Advent, Advent – 24. Dezember

Langsam und unaufhaltsam, unbemerkt von den Menschen in der Grotte, bewegten sich zwei Planeten aufeinander zu. Um Mitternacht, gerade, als Jesus mit der letzten Presswehe in Sodafes Arme glitt, kamen sie zusammen und erschienen von der Erde aus gesehen wie ein einziger großer, hell leuchtender Stern, der direkt über Bethlehem stand. Das Dorf schien wie in Silber gebadet.

Immer heller wurde das Leuchten und war bald im ganzen Land Israel zu sehen. Der Lärm der Welt verstummte. Die Natur hielt den Atem an. Die Hirten, die auf dem Feld über der Grotte und rund um Bethlehem bei ihren Schafen wachten, waren geblendet. Und in der Stille klang Musik auf, so süß und harmonisch, dass die Herzen der Lauschenden mit Freude erfüllt wurden. Lauter und lauter wurde sie. Gesang ertönte. Verwundert hoben die Hirten den Kopf und sahen über sich einen eigenartigen Glanz. Und aus dem Glanz war ganz deutlich zu hören: „Herrlichkeit ist bei Gott in den Höhen der Himmel, und Friede auf Erden unter den Menschen, an denen Gott Wohlgefallen hat!“

Der Retter ist da!

Wie fast alle Bewohner Bethlehems und die Menschen, die von überall her gekommen waren, stand Apsafar draußen in der kühlen Nacht, sah den Stern, und war zutiefst ergriffen. Die Vision hatte sich erfüllt! Der lang erwartete Messias war in seinem Stall geboren worden! Da sollte man nicht vor Freude weinen! Wie mussten die Gäste seiner Herberge, die vorhin noch so verächtlich gehöhnt hatten, nun empfinden! Würden sie nicht betroffen und ergriffen sein wegen all der unfreundlichen Dinge, die sie gesagt hatten? Vielleicht würden sie aber auch später zweifeln und dem Wein die Schuld für das, was sie gefühlt und gesehen hatten, geben? Ihm sollte es gleich sein. Resolut fuhr er mit der Hand über sein Gesicht und wandte sich dann an Sara, die mit offenem Mund neben ihm stand.

„Der Messias ist angekommen. Schnell, lauf hinüber zur Grotte und schau, ob du deiner Mutter helfen kannst. Hier, nimm den Schlauch Wein mit. Sicher wird man sich dort über eine Stärkung freuen.“

Sara nickte und rannte los. Sie brannte darauf, dieses besondere Kind und seine Mutter zu sehen, von der sie so viel in den geheimen Versammlungen der Bruderschaft gehört hatte. Ihr Herz schlug heftig, als sie an Maria dachte, die ja nur ein Jahr älter war als sie. Hätte sie, Sara, ein solches Vertrauen gehabt? Atemlos blieb sie stehen. Was war das für ein himmlischer Gesang? Sie schaute nach oben, sah den Glanz über dem Feld auf dem Hügel, und hörte die Worte. „Das sind Engel!“ dachte sie. „Sie verkünden eine neue Zeit!“ Aufgeregt lief sie weiter zum Eingang der Grotte, schlug den Vorhang zurück und blieb abrupt stehen. Ein Bild des Friedens bot sich ihr. Das Feuer unter dem großen Kessel knisterte. Maria lag ruhig, die Augen geschlossen, Jesus im Arm. Josef hatte sich neben ihr niedergelassen und wandte seinen Blick nicht von dem Kind. Im Hintergrund machte sich Sodafe leise daran, aufzuräumen. Sehnsucht erfüllte Saras Herz. Verlangend, wie hungrig, schaute sie auf das Kind. […]

Aus dem Buch: Ein Sohn ist uns geschenkt! Die Weihnachtsgeschichte neu erzählt nach den Readings von Edgar Cayce

Nun ist er fast vorbei, der Advent, und heute um Mitternacht beginnt die Weihnachtszeit! Ich hoffe, dass ich Dir mit meinen Beiträgen den Advent in diesem ungewöhnlichen Jahr ein wenig verschönt habe.

Und nun wünsche ich Dir von Herzen ein gesegnetes, besinnliches, stimmungsvolles Weihnachtsfest. Möge es Dir Freude, Friede, Hoffnung und Zuversicht bringen!

Das wünscht Dir
Deine StefanieStefanie liest vor

Autor: Cayceportal

Hallo, ich heiße Stefanie Piel und bin Diplom-Übersetzerin für Englisch und Französisch. Ich habe mich dem Werk Edgar Cayces verschrieben. Energiearbeit, Quantenphysik, Epigenetik und die Tatsache, dass wir mit allen und allem verbunden sind, begeistern mich immer wieder. Noch nie zuvor war ich so nahe an meinem wahren Ich dran wie jetzt. Ich möchte Edgar Cayce aus der esoterischen Ecke herausholen und sein Werk, basierend auf den neuesten Erkenntnissen, näher beleuchten.

Wie siehst Du das?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.