Selbstwert + Gott zum Zweiten

Bist Du schon gespannt auf die Fortsetzung des Artikels von letzter Woche? Ich auch. Denn ich habe letzte Woche so viele Impulse bekommen, dass ich gar nicht so recht weiß, wie ich fortfahren soll. Vielleicht mit dieser Aussage aus dem Kapitel „Gesetze des Selbst“ im Buch „Wie unser Leben funktioniert“? Da heißt es:

Einer der größten Fehler, die Sie machen können, wenn Sie versuchen, sich selbst zu erkennen, ist, sich mit anderen vergleichen zu wollen. Wir alle sind geliebte Kinder des Geistes. Wir alle haben unbegrenztes Potenzial. Wo Sie sind ist – verglichen mit jemand anderem – nicht wichtig.

Und auf einem kleinen Kärtchen mit dem Titel „Ein gutes Wort von P. Josef Kentenich“ las ich neulich:

Es ist eine Kopfsache. Wie selbstbewusst ich vor andere hintrete, liegt nicht an deren Beurteilung, sondern an der Art und Weise, wie (un-)abhängig ich davon bin. Ich bin nicht das, was andere von mir denken, sondern das, was ich selbst von mir denke. … Mache ich mein Selbstwertgefühl abhängig vom Urteil anderer?

Kein Ego

Wie im letzten Artikel bereits gesagt: Das hat mit Ego nichts zu tun. Ego ist, wenn wir tatsächlich auf die Anerkennung anderer angewiesen sein wollen. Oder wenn wir uns selbst bemitleiden und uns in die Opferposition bringen. Wir sind keine Opfer, niemals! Wir sind „Lichtfunken“ in dieser Welt:

„Denn im Anfang sprach Gott ‚Es werde Licht’. Du bist einer dieser Lichtfunken mit allen Fähigkeiten des Erschaffens, mit allem Wissen von Gott.“ (Edgar Cayce, Reading 5367-1)

Leider sind wir uns unserer Fähigkeiten und unserer damit verbundenen Macht meist gar nicht recht bewusst. Ich wage sogar, die folgende Behauptung aufzustellen: Die meisten Menschen sind sich dessen nicht bewusst! Wie sonst lässt sich erklären, dass so viele Menschen sich fernsteuern lassen, dass sie zulassen, von äußeren Quellen berieselt zu werden und bequemen Lügen mehr Glauben schenken als unbequemen Wahrheiten?

Verantwortung

Traurig, aber wahr: Da der Schritt zu mehr Selbstwert auch mehr Verantwortung bedeutet, wählt ein großer Teil der Menschen (oft unbewusst) lieber die Bequemlichkeit des Egoismus und Materialismus. Denn Verantwortung verpflichtet. Verantwortung regt zum Denken an. Denken ist anstrengend. Also lässt man sich von Medien, Politikern, Kirchenoberhäuptern und Hasspredigern vorkauen, was man zu denken hat: über Toleranz, über Offenheit, über Israel, über den Iran, über die AfD, über Trump, über die Gleichmacherei, und so weiter. Kaum jemand schaut da tiefer. So ist es leichter, anderen die Schuld für das in die Schuhe zu schieben, was falsch läuft.

Die Meinung der anderen ist wichtiger als die eigene Meinung. Das neue Auto, das neueste Smartphone-Modell, die schicken Schuhe und immer im Hintergrund: „Was denken die anderen von mir?“ Dabei kommt es doch nur darauf an, was Gott von uns denkt!

Gott denkt immer gut von Dir

chiisaihana20200, CCO, Pixabay

Ganz gleich, wie weit Du Dich von Ihm entfernt hast und was Du alles angestellt hast. Er ist ein liebender, kein rachsüchtiger Gott. Lass Dir da von niemandem etwas anderes einreden und misstraue allen, die etwas anderes lehren. Gott redet immer zu Dir und reicht Dir stets von neuem die Hand.

Leider übersehen wir die ausgestreckte Hand oft, weil wir zu sehr auf unser Ego schauen. Und wir hören auch seine leise Stimme nicht, denn wir sind viel zu sehr damit beschäftigt, den lauten Stimmen da draußen zuzuhören, die uns sagen, dass wir uns anstrengen müssen, weil wir sonst nicht das gewünschte Ziel erreichen können. Sie wollen uns weismachen, dass wir auf uns allein gestellt sind. Wir sollen glauben, dass Gott auf unserer Arbeit, in unserem Beruf, unserem Unternehmen nichts verloren hat. Und so weiter. Diese Stimmen erzählen uns noch viele andere kleine Lügen, die wir bereitwillig glauben und die uns daran hindern sollen, Gottes Stimme zu lauschen, ganz gleich, worum es geht.

Still werden

© styleuneed – Fotolia.com

Zugegeben, wenn wir Gottes Stimme hören wollen, müssen wir still werden. Wir müssen uns Zeit für Ihn nehmen. Und dazu gehört Disziplin. Die ist wie Verantwortung: anstrengend. Aber mal ganz im Ernst, wenn wir einmal wirklich Verantwortung für unser Leben übernommen haben, dann fällt uns die Disziplin leichter. Plötzlich finden wir die Zeit, jeden Tag einige Minuten in die Stille zu gehen, einen Tagesimpuls zu lesen und ihn auf uns wirken zu lassen. Wir finden die Kraft, das Fernsehgerät konsequent ausgeschaltet zu lassen, das Smartphone mal wegzulegen und Zeitungen nur sehr dosiert zu genießen. Wir schaffen es, endlich den guten Vorsatz zu verwirklichen, gesund zu essen und/oder regelmäßig Sport zu treiben. Wir widerstehen der Versuchung, immer den allerneuesten Schnickschnack zu kaufen.

Wenn wir das einen Monat durchgehalten haben, stellen wir plötzlich fest, dass eine Routine dort hineinkommt. Nach zwei Monaten merken wir, dass wir uns freier fühlen. Nach drei Monaten wird uns klar, wie sehr unser Selbstwert gestiegen ist, denn wir haben es geschafft, unserer Trägheit, unserem Ego ein Schnippchen zu schlagen! Wir sind auf dem besten Weg, das göttliche Selbst zu werden, als das Gott uns erschaffen hat.

Standhaft bleiben

Natürlich kommen immer wieder Tage, Wochen, Monate, in denen wir glauben, dass wir eher Rückschritte als Fortschritte machen. Es wird stets Situationen geben, in denen andere versuchen, uns vor ihren Karren zu spannen oder uns ihre Vorstellungen aufzudrängen. Wir werden häufig Menschen begegnen, die versuchen, uns klein zu machen. Und es ist oft schwer, dem mit ruhigem Selbstwert entgegenzutreten, ohne unserem Mitmenschen seine eigene göttliche Würde zu nehmen, derer er sich vielleicht gar nicht bewusst ist.

Häufig hilft da nur eins: Standhaft bleiben und uns bewusst machen, dass wir Lichtfunken der ewigen Flamme Gottes sind. In uns brennt ein Licht und wir brauchen den Irrlichtern der Welt nicht folgen.

Keine Selbstlügen mehr!

Weißt Du, obwohl ich mich schon so lange mit diesen Themen beschäftige, falle ich doch oft noch auf die lockenden Versprechungen anderer herein. Im Laufe des letzten Jahres wurde mir das ganz besonders bewusst. Ich hatte mich auf einige Projekte eingelassen, die mich meiner Vision scheinbar ein Stück weit näher bringen sollten. Im Rückblick habe ich erkannt, dass ich auf die Stimme der Welt und nicht auf meine Intuition, die göttliche Stimme in mir, gehört habe. Ich hatte mich selbst belogen, mir, wie man so schön sagt, „einen vorgemacht“. In meinem Newsletter für Januar hatte ich geschrieben:

Vor allem aber habe ich für mich erkannt, was ich in Sachen Cayce will und was ich nicht will. Wo lasse ich mich fremdbestimmen, wo bestimme ich selbst? Auf all dies kann ich in diesem Jahr aufbauen.

Und so bin ich am Ende meines Artikels angelangt. Ich hoffe sehr, dass ich Dir viele hilfreiche Inspirationen geben konnte und wünsche Dir ein gesundes Gefühl des Selbstwerts!

Herzlich grüßt Dich
Stefanie

Werbeanzeigen

Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.