Vertraue Dir selbst?

Rose auf grünem Grund

Ein stiller See. Ein mit großen Kieseln bedecktes Seeufer. Im Hintergrund eine flache Hügelkette, die sehr den südlichen Golanhöhen am östlichen Ufer des Sees Genezareth ähnelt. Ganz im Vordergrund sieht man einen in ein weißes, langes Gewand gekleideten Mann mit Bart. Seine dunklen Haare sind mit einem Tuch bedeckt. Sinnend schaut er über das Wasser.

Über das Bild ist eine Schrift gelegt. In weißen Buchstaben steht dort: „Vertraue Dir selbst! Und glaube an das, was sich für Dich richtig anfühlt.“

Die ganze Szenerie erinnerte mich stark an verschiedene Bilder von Jesus am See Genezareth, umso mehr, als ich ja im März 2019 selbst dort war. Das Bild selber entdeckte ich in einer „spirituellen“ Gruppe auf Facebook. Jaaaa, Facebook bietet so einige Anregungen für Blogartikel! Auch wenn ich das Bild selbst aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht veröffentlichen kann. (Dafür findest du eines meiner Fotos hier.)

Stefanie Piel 2019

Vertraue Dir selbst?

Was mich aber an dieser Darstellung wirklich störte, war der Schriftzug. Denn wenn der Mann auf dem Bild wirklich Jesus sein sollte, dann wird hier eine Assoziation hergestellt, die absolut unbiblisch ist.

Außerdem ist diese Aussage nicht ungefährlich. Denn wir sind Menschen, zwar mit sehr vielen Talenten und Stärken, aber auch mit vielen Fehlern und Schwächen. Und wer nur auf sich selbst vertraut, der kommt irgendwann an seine Grenzen. Wer nur an das glaubt, was sich „richtig“ anfühlt, wird bald feststellen, dass Gefühle uns oft in die Irre leiten können. Denn sie sind von unseren Konditionierungen, Erlebnissen und Erfahrungen geprägt. Und über kurz oder lang wird er/sie/Sternchen merken, dass das Leben mit dieser Einstellung keine Sicherheit bietet. Denn das eigene Ego, das nur auf sich selbst vertraut, ist kein weiser Lebenshelfer.

Zu dieser Aussage in Verbindung mit diesem Bild konnte ich nicht schweigen. Es entspann sich also auf Facebook folgender Dialog:

Auf meine Frage kam leider keine Antwort (was auch eine Antwort ist …).

Sicherheit im Leben?

Oben schrieb ich, dass das Leben mit dieser Einstellung keine Sicherheit bietet. Nun, machen wir uns nichts vor: In unserem irdischen Leben gibt es keine echte Sicherheit. Das haben wir jetzt wieder durch die aktuelle Krise festgestellt. In wenigen Wochen, in nur einem Augenblick, kann sich alles verändern. Menschen werden krank und/oder sterben, der Arbeitsplatz ist gefährdet oder weg, wir können uns nicht mehr frei bewegen. Einschränkungen sind unsere tägliche Erfahrung.

Dazu gibt es immer mehr Naturkatastrophen. Überall auf der Welt gibt es Krisenherde. Und doch klammern wir uns an unsere scheinbar sichere kleine Welt fest. Angst vor der Unsicherheit treibt uns oft in Irrwege. Und die Zahl der psychischen Erkrankungen nimmt unter anderem auch aus solchen Gründen zu.

Vertraue auf deinen Schöpfer!

Wahre Sicherheit finden wir nur, wenn wir auf unseren Schöpfer vertrauen. Das fällt vielen Menschen aber schwer. Denn sie sehen die Allmächtige Kraft, die wir „Gott“ nennen, als zorniges Wesen, das alles Üble der Welt einfach so zulässt. Ihr Konzept von Gott ist vielleicht geprägt von falsch gelehrten Vorstellungen. Der Vorwurf, die Bibel sei manipuliert, ist weit verbreitet. Ebenso weit verbreitet sind die sich daraus ergebenden Irrlehren. Und dann kommt da sowas bei raus …

Zugegeben: Was sich in der Welt der Bibelübersetzungen tut, ist manchmal grauslich. Die dänische Bibelgesellschaft hat aus einer Neuübersetzung der Bibel viele Bezüge zu Israel einfach gestrichen. Deutschland hat eine „Bibel in gerechter Sprache“. In der „Neues Leben Bibel“ sind viele Abschnitt schlichtweg falsch übersetzt (allerdings steht die richtige Übersetzung dann in einer Fußnote). Und in manchen Bibelübersetzungen werden einige Abschnitte einfach ausgelassen.

Das bedeutet aber nicht, dass die Originale manipuliert sind. Für solche Manipulationen fehlen alle wirklichen Beweise.

Und so können wir ziemlich sicher davon ausgehen, dass Jesus niemals gesagt hat „Vertraue dir selbst, richte dich nach deinen Gefühlen“. Denn damit bleiben wir im Irdischen, Materiellen verhaftet. Nein, ganz im Gegenteil, in Matthäus 6,19-21 sagt er:

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Und einige Verse weiter (25-26) heißt es:

Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?

Nun, für wen gilt das? Für alle, die nicht auf sich, sondern auf die Schöpferische Kraft vertrauen. Doch es liegt an uns. Unsere Aufgabe besteht darin, das Wirken des Schöpfers zu erkennen und aktiv anzunehmen. Gott drängt sich nicht auf. Wir haben den freien Willen.

Wirklich verankert

Ich für meinen Teil habe mich entschieden, von meinem Ego weg auf Gott zu schauen. Deshalb versuche ich, mehr zu meditieren. Denn ich weiß, dass Gott nicht irgendwo da draußen ist, sondern ganz nah bei mir, in mir. Und wenn ich mich darin übe, von der Welt wegzuschauen, dann finde ich die Sicherheit, die mir in diesem irdischen Leben hier fehlt. Dann bin ich wirklich verankert.

Das bestätigen übrigens auch alle Readings von Edgar Cayce zu diesem Thema. Hier auf meinem Blog und auch auf meinem Cayce-Portal.de findest du da jede Menge.

Von Herzen wünsche ich dir, dass du dich nicht in die Irre führen lässt. Es gibt viele falsche Propheten. Schau dir genau an, was sie dir weismachen wollen. Lenken sie deinen Blick auf deinen Schöpfer? Oder lenken sie deinen Blick auf dich?

Diesen Artikel findest du übrigens auch auf meiner Hauptseite unter diesem Link.

Herzlichst, deine StefanieStefanie liest vor

Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

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