Der Polsprung – ein Remake

Manche Themen gewinnen, wenn man sie wieder aufwärmt! Diesen Artikel schrieb ich im Mai 2012, und da wir gerade so schön bei den Erdveränderungen sind, habe ich ihn mal aus dem Archiv gekramt. Inzwischen haben wir uns ja alle wieder beruhigt, der für 2012 prophezeite Weltuntergang hat nicht stattgefunden und wir können die Dinge gelassener angehen.

Viele Menschen glauben leider, dass Prophezeiungen zwangsläufig eintreffen müssen, und wenn sie das nicht tun, so waren es halt die „Propheten“, die falsch lagen. Darüber habe ich schon vor vielen Jahren berichtet. Dass der Magnetpol der Erde aber wandert, ist eine Tatsache. Die Frage ist nur: Führt dies wirklich zu katastrophalen Veränderungen, wie einige Menschen, die Edgar Cayces Aussagen zu den Polen zitieren, es uns weismachen wollen? Schauen wir uns also mal an, was Edgar wirklich gesagt hat!

Edgars Polverschiebung

Obwohl ich über unzählige Themen rund um Edgar Cayces Werk schreiben könnte, fehlt es mir manchmal an Inspiration – so auch diesmal. Da kam ein Kommentar zu meinem Artikel „Syrien, Ankara, Ägypten und Libyen“ wie gerufen. Es lebe die Kommentarfunktion!

Wieder einmal geht es um eine Prophezeiung, diesmal um den Polsprung, von dem Edgar gesprochen haben soll. Vor vielen Jahren hat die amerikanische Cayce-Gesellschaft eine Akte mit allen Readings (auf Englisch) erstellt, in denen Edgar über Erdveränderungen und Weltgeschehen gesprochen hat. Diese habe ich mal gründlich durchforstet. In insgesamt 4 Readings aus verschiedenen Jahren spricht Edgar über ein „shifting of the poles“. Jedes Wörterbuch für Englisch-Deutsch gibt Aufklärung, dass „shift“ zumindest eines nicht heißt: „Sprung“. Tun wir uns also den Gefallen und sprechen wir von jetzt an von „Polverschiebung“ – zumindest im Zusammenhang mit Edgar Cayces Readings. Ok?

In Reading 3976-10, das am 02.08.1932 gegeben wurde, erklärte er so nebenbei,

dass es aufgrund einer „Verschiebung des Gleichgewichts der Erde selbst im Raum“ („… shifting of the equilibrium of the earth itself in space …“) im Jahr ’36 zu „Katastrophen durch äußere Kräfte“ kommen werde.

Könnte man diese „Verschiebung“ vielleicht als Polverschiebung deuten?

In Reading 5748-6 vom 01.07.1932 wird gefragt:

Welcher Art und von welchem Ausmaß wird der Umbruch ’36 sein?

Antwort: Die Kriege, die Umbrüche im Inneren der Erde, und die Verschiebung derselben durch die Differenziation in der Achse bezüglich der Positionen von der Polaris-Mitte.

In Reading 826-8 vom 11.08.1936 antwortet Edgar auf die Frage:

Welche große Veränderung oder der Beginn von welcher Veränderung wird, wenn überhaupt, auf der Erde im Jahr 2000 bis 2001 AD stattfinden?

Antwort: Wenn es eine Verschiebung der Pole gibt. Oder ein neuer Zyklus beginnt.

Weitere Readings, in denen von einem „shifting“ die Rede ist:

378-16 vom 29.10.1935 (hier spricht er von einer Änderung, die ’58 beginnen sollte)

3976-15 vom 19.01.1934 (hier meldet sich ein Wesen namens „Halaliel“ zu Wort, das die Daten ’58 bis ’98 nennt und erklärt, das diese als „die Zeiten verkündet werden, in denen Sein Licht wieder in den Wolken zu sehen sein wird“)

Spannenderweise heißt es in den Aufzeichnungen nicht „1936, 1958, 1998“ sondern lediglich „’36, ’58, ’98“. Ob das ein Fehler der Stenografin ist oder ob Edgar dies tatsächlich so gesagt hat, lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren.

Ich weiß, dies sind auch nur Auszüge. Die vollständigen englischen Originale sind bei der amerikanischen Cayce-Gesellschaft A.R.E. in Virginia Beach erhältlich.

Verschiebung des magnetischen Pols

Übrigens ist zumindest die Verschiebung des magnetischen Pols längst im Gange – da sind sich offensichtlich viele Wissenschaftler einig. Der magnetische Nordpol soll sich laut Meldung des Spiegel 2005 in etwa 50 Jahren in Sibirien befinden. Neuere Meldungen finden wir zum Beispiel auf der Seite dw.com.

Inwiefern wir uns auf die Daten, die in den Readings genannt werden, verlassen dürfen, kann ich nicht sagen. Ich bin aber der Meinung, dass keine Prophezeiung, welcher Art auch immer, unweigerlich genau so und genau dann eintreffen muss, wie gesagt wurde. Die Zukunft ist nicht vorherbestimmt. Vielleicht hat sich ja eine „Verschiebung“ der Daten ergeben? Vielleicht waren die Aussagen als Warnung gedacht? Oder vielleicht hat Edgar einfach nur falsch gelegen? Wer weiß schon, in welche „Zeitschiene“ er da gerutscht ist? Oder welche Zeitdimensionen Edgar tatsächlich wahrnahm, wenn er in Trance war? Thesen über Thesen …

Was meinst Du?

Herzlichen Gruß von
Stefanie

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Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.