Sei heilig!

Heute wollte ich etwas über Allerheiligen und Allerseelen schreiben. Ich hatte gestern ein paar richtig gute Ideen dazu. Dummerweise habe ich sie nicht aufgeschrieben, und jetzt sind sie weg. Trotzdem ist mir das Thema wichtig, denn der „stille Monat“ November lädt uns förmlich dazu ein, innezuhalten und uns mit unserem göttlichen Selbst zu verbinden. Und bestimmt kommen mir gute Ideen beim Schreiben …

Sterben, ernten, Neuanfang

In diesem Monat reiht sich Gedenktag an Gedenktag: Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag. Sterben und Gedenken sind allgegenwärtig, auch in der Natur. Für die Kelten bedeutete diese Zeit, die sie am 11. Neumond des Jahres feierten, Totengedenken, Erntefest und Übergang zum neuen Jahr.

Für mich die richtige Zeit, zu überlegen, was durfte und darf ich in diesem Jahr alles ablegen, gehen beziehungsweise sterben lassen? Wovon durfte und darf ich Abschied nehmen? Groll, Ärger, Ängste, das Gefühl des Versagens, schlechte Gewohnheiten, mangelndes Selbstwertgefühl, der Gedanke, nicht gut genug zu sein, dies oder das „nicht zu verdienen“, … sicher fällt Dir da, so wie mir, jede Menge ein.

Es ist auch die richtige Zeit, zu überlegen, was ich ernten durfte/darf. Wofür kann ich dankbar sein? Was ist in diesem Jahr in meinem Leben Gutes passiert? Welche Erkenntnisse habe ich dazugewonnen? Wen durfte ich kennen lernen?

Und vergessen wir nicht den Neuanfang! „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Das schrieb Hermann Hesse vor vielen Jahren in seinem Gedicht „Stufen“, und es berührt mich jedesmal von neuem. Womit kann ich anfangen? Wonach strebe ich? Wie kann ich mein göttliches Selbst wirklich leben? Wo kann ich Gott durch mein Vorbild für andere Menschen erkennbar machen?

Wahre Heiligkeit

Im letzten Artikel hatte ich ein Zitat aus dem ersten Band „Suche nach Gott“ geteilt, in dem es unter anderem hieß:

So wie wir Liebe, Mitgefühl, Gerechtigkeit, Geduld und Verzeihung üben, so werden auch andere diesen Geist annehmen.

Ich glaube, das ist es, was wahre „Heiligkeit“ ausmacht (wo wir schon bei Allerheiligen sind). Waren die so genannten „Heiligen“ Übermenschen? Nein, sie waren Menschen wie Du und ich, mit allem, was dazugehört. Aber sie hatten gelernt, Gottes Stimme zu lauschen. Sie hatten begriffen, dass nur durch das Vorbild Menschen berührt werden können. Und sie hatten danach gestrebt, ihr göttliches Selbst ganz auszuleben.

Du und ich – wir alle – können das auch. Im Grunde ist jeder Christ zur Heiligkeit berufen: „Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin“ heißt es im ersten Petrusbrief (1,16). Auch Paulus schreibt in seinem ersten Korintherbrief (1,2): „… an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen …“ Und es gibt noch reichlich andere Bibelstellen dazu …

©Schönstatt.de

Also: Du bist zur Heiligkeit berufen! Ein Zeitgenosse von Edgar Cayce,  Pater Josef Kentenich (1885-1968) bezeichnete dies als „Werktagsheiligkeit“. Pater Kentenich war der Gründer der internationalen katholischen Erneuerungsbewegung Schönstatt, deren

Spiritualität … wesentlich geprägt [ist] vom Glauben an die Führung Gottes im alltäglichen Leben und einen Organismus personaler, lokaler und ideeller Beziehungen.

Pater Kentenich war fest davon überzeugt, dass die Welt Menschen und Gemeinschaften braucht, die von innen her und nicht vom sie umgebenden Milieu geprägt sind, die im Geist der „Freiheit der Kinder Gottes“ sich persönlich für Gott entscheiden – und das jeden Tag neu.

Das ist ganz im Sinne der Readings von Edgar Cayce. Reihenweise gibt es Aussagen wie diese:

Er hat seinen Engeln die Verantwortung für diejenigen übertragen, die danach streben, ein Kanal des Segens für ihre Mitmenschen zu sein, die ihre Herzen und ihre Körper von jedem selbstsüchtigen Motiv reinigen und stattdessen Christus … einen Platz geben. (696-3)

Bleibe … im spirituellen und mentalen Selbst gefestigt und wisse, dass die Versorgung von Ihm kommt – und dass sie ausreichen wird. (2029-1)

uvm.

Ich merke gerade, dass ich mir hier viel zum Nachdenken gegeben habe. Weißt Du, oft habe ich nur eine vage Idee davon, was ich schreiben möchte. Und oft kommt etwas ganz anderes dabei heraus, als ich mir vorgenommen habe. Dann merke ich, dass ich selbst über das Geschriebene nachdenken und meditieren muss. Vielleicht heute Abend …

Ein letzter Gedanke noch

Auch wenn dieser Monat also perfekt dazu geeignet ist, innezuhalten und uns mit unserem göttlichen Selbst zu verbinden:

Wir brauchen nicht auf spezielle Tage oder Jahreszeiten zu warten, um Altes abzulegen und Neues anzufangen. Wir können jeden Tag neu beginnen! Selbst wenn wir versagen, unsere Vorhaben nicht erreichen, unfreundlich gewesen sind, irgendwelchen Süchten gefröhnt haben und dergleichen: Gott liebt uns, liebt Dich. In dem Augenblick, in dem wir versagen, hat Er uns schon vergeben. Und da wir jetzt darum wissen: Sollte uns diese Liebe und diese Vergebung nicht die Kraft und den Willen geben, am nächsten Tag und immer wieder neu zu beginnen?

Ich wünsche Dir einen besinnlichen November!
Deine Stefanie

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

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