Erdveränderungen bei Cayce – Teil 2

Jetzt kommt die Fortsetzung! Für Teil 1, siehe hier. Zur Erinnerung: „Welche Weltveränderungen werden in diesem Jahr physisch stattfinden?“ Das Reading wurde im Januar 1934 gegeben. Wie man wohl Ende 1934 festgestellt haben wird, waren diese Vorhersagen falsch. Im gleichen Reading erklärt der auf der Couch „schlafende“ Edgar: „Ich Halaliel, habe gesprochen.“

Wer ist Halaliel? Die Readings beschreiben ihn folgendermaßen:

 „einer … der die Wege geschaffen hat, die schwer waren – doch als Mittel für das VERSTEHEN.“ (254-83)

Mit anderen Worten, Halaliel ist der Engel des Karmas. Vielleicht gibt es aber doch eine bessere Quelle bezüglich unseres gemeinsamen Schicksals als den Engel, der über das Karma herrscht.

Aus dem Zusammenhang gerissen

In diesem Fall scheint es, als ob die Vorhersage zu Erdveränderungen nicht aus der höchsten Quelle stammten. Schließlich stellte ich ein Buch zusammen, in dem alle Informationen aus den Readings über Erdveränderungen enthalten sind, denn ich wollte die ganze Geschichte über das, was die Readings wirklich zu diesem Thema zu sagen hatten, weitergeben. Es erschien in der „Edgar Cayce Series“ und heißt „Earth Changes: Historical, Economic, Political and Global“. Anhand der Informationen aus den Readings zeigt dieses Buch auf, wie das Material aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Im Laufe der Jahre schrieb ich zahlreiche Artikel zu diesem Thema, doch die Weltanschauung, die wir als Organisation mit aufgebaut haben, bleibt leider weiterhin bestehen.

Nach dem Tsunami im Jahr 2011 schrieb ich einen Artikel, in dem ich erklärte, wie die Informationen aus Edgars Readings die Angelegenheiten der Menschheit, unsere Animositäten und unseren Ärger aufeinander mit katastrophalen Ereignissen auf der Welt und im Universum verknüpfen. Ich erklärte, wie 1935 ein 29-jähriger Mann Edgar über die Möglichkeit verheerender Erdveränderungen befragte. In dem Reading wurde nicht etwa mit einem genauen Datum oder einem möglichen Szenario, was geschehen könnte, geantwortet. Stattdessen wurden mögliche Katastrophen mit den Handlungen, Gedanken und Taten der Menschheit in Verbindung gebracht.

Edgar sagte unter anderem:

„Die Neigungen im Herzen und in der Seele der Menschen sind solcher Art, dass diese [Katastrophen/Erschütterungen] herbeigeführt werden können. Denn … der Mensch bringt – durch SEINE EINHALTUNG des göttlichen Gesetzes – ORDNUNG aus dem Chaos hervor … und bringt durch seine MISSACHTUNG Chaos und ZERSTÖRERISCHE Kräfte in seine Erfahrung.“ (416-7)

Mit anderen Worten, wir müssen aufhören zu denken, dass diese Art von Ereignissen „da draußen“ geschieht und stattdessen verstehen, dass unsere kollektiven Gedanken, der Ärger und der Hass in uns irgendwie zu ihrer Erschaffung beitragen. Die andere Seite der Medaille ist, dass diese Ereignisse durch Gedanken und Taten der Liebe, des Friedens, des Mitgefühls und der Zuwendung verhindert werden können.

Liegt es an uns?

Es ist verblüffend: Einerseits neigen wir immer mehr dazu, den zahllosen Studien Glauben zu schenken, in denen die Wirksamkeit von Gebet bei der Heilung wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Andererseits fällt es uns schwer zu verstehen oder zu glauben, dass auch der umgekehrte Fall zutrifft: dass Ärger und Hass dazu beitragen, Katastrophen zu erzeugen, ohne dass wir es überhaupt erkennen. Und diese Wirkung wird durch die Zahl der Menschen, die an Ärger, Groll oder Wut festhalten, noch vervielfacht.

skeeze CCO Pixabay

Als im Mai 2018 die Schlagzeilen über die Vulkanaktivität auf Hawaii durch die Presse gingen, erreichten die A.R.E. viele Nachrichten, in denen gefragt wurde, ob dies möglicherweise der Beginn der Erdveränderungen sein könnte. Abgesehen von der Tatsache, dass ein aktiver Vulkan und geschmolzene Lava immer aufeinander einwirken, möchte ich stattdessen zu bedenken geben, dass es vermutlich sehr viel einfacher ist, nach einem durch einen Vulkan verursachten Problem welcher Art auch immer aufzuräumen, als unser gespaltenes Land [USA] zu vereinen.

Was wenn?

Das, worüber ich nun laut nachdenke, klingt vielleicht für einige Menschen verrückt, aber ich werde es trotzdem schreiben. Was, wenn die Readings Recht haben und unsere kollektiven Gedanken, Hassgefühle und gegenseitige Abneigung tatsächlich eine Wirkung auf genau diesen Planeten haben, auf dem wir leben? Wenn dies der Fall wäre, so wäre der Vulkan auf Hawaii nicht aufgrund von Erdveränderungen ausgebrochen, sondern weil die beiden Hälften unseres Landes ärgerlich aufeinander sind. Dieser Ärger kocht knapp unter der Oberfläche und er wird irgendwann ausbrechen. Was auf Hawaii geschah (interessanterweise ist es der letzte der 50 US-Bundesstaaten) ist vielleicht nur eine symbolische Darstellung von unterdrücktem Ärger, Frust, Hass und Animositäten, die wir anscheinend über- und gegeneinander empfinden.

Frieden schaffen

© Lars Tuchel – Fotolia.com

Die äußere Welt wird in einem sehr realen Sinne von unseren inneren Gedanken und Aktivitäten miterschaffen. Wenn wir Frieden in der Welt haben wollen, müssen wir Frieden in uns selbst schaffen. Wenn wir eine Welt haben wollen, in der kein Aufruhr herrscht, müssen wir den Aufruhr heilen, der in uns selbst herrscht.

Edgar würde sagen, dass unsere gemeinsame Aufgabe darin besteht, Gott in unserem Leben an die erste Stelle zu setzen und zu lernen, einander wirklich zu lieben. So einfach ist das. Alles andere ist etwas, das wir selbst über uns gebracht haben.

„Frage: Was können wir tun, um solchen schwerwiegenden Geschehnissen entgegenzuwirken?

Antwort: Macht das Problem bekannt – WO ES LIEGT; DAMIT JENE, DIE GOTT VERGESSEN HABEN, UMKEHREN MÜSSEN! … Möge jede einzelne Seele nicht zu ihrem Gott rufen, sondern zu dem EINEN Gott!“ (Reading 3976-26)

©der Übersetzung: Stefanie Piel

Kevin J. Todeschi ist leitender Direktor der Cayce-Gesellschaft A.R.E. Als Schüler und Lehrer des Cayce-Materials seit über 35 Jahren hat er mehr als 25 Bücher zu unterschiedlichen Themen des Cayce-Werks geschrieben.

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Herzlichst,
Deine Stefanie

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

2 Kommentare zu „Erdveränderungen bei Cayce – Teil 2“

  1. Hallo Stefanie,
    da hast du mal wieder eine Perle übersetzt! Danke!

    Ja, auch Jane Roberts hat in dem Seth-Buch „Individuum und Massenschicksal“ (bekannter ist „Die Natur der persönlichen Realität“) genau davon gesprochen, dass wir als Menschen das „Klima“ beeinflussen, nicht nur durch unsere Haltung, auch ganz physisch, durch den Atem werden chemische Verbindungen ausgeschieden, die anderes zusammengesetzt sind, wenn wir uns ärgern als wenn wir voller Freude sind. Daran hab ich diesen Sommer viel denken müssen, als die Hitze nicht nachließ, die Erde förmlich kochte.

    Liebe Grüße
    Irene

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    1. Hallo Irene,
      oh, das freut mich aber! Ja, ich bin davon auch ganz fest überzeugt, besonders auch das mit der physischen Seite. Ich finde, Masaru Emoto hat das mit seinen Wasserkristallfotografien sehr eindrucksvoll nachgewiesen.
      Herzliche Grüße!
      Stefanie

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