Und leider will uns die Zuckerindustrie immer noch weismachen, dass Karies, Diabetes und Co. ja so überhaupt nicht auf Zuckerkonsum zurückzuführen sind, obwohl zahlreiche (unabhängige!) Studien anderes belegen.

Auf dem amerikanischen Cayce-Blog habe ich dazu einen nachdenklich stimmenden Artikel von Josephine Adamson, der medizinischen Leiterin von Edgar Cayces A.R.E., entdeckt und exklusiv für Dich übersetzt. Übrigens gilt das, was sie über Amerikaner sagt, ganz genauso für uns in Europa!

Sugar Does Not Love You Back

von Josephine B. Adamson, MD, MPH, CMT

cegoh CCO Pixabay

Viele von uns wuchsen mit Sprüchen auf wie „Ein Löffel voll Zucker versüßt bittere Medizin“ und „Mit einem Löffel Honig fängt man mehr Fliegen als mit einem Faß voll Essig“. Liebende nennen sich oft „Süße“ oder „Süßer“, „Honigbärchen“ oder „Zuckerschnute“. Süße Nachtische sind oft die Hauptattraktion eines Menüs im Restaurant. Zuckerreiche Softdrinks gehören zu den meistbestellten Getränken. Wir sind eine Nation der Schleckermäuler! Edgar Cayce gab in vielen seiner Trance-Readings eine einfache Regel für dieses uralte Problem: „Halte dich von Süßigkeiten fern.“

In Gesundheitsreading 259-10 und über 500 ähnlichen Readings machte er sehr deutliche Angaben zu dieser Ernährungsempfehlung. Doch die meisten Menschen waren zu Cayces Zeiten und sind auch 2018 eindeutig nicht bereit, zuckerhaltige Getränke und Nahrungsmittel zu reduzieren. Auf den Rat, weniger Süßes zu essen, fragte der Empfänger eines anderen Readings:

Wäre ein gelegentlicher Nachtisch mit Saccharin oder Honig in Ordnung?

Die Antwort war sehr hart:

Wäre es so, dann hätten wir es gesagt! Willst du dich des Problems entledigen oder willst du es dort belassen, wo es ist? (Reading 348-18)

Amerikaner [und Menschen in anderen Industrieländern, A.d.Ü.] sind Zuckerabhängige! Der Zuckerverbrauch in den USA befindet sich auf einem Allzeithoch. Der durchschnittliche Amerikaner verbraucht pro Woche 1,3 Kilogramm Zucker – das sind fast 68 Kilogramm pro Jahr! Der drastische Anstieg des Zuckerkonsums seit den 1970ern fällt mit der Verdoppelung der Quoten für Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck, Stimmungsprobleme und andere chronische Gesundheitsstörungen zusammen.

Rückblick

Wie bei so vielen Verbrauchsgütern begann die Geschichte des Zuckerverbrauchs in Amerika vor vielen hundert Jahren. Der Zuckeranbau fing in den europäischen Kolonien mit der Sklavenarbeit an. Zucker wurde als gesundes und besonderes Nahrungsmittel beworben und als herrliche und wünschenswerte Zutat bezeichnet. Ein Teil von Edgar Cayces Leben spielte sich in der Zeit der beiden Weltkriege und der damit verbundenen Zuckerrationierung ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen die Zuckerpreise niedrig und festliche Kuchen, Torten und Nachtische wurden beliebt und kamen vermehrt in den Handel. Während des gesamten 20. Jahrhunderts hatte die Zuckerindustrie noch genug Macht, um dafür zu sorgen, dass wichtige gesundheitliche Bedenken nicht in den Massenmedien erwähnt wurden. Obwohl Zahnärzte schon vor langer Zeit vor den Auswirkungen von Zucker auf die Zahngesundheit warnten, haben Ärzte und Forscher erst vor Kurzem die ganzen verheerenden Folgen einer zuckerreichen Ernährung auf den gesamten menschlichen Körper wirklich erkannt.

Versteckter Zucker

Die Substanz Zucker ist an sich nicht giftig – viele gesunde Lebensmittel werden vom Körper in Zucker umgewandelt. Das Problem ist ZU VIEL ZUCKER. Wir wissen alle, dass Zucker in Gebäck, Nachtischen und Softdrinks ist, doch Zuckerzusätze verstecken sich auch in vielen Fertignahrungsmitteln wie Fruchtjoghurt, Energy Drinks, Nudelsauce, fertigen Kaffeegetränken und sogar in Biomüsli und Fertig-Smoothies und einer ganzen Reihe anderer Nahrungsmittel, unter anderem Fertigsuppen. Obst und Gemüse enthalten ebenfalls von Natur aus Zucker. Dank der in ganzen Früchten und Gemüsen enthaltenen Ballaststoffe gelangen jedoch bis zu 30 Prozent dieses Zuckers nicht in den Blutkreislauf.

Übermäßiger Zuckerkonsum führt dazu, dass die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschüttet, ein Hormon, das den Körper anleitet, den Zucker aus dem Blut in Gewebezellen wie die Muskeln oder die Leber zu transportieren. Benötigen die Organe den Zucker nicht als „Treibstoff“, wird der Zucker gespeichert. Ist der Speicherplatz von Muskeln oder Leber voll, wird dieser überschüssige Zucker als Fett gespeichert. Zu viel Fett führt zu Entzündungen und einer ganzen Reihe von Gesundheitsproblemen. Sobald das Insulin den Zucker aus dem Blutkreislauf gezogen hat, fühlt sich die Person hungrig und entscheidet sich möglicherweise für ein weiteres schnellwirkendes, zuckerhaltiges Nahrungsmittel. Die Berg-und-Talfahrt des Blutzuckers beginnt von vorn und sorgt für Lethargie und schließlich Gewichtszunahme, Hyperaktivität des Immunsystems und chronische Erkrankungen.

Schon im 19. Jahrhundert begannen Ärzte, vor den negativen Auswirkungen von Zucker zu warnen. Viele Gesundheitsverfechter, darunter auch Edgar Cayce, riefen die Menschen auf, den Konsum von Süßigkeiten auf besondere Gelegenheiten zu reduzieren.

Etiketten lesen!

Damit die allgemeine Öffentlichkeit bewusster für ihre Gesundheit sorgen kann, hat sowohl die Regierung von Obama als auch die von Trump die Kennzeichnung von Nahrungsmitteln gefördert, die Präsident George H.W. Bush 1990 einleitete. Seit dem 7. Mai 2018 müssen alle Restaurantketten mit mehr als 20 Niederlassungen sowie alle verpackten Nahrungsmittel und Getränke alle grundlegenden Nahrungsmittelinformationen, darunter auch den Zuckergehalt, auflisten. Regierung und die American Heart Association (AHA) empfehlen Erwachsenen, täglich allerhöchstens 25 bis 35 Gramm Zucker zu konsumieren. Auch in den Cayce-Readings wurden genaue Angaben zum Zuckerkonsum gemacht. Ein 59-jähriger Mann wurde angewiesen, seinen Zuckerverbrauch auf 5 Gramm pro Tag zu reduzieren! (Reading 322-3)

Wir müssen Etiketten lesen und Zucker in all seinen Formen erkennen – Agavensirup, Maissirup, Dextrose, Fruktose, Honig, Maltose, Melasse, Sukrose, Invertzuckersirup, Isomaltulose, Glukose, Saccharose, Ahornsirup bis hin zu einfachem Haushaltszucker. Auf diese Weise können wir bei der Auswahl unserer Lebensmittel klügere Entscheidungen treffen und zu viel Zucker vermeiden. Wir alle sollten unsere Gesundheit in die eigene Hand nehmen und die Nährwertetiketten auf Nahrungsmitteln und Getränken lesen, die wir kaufen und verbrauchen.

Foto: A.R.E.

Josephine B. Adamson, MD, MPH, CMT, ist medizinische Leiterin für Edgar Cayces A.R.E. Ihren Doktorgrad erlangte sie an der School of Medicine der Duke University und ihren Master in Gesundheitswesen an der University of North Carolina. Sie ist eine Absolventin der Cayce/Reilly® School of Massage.

Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der A.R.E.
©der Übersetzung: Stefanie Piel. Zum Original.

Probier’s mal aus!
Deine Stefanie

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.