2018 bis 2026: Uranus im Stier

Die Zeit der Rauhnächte: Jetzt erscheint der Schleier zwischen Diesseits und Jenseits sehr dünn. Spirituelle Einsichten können sich zeigen und festigen, die kommenden 12 Monate vorbereitet, Altes losgelassen, Neues angenommen werden.  In dieser Zeit werden gerne gute Vorsätze gefasst und es wird nach dem, was das neue Jahr bringen mag, Ausschau gehalten.

Nun, von guten Vorsätzen zum Ende des Jahres halte ich wenig, denn meist werden sie sowieso nicht eingehalten und das Gefühl des Versagens, „es mal wieder nicht geschafft zu haben“, ist nicht gerade schön. Ich persönlich finde, dass man gute Vorsätze auch mitten im Jahr fassen kann, denn die Disziplin, die man für ihre Durchsetzung braucht, kann man im Laufe des Jahres genau so gut aufbringen wie zu Jahresanfang.

Was das Ausschau halten angeht, so finde ich jetzt im Netz massenweise astrologische Analysen, dazu so genannte „mediale Durchsagen“ oder „Channelings“ von Wahrsagern, Kartenlegern und anderen Bauernfängern. Es gibt bei YouTube sogar ein Video auf Englisch, das den Zuschauern weismachen will, Edgar Cayce habe eine Vorhersage für das Jahr 2019 gemacht – eine glatte Lüge!

Prophezeiungen

14.306 Readings sind derzeit in der Obhut der Edgar Cayce Foundation in Virginia Beach. Nicht einmal 20 davon beschäftigen sich mit erdverändernden Prophezeiungen. Kaum eines von ihnen nannte Daten. Die von seiner Sicht aus am weitesten in die Zukunft reichenden Daten waren 1998 bis 2001, den Readings zufolge eine Zeitenwende. Zu 2000-2001 gibt es diese kryptische Aussage:

Frage: Welche große Veränderung beziehungsweise der Beginn welcher Veränderung (wenn überhaupt) wird auf der Erde in den Jahren 2000 bis 2001 A.D. stattfinden?
Antwort: Wenn es eine Verschiebung der Pole gibt; oder wenn ein neuer Zyklus beginnt. (Reading 826–8 vom 11. August 1936)

Was Edgar zu 1998 gesagt hat, kannst Du in einem früheren Artikel von mir nachlesen: Das Wassermannzeitalter.

Bei der Astrologie bin ich weniger skeptisch, denn in zahlreichen Readings wird auf die wichtige Rolle hingewiesen, die astrologische Einflüsse in unserem Leben spielen.  In Reading 3744-3 erklärt Edgar aber auch, dass nichts so stark ist wie unser Wille:

Es muss ganz klar gesagt werden, dass KEINE Bewegung irgendeines Planeten oder der Phasen der Sonne, des Mondes oder eines der Himmelskörper die Herrschaft der menschlichen Willenskraft übertrifft, jener Kraft, die der Schöpfer dem Menschen im Anfang verlieh, als dieser eine lebende Seele wurde mit der Macht, selbst zu wählen.

©Arid Ocean-Fotolia.com

Insofern kann auch die Astrologie nur Tendenzen offenbaren, die aber oft ziemlich gut zutreffen. Am 3. Januar 2018 hatte ich den Artikel „Astrologie 2018 – Reformation!“ übersetzt, und wenn ich so auf das Jahr zurückblicke, so muss ich sagen, dass sich da so ziemlich viel bewahrheitet hat: Änderungen in Machtgefügen, neue Ideen, dynamische, revolutionäre Energien. Und da Uranus noch längst nicht mit uns fertig ist, erwartet uns wohl auch 2019 so einiges, womit wir klarkommen müssen.

Raye Mathis, eine Dozentin an der Atlantic University, hat zur Konstellation Uranus im Stier einen interessanten Artikel geschrieben, den ich hier (siehe weiter unten!) übersetzen durfte. Das Original findest Du auf dem amerikanischen Edgar-Cayce-Blog. Viel Freude beim Lesen!

Möge das neue Jahr Dir viele schöne und hilfreiche Erfahrungen bescheren! Möge es gesegnet und erkenntnisreich sein und Dich Deinem Schöpfer noch näher bringen! Das wünscht Dir herzlich

Deine Stefanie

2018 bis 2026: Uranus im Stier

Die in den letzten paar Jahren dominierenden astrologischen Einflüsse waren ein Zusammenspiel von drei archetypischen Muster, die miteinander mehrere anstrengende Aspekte bilden

  1. Steinbock (beherrscht vom Saturn) – große Geschäfte, starke Regierung, Verteidiger des Status quo
  2. Uranus – Revolution, Anfechter des Status quo
  3. Pluto – Finanzinstitute, Macht, die Auslöschung dessen, was beim Vorankommen nicht benötigt wird

Derzeit ist es nicht schwierig zu erkennen, dass sich diese Themen in unserer Welt ausbreiten, und diese Einflüsse setzen sich fort. Im Mai 2018 ist Uranus in das Sternzeichen Stier eingetreten und spiegelt nun weitere Veränderungen und Aufruhr auf dem Gebiet der Ressourcen wider: finanzieller Ressourcen, aber auch der Ressourcen der Erde.

©pitris-Fotolia.com

Die astrologischen Wurzeln der aktuellen Situation sind in den 1960ern zu finden, als Uranus und Pluto in Konjunktion standen. Bis 2008 hatte sich Uranus vorwärtsbewegt und bildete einen 90-Grad-Winkel (Quadrat) zu Pluto. Damit symbolisierte er die Probleme aus den 60ern, die noch ungelöst waren und wieder auftraten, um erneut angegangen zu werden. […] Heute befindet sich der Uranus-/Pluto-Aspekt immer noch innerhalb des Orbis und die archetypischen Einflüsse dieser beiden Planeten wirken sich weiterhin auf uns aus.

Während seines sieben bis acht Jahre dauernden Transits durch den Stier, der im Mai 2018 begonnen hat, wird Uranus Gelegenheiten zu Veränderungen bezüglich der Verwendung unserer Ressourcen, einschließlich Zeit, Energie, Geld und der natürlichen Ressourcen von Mutter Erde, beleuchten. Es kann zu unerwarteten Störungen kommen, die zur globalen Transformation aller Arten finanzieller Ressourcen führen können, wie Unternehmen, Immobilienmärkte, Börsen, Rohstoffe, Banksysteme, Geldpolitik, Währungen, Schulden, usw.

Eine tiefere Bedeutung des Archetyps Stier ist mit unseren Prioritäten im Leben verbunden. Wir sind uns unserer tieferen Werte auf einer unbewussten Ebene oft nicht gewahr, und doch bestimmen diese, wie wir unsere Ressourcen nutzen. Wo liegen unsere aktuellen Prioritäten bezüglich unserer Ressourcen? Wie müssen sich unsere Werte verändern, damit wir die Ressourcen haben, um unser eigenes Leben und das Leben auf der Erde zu erhalten? Dies sind in den nächsten sieben bis acht Jahren wichtige Fragen, sowohl für uns persönlich als auch für die Menschheit im Allgemeinen.

© styleuneed – Fotolia.com

Uranus kann Aufruhr bedeuten, doch er herrscht auch im Wassermann, dem anstehenden Zeitalter, und deutet auf die Möglichkeit von mehr Ursprünglichkeit, Erfindergeist, Freiheit und Unabhängigkeit hin. Es kann neue Entdeckungen geben, die unsere Fähigkeit, Leben zu erhalten, auf neue Weise verbessern können: Ein Beispiel ist unsere immer bessere Fähigkeit, Strom und Energie aus Sonne und Wind zu gewinnen, ohne die Erde und ihre Ressourcen zu schädigen. Uranus herrscht über Elektrizität, Blitze und Stürme jeglicher art – wortwörtlich und symbolisch – und wird manchmal auch als „Großer Erwecker“ bezeichnet. „Erweckt sein“ ist im esoterischen Sinne gemeint, doch es kann auch vorkommen, dass Einzelne während eines Transits von Uranus Schlafstörungen haben. Uranus ermutigt die Risikobereitschaft, während Stier für den Bedarf nach Sicherheit steht. Möglicherweise erleben wir Zusammenstöße, deren zugrunde liegender Konflikt zwischen diesen beiden gegensätzlichen Polaritäten zu finden ist.

Uranus beeinflusst auch gesellschaftliche Veränderungen und humanitäre Probleme jeglicher Art. […]

Diese Einflüsse, die bis 2026 anhalten werden, werden von einer anderen bedeutenden astrologischen Konfiguration 2020 überlappt: Die Konjunktion von Saturn und Pluto im Steinbock. Und 2024 wird Pluto den Steinbock schließlich verlassen und in den Wassermann wandern. Wir leben in Zeiten großer Veränderungen, die uns hin zum erweiterten Bewusstsein im Wassermannzeitalter führen werden.

Obwohl die Astrologie durchaus vorhersagende Eigenschaften hat, kann sie keine detaillierten Vorhersagen von der Zukunft geben. In den Readings wird oft betont, dass wir alle den freien Willen haben und innerhalb der Parameter der archetypischen Einflüsse diesen freien Willen nutzen sollten, um anhand der astrologischen Einflüsse in unserem Leben die besten Entscheidungen zu treffen.

Wir treffen ständig Entscheidungen bezüglich unserer Lebensumstände. Daher ist nicht bekannt, wie diese Einflüsse von Saturn, Uranus und Pluto sich in Zukunft zeigen, und es hängt von unseren individuellen Entscheidungen ab, wie wir hinsichtlich der Situationen in unserem Leben handeln und auf sie reagieren.

©A.R.E.

Raye Mathis ist Dozentin an der Atlantic University, an der sie Kurse zu spirituellen Krisen, Symbolen und Mythologie anbietet. Sie hat einen Abschluss in Mathematik sowie in klinischer Sozialarbeit. Seit fast 40 Jahren führt sie eine astrologische Beratungspraxis. Ihre Kolumne „The Astrologer’s Corner“ erscheint in der Zeitschrift „Venture Inward“ der amerikanischen Cayce-Gesellschaft A.R.E.

 

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

3 Kommentare zu „2018 bis 2026: Uranus im Stier“

  1. Liebe Stefanie,
    ein wundervolles und gesegnetes Neues Jahr wünsche ich dir!
    Da ich keinen Reblog-Button entdeckt habe, werde ich deinen Beitrag einfach verlinken, wunderbar geschrieben, hochinteressant – also einfach ein großes Dankeschön für die Übersetzung und das Posten!

    Herzliche Grüße
    Irene

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    1. Liebe Irene,
      ich wünsche Dir ebenfalls ein gesegnetes und glückliches neues Jahr!
      Ganz lieben Dank, dass Du den Beitrag verlinkst, wow, das finde ich toll … Ja, Raye Mathis bringt die Dinge oft auf den Punkt, ich fand den Artikel auch ganz spannend.
      Besonders freue ich mich schon auf Deine Artikel, die ich immer sehr treffend und hilfreich finde. Danke schon jetzt dafür!
      Herzlichst,
      Stefanie

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