Meinen Frieden gebe ich Euch

… nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.“ (Joh 14,27) Was steckt doch alles in dieser Botschaft, die Yeshua uns da schenkt! Verheißung, Hoffnung, Freiheit von Angst. Diese Verheißung, diese Hoffnung, gibt Gott uns schon in der Weihnachtsbotschaft. Die Engel, die den Hirten auf dem Feld erscheinen, singen:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens. Lk 2,14

Annalise, CCO, Pixabay

Yeshua gibt uns nicht den Frieden, den die Welt uns verspricht. Und der Frieden auf Erden, den der Engelchor verkündet, gilt den Menschen Seines Wohlgefallens. In anderen Bibelübersetzungen findest Du auch „… den Menschen Seiner Gnade“, oder „… den Menschen, die guten Willens sind“.

Menschen Seines Wohlgefallens

Aber wer sind die Menschen Seines Wohlgefallens und seiner Gnade, die im Sinne der Bibel „guten Willens“ sind? Es sind jene Menschen, die auf Gott schauen. Es sind auch jene Menschen, die Gott, die Yeshua als ihren Retter annehmen. Keine Frage: Gott liebt jeden einzelnen Menschen, jedes einzelne Geschöpf auf dieser Welt, mit einer Liebe, die wir gar nicht recht fassen können. Er liebt auch die, die nicht an Ihn glauben, oder aus Ihm einen rachsüchtigen, vergeltenden Gott machen wollen. Er liebt uns so sehr, dass Er uns unseren Willen lässt, selbst wenn er Unfrieden auf der Welt und in unserem Herzen bedeutet.

Stefanie Piel 2017

Doch immer wieder macht Er uns Sein Angebot, auf Ihn zu schauen. Er lässt nicht nach, uns Seine Liebe zu zeigen. Und wir? Wir lehnen es ab, erkennen es oft gar nicht. Wie oft gehen wir darüber hinweg, schreiben das Gute, das uns geschieht, dem „Zufall“ zu und nehmen die uns erwiesenen Wohltaten als selbstverständlich hin? Wie oft verstricken wir uns in Ärger über letztlich nichtige und/oder weltliche Dinge, die doch mit unserer göttlichen Kindschaft nichts zu tun haben? Sind wir nach Seinem Wohlgefallen, sind wir in Seiner Gnade? Ja, sind wir überhaupt guten Willens?

Der Blick auf Gott, auf Yeshua ist es, der einen Frieden schenkt, den die Welt, den ein Mensch, nicht geben kann. Und es lohnt sich, danach zu streben.

Die Heiligen Nächte

PublicDomainPictures, CCO, Pixabay

Ich empfinde diese zwei Wochen, beginnend mit dem 4. Advent und endend mit dem 6. Januar, dem „Tag der Erscheinung des Herrn“, als unendlich heilig und wertvoll. In der keltischen und germanischen Tradition gehören sie zu den „Rauhnächten“. Sie sind eine Zeit der Rückschau auf das Alte und der Vorbereitung auf das Neue. In dieser Zeit wurde möglichst nicht gearbeitet, um ganz offen für das Übersinnliche zu sein.

Auch in unserer Zeit können wir sie gut für uns nutzen. Zum Beispiel, um uns darüber klar zu werden, was Weihnachten, jenseits von all dem Rummel der Hektik, der Schenkerei und Schlemmerei überhaupt für uns bedeutet. Oder um darüber zu meditieren, was Friede wirklich heißt und wie wir vielleicht dazu beitragen können, Gottes wahren Frieden auf der Erde zu verwirklichen.

Frieden im Herzen

Denn machen wir uns nichts vor: Solange wir selbst im Herzen Unfrieden tragen, solange unser Blick vorwiegend auf das Weltliche, das Materielle, unseren eigenen Vorteil gerichtet ist, wird das nichts mit dem Weltfrieden. Auch nicht, wenn wir uns immer nur mit dem Negativen, das geschieht, beschäftigen, mit den islamischen Terrorakten, der Ungerechtigkeit in der Welt, dem dröhnenden Gezänk und den Fehlentscheidungen unserer Politiker, und nicht zuletzt mit dem Urteilen über andere. Denn das schafft Unzufriedenheit und Unfrieden in uns, der uns von Gott ablenkt.

Nein, das bedeutet nicht, dass wir den Kopf in den Sand stecken sollen. Aber glaub mir, wenn wir Gott an die erste Stelle setzen und unseren Blick auf Ihn gerichtet halten, dann werden wir mit all diesen Dingen, die uns erschüttern können, viel besser fertig.

Es ist bemerkenswert, dass Edgar Cayce mitten in dem Kämpfen, Töten und Sterben des zweiten Weltkrieges einen Weg aufgezeigt hat, um den Weltfrieden herbeizuführen. In Reading 3976-27 heißt es:

Ihr könnt nicht „Frieden, Frieden“ beten, wenn kein Friede in eurem Herzen und eurer Seele herrscht! Sondern nur, wenn ihr wisst (denn Sein Geist antwortet eurem Geist), dass an jedem Tag jeder Mensch, dem ihr begegnet, FROH ist, dass ihr lebt! FROH, dass IHR ihnen begegnet seid; denn ihr habt Hoffnung in ihr Leben gebracht – tut es noch – einfach so im Vorbeigehen!

Dies bedeutet also, dass ihr in eurem Leben Seinem Leben auf der Erde nachstreben sollt, dass ihr Leben, Freude, Frieden ausströmt! und das, was die Angst vertreibt – indem ihr lebt, seid, anderen tut, was ihr wollt, das euch getan wird … Nur wenn ihr dieses Geburtsrecht, diese Absicht, diesen WILLEN in eurem eigenen Bewusstsein NUTZT, um gerecht zu sein, das Rechte zu tun, das Gute zu LIEBEN, das Böse zu meiden, könnt ihr als Einzelne, als Gruppe, als Nation, zwischen den Lebenden und den Toten stehen – und der Sünde STANDHALTEN, die den Menschen Krieg – jeglicher Art – gegen seinen Bruder führen lässt.

Ihr SEID die Hüter eurer Brüder! Handelt danach in eurem eigenen Herzen. Wer IST euer Bruder? „Wer ist meine Mutter? Jene, die den Willen des Vaters tun, sind meine Mutter, meine Schwester, mein Bruder“ (siehe Mk3,33-35) … Darauf könnt ihr aufbauen, hier ein bisschen, dort ein bisschen, Schritt für Schritt, …

©Stefanie Bernecker-Pixelio.de

Wenn wir anfangen, danach zu leben, kann uns so leicht nichts erschüttern. Ich weiß, dass sich das leicht sagt. Die Umsetzung ist schwierig, das erlebe ich immer wieder bei mir selbst. Gerade in den letzten Wochen gab es Zeiten, wo in mir Aufruhr herrschte, obwohl ich mir doch vorgenommen hatte, den Advent besinnlicher zu begehen. Und obwohl die Adventszeit sehr schön war, war doch in mir unterschwellig immer wieder dieser Aufruhr, und mehr als einmal habe ich mich wahrhaftig nicht als Hüter meiner Mitmenschen verhalten. Denn es ging darum, Respekt, Achtung, Wertschätzung einzufordern.

Meine letzte Zuflucht war tatsächlich Yeshua. Abends, oft spätabends, entlud ich all meinen Ärger bei Ihm. Ich legte alles in Seine Hände. Die innere Ruhe, die damit einherkam, trug mich durch den Alltag. Jeden Tag neu. Und jetzt, nachdem es auch äußerlich ruhiger geworden ist? Jetzt bin ich dankbar für diese Erfahrung. Halleluja!

Meditation und Gebet

Von Herzen bete ich, dass Du in diesen heiligen Tagen Zeit finden mögest für einige Minuten der Besinnung, der Meditation, des Gebets, damit Dir der Friede, die Kraft und die Freude zuteil werden, die nur Gott Dir schenken kann. Ich bete, dass Du den wahren Geist der Weihnacht erlebst und gestärkt und voller Vorfreude in das neue Jahr kommst.

Ein friedvolles Weihnachtsfest wünscht Dir
Deine Stefanie

 

Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

2 Kommentare zu „Meinen Frieden gebe ich Euch“

  1. Hallo Stefanie,
    danke, dass du deine Gedanken mit uns teilst. Am liebsten mag ich deine Beiträge in der Kategorie „Spirituelles“.
    Gottes Segen für dich und ein glückliches Jahr 2019!
    LG
    Ella

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    1. Hallo Ella,
      vielen Dank für Deine Nachricht! Ja, das Spirituelle ist mir auch sehr wichtig, weil wir in Gott so viel Kraft und Halt finden.
      Auch Dir Gottes reichen Segen und ein frohes neues Jahr!
      Herzlichst,
      Stefanie

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